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Nach Hause kommen – Nature One 2017

8 Aug

IMG_3634Für jeden bedeutet es etwas anderes, nach Hause zu kommen. Für 56.000 Besucher hieß es am letzten Wochenende, den Weg zur Nature One auf die Raketenbasis Pydna in Kastellaun/Hunsrück, anzutreten. Viele feierten bereits ab Donnerstag beim traditionellen Mixery Opening, bevor am Freitag, 04.08., um 20 Uhr der Startschuss für „We call it home“ fiel. 2017 schon zum 24. Mal!

Das macht sich bemerkbar: Künstler, die von Anfang an mit dabei sind, bringen jetzt ihre erwachsenen Kinder mit, DJs ihre Ehepartner oder umgekehrt, junge Acts ihre Eltern. Das Nature One-Gefühl scheint ansteckend, bzw. vererbbar zu sein.

Kommando zurück: Es ist Freitag und Stefan Dabruck spielt ab 21 Uhr auf der Open Air Stage das letzte Set seiner DJ-Karriere. Der Manager von Robin Schulz hat verkündet, nun in den DJ-Ruhestand zu gehen. Ein bewegender Moment für ihn und seine langjährigen Weggefährten.

Im House of House lässt es Lovra gerade geschmeidig, aber druckvoll, angehen. Die süße Blonde versteht es, das Publikum magisch auf den Dancefloor zu ziehen.

IMG_3643Wir erkunden wie jedes Jahr das Gelände, bestehend aus den vier Head-Areas und 19 Clubs.

Nach dem Aufstieg auf den gefühlt höchsten Hügel, besuchen wir die Jungs & Mädels vom Hexenhouse. Gemeinsam mit dem Heaven & Hill-Festival haben sie wieder einiges auf die Beine gestellt. Danielle Diaz rockt hier hoch über den Bergen und wird kräftig angefeuert.

Wieder unten angekommen, bleiben wir beim kunterbunten Gayphoria & Vogue Club aus Koblenz hängen. Nicht etwa, weil wir DJ Fräggel kennen, sondern weil es hier einfach so nett ist!

Unser Highlight ist das 90er-Set von DJ Hell auf dem Classic-Floor, unabhängig davon, was rundherum passiert. Der International Deejay Gigolo steht für sich und seine ganz eigene Art.

Danach gibt es ein wenig Berghain-Feeling bei Ben Klock im Century Circus.

Wir beenden unsere Rundreise für diese Nacht bei Aka Aka feat. Thalstroem live. Unzählige leuchtende LED-Kugeln schweben von der Decke, während die drei Jungs heftigst mit der Crowd im House of House ausrasten.

Samstagabend sind wir wieder zurück im Nature-One-Land. Um die Musik drumherum gilt es einiges zu entdecken: Rave Clothing, den Stand von Eve & Rave und der Medienlounge mit sunshine live, Das Ding, Jugend gegen Aids uvm.

Tue Gutes und rede darüber: Wer bei Viva con Agua seine Bons spendet, hilft damit, Brunnen in Dritte-Welt-Ländern zu bauen. Der Betrag wird dann noch einmal von den Veranstaltern verdoppelt!

IMG_3724Nach einem Abstecher in unsere Lieblingslocation und Sascha Braemer an den House-of-House-Decks, geht es zum Classic Terminal. Jam spielte gerade den letzten Track in Erinnerung an Mark Spoon und übergibt an Hooligan, dem die Freude auf sein Classic-Set ins Gesicht geschrieben steht.

Auf der Pressekonferenz um Mitternacht berichtet Oliver Vordemvenne von I-Motion von einem erneut friedlichen Festival. Die Stadt Kastellaun hat die Raver mit offenen Armen empfangen.

Übrigens ist es eine Besonderheit der Nature One, dass man auf dem Campingplatz seinen Wagen direkt neben dem Zelt abstellen kann!

Tom Novy hätte -laut Sven Schaller von I-Motion- seine Wette eingelöst und seinen dritten Gig in dieser Nacht als Frau verkleidet absolviert.

Der eigentliche Höhepunkt ist allerdings eine Frau, die unerwartet ein Kind auf dem Campingplatz zur Welt gebracht hat, ohne vorher zu wissen, schwanger zu sein. Dem Baby sei auf jeden Fall die Nature-One-Erstausstattung und Gästeliste auf Lebenszeit sicher. Was für eine unglaubliche Story!

IMG_3737Nach solchen News kann das riesige Feuerwerk und traditionell NatureOne Inc. folgen.

Wir feiern laut und schwitzig im Acid-Wars-Bunker bei Sorgenkint und Crotekk live und dann wieder Open Air bei Dune auf dem Classic Terminal.

Diese Nacht im Hunsrück ist ganz schön kalt! Aber dafür gibt es ja den Century Circus, um sich so richtig bei Klaudia Gawlas aufzuheizen. Hier steckt Power drin und wir bleiben bei Fatima Hajji und Pappenheimer b2b Kerstin Eden.

Draußen ist es mittlerweile hell, als wir mal wieder über den Classic Terminal stolpern. Gerade zur richtigen Zeit, denn Man at Arms gibt seine Techno-Klassiker zum Besten.

IMG_3765Für Nacht | Hell bedeutet es, Nature-One-technisch nach Hause zu kommen, in der aufgehenden Sonne bei DJ Dag auf dem Open Air Floor zu tanzen. Ein Moment, der lebenslang in Erinnerung bleibt und jedes Jahr wieder für Gänsehaut sorgt.

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://flic.kr/s/aHsm2d8526

Videos:

Stefan Dabruck: https://youtu.be/tDC-cYLhUhY

Pressekonferenz: https://youtu.be/t1tuWzG2Zzk

Dune: https://youtu.be/ZJHDNr8B_24

 

Nature One 2015 – Bleiben so wie man ist

3 Aug

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„This one is dedicated to all the ravers in the nation.“ Dunes Ansage erklingt und tausende Hände schnellen Richtung Himmel. Es ist kurz nach Mitternacht am Samstag, 01. August 2015 und wir befinden uns auf der 21. Nature One auf der Raketenbasis Pydna im Hunsrück. Einmal jährlich herrscht hier in der Idylle ein Ausnahmezustand, der seinesgleichen sucht. Inmitten von jungen und alten Gleichgesinnten raven wir auf dem Classic Floor zu dem Sound längst vergangender Tage.

Rolle rückwärts: Dieses Jahr eine neue Herausforderung für uns, die Nature One vor dem offiziellen Start, dem MiXery-Opening am Donnerstagabend, zu erleben. Viele  reisten bereits seit dem frühen Morgen an, um pünktlich im Camping Village auf der Matte zu stehen. Wir checkten am frühen Abend im MiXery-Camp ein, von dort aus war es auch der schnellste Weg zum Gelände. Vor einer riesigen Bühne groovten sich die „endlich normalen Leute“ auf das bevorstehende lange Wochenende ein, um das „Wir-Gefühl“ zu erleben, den Alltag hinter sich zu lassen und auszurasten.

Staunend und teilweise leicht kopfschüttelnd beobachteten wir das rege Treiben auf dem Campingplatz am Freitagmittag. Hier gibt es Tag und Nacht keinen Ruhebereich, sondern einen Kampf der Sounds. Eine gute Vorbereitung ist dabei alles. Wir relaxten im MiXery-Camp in der Sonne, wer hier was vergessen hatte, bekam alles vor Ort.

Das ausverkaufte Nature One-Land öffnete um 20 Uhr für 65.000 Besucher die Tore. Wir erkundigten zu allererst das Gelände und statteten unseren Freunden vom Hexenhouse meets Heven & Hill Festival auf dem einen Berg und RauteMusik.FM meets HouseKeeper auf dem anderen Berg einen Besuch ab. Hier oben hatte man den Überblick und noch herrschte die Ruhe vor dem Sturm. Weiter ging es zu den Bunkern: Der Regenbogenflagge entlang zum Vogue Club for Gays, Lesbians & Friends und danach zur Technohölle von Acid Wars.

Es war kurz vor 22.30 Uhr, als WePLAY-Label-Chef Stefan Dabruck zum wiederholten Male auf dem Open Air Floor einheizte, natürlich nicht ohne mindestens einen Track seines Ziehsohns Robin Schulz zu spielen. Danach ging es für die Meute weiter zum House auf House, das in dieser Nacht vom Kölner Sublabel TONSPIEL gehostet wurde. Es war klar, dass das Zelt bereits früh aus allen Nähten platzen würde, obwohl es dieses Jahr noch vergrößert wurde. Highlight war, wie erwartet, der Auftritt vom Osnabrücker Jung Robin, der es genoss, so viele Jungs, Mädels & DJ-Kollegen seines Labels, um sich zu haben, u.a. Pingpong, Scheinizzl, FlicFlac und HUGEL.

Wie macht man sich fit für eine zweite, lange Partynacht?! An der Oxygen-Bar! So saßen wir am frühen Samstagabend am Tresen und testeten uns durch die Duftrichtungen. Wir entschieden uns für Cranberry, das versprach ein vitalisierendes Gefühl. Frei nach dem Motto „I´m hungry for the power“ konnte man hier für fünf Euro fünf Minuten Sauerstoff tanken. Den Jungs von DBN schien dies auch zu gefallen. Sie machten hier direkt einen Stopp mit einem Kamerateam, welches die DJs durch die Nacht begleitete.

Nach einer Runde Herzmusik bei Lexer, gefolgt von Maskenmann Claptone, war es um Mitternacht Zeit für die alljährliche Pressekonferenz. Oliver Vordemvenne von I-Motion berichtete über den reibungslosen und friedlichen Festivalablauf. Klaudia Gawlas erinnerte sich noch gut daran, wie sie 2005 als Raverin selbst noch campte und brannte für Ihren Gig im Century Circus, wo sie um 3.30 Uhr spielte. Selbst der Bürgermeister der Kreisverbandsgemeinde Kastellaun hatte sich 2015 nicht nehmen lassen, an der PK teilzunehmen. Freudestrahlend erzählte der Mann im Guns N´ Roses Shirt, dass er an diesem Wochendende nicht Bürgermeister von 15.000 Einwohnern ist, sondern von stolzen 80.000!

Nach dem riesigen Feuerwerk-Spektakel zur diesjährigen Hymne, legte Dr. Motte auf dem Classic-Terminal in guter, alter Schulmanier eine Platte nach der anderen auf die Teller. Er selbst sah aus wie ein „Space-Teddy“ und blieb bei seinem Set nicht hinter den Decks, sondern ravte auch davor ab. In diesem Moment hatte ich das diesjährige Motto „Stay as you are“ live vor Augen. Alle werden älter, junge Leute kommen nach, die die Berliner Loveparade nur aus Erzählungen kennen, EDM steht bei vielen ganz weit oben und wird auch auf der diesjährigen Nature mehr denn je gelebt, aber eines wird nicht vergessen: Der Ursprung in Kombination mit der Weiterentwicklung und deswegen meine Bitte: Der Classic Floor muss eine feste Institution bleiben! Genau wie DJ Dag, der die Nature One standesgemäß auf dem Open Air Floor verabschiedet.

Aber so weit war es noch nicht, die Sonne war längst noch nicht aufgegangen. Für Nacht | Hell ging es zurück zum House of House, unseren Lieblingsfloor. Der Berliner Sascha Braemer hielt hier seine What I Play-Flagge hoch und spielte konsequent den Sound, den es hier leider eher selten zu hören gibt und wenn, dann nur hier.

Wir fühlten uns in das letzte Jahr zurückgebeamt, als sich einige Jungs wieder mit ausgerissenen Baum-Ästen startklar für das Set von Dominik Eulberg machten. Der Mann aus dem Wald schien seine Naturaffinität auf das Publikum zu übertragen. Wie passend mitten im idyllischen Hunsrück. Manche Sachen bleiben halt so, wie sie sind.

Sonnenfrau

Bildergalerie:

By Nacht | Hell:

https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157656660079526

By Technopixel:

http://www.technopixel.de/partypics.php

Video:

Pressekonferenz: https://youtu.be/WMiENWe_P1c

 

Gold zum 20. Jubiläum – Nature One 2014

4 Aug

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWie passend zum diesjährigen 20. Jubiläum: Kurz vor dem Festival meldete I-Motion, dass die Nature One unter dem Motto „The Golden 20“ mit 72.000 Karten zum ersten Mal ausverkauft wäre. Das bedeutete bereits im Vorfeld Gold für den Veranstalter. Reine Besucher des Campingplatzes sollten aus Kapazitätsgründen bitte nicht anreisen. Ja, es gab sie wirklich in der Vergangenheit, die Leute, die gar keine Eintrittskarte hatten und mit einer eigenen Bühne und Musik nicht ein einziges Mal den Campingplatz verließen. Das hat mit dem eigentlichen Event nichts zu tun! Alle anderen konnten bereits ab Donnerstag, 31.07.2014 den Weg ins Hunsrück antreten, um schon beim Mixery Opening mit dabei zu sein und an vier Tagen und drei Nächten möglichst viel von den 300 DJs und Live-Acts mitzubekommen.

Dieses Jahr war es auch für mich ein Jubiläum: Nature One die 15. In den Jahren habe ich einige kommen und gehen sehen. Was hatte sich konkret geändert? Die Location wurde natürlich immer weiter ausgebaut bzw. vergrößert und die Musikstile unterliegen einem ständigen Wandel. Doch es gibt tatsächlich Leute, die es im wahrsten Sinne des Wortes „ganz nach oben“ geschafft haben und jetzt selbst als DJ oder Stagemanager auf den großen Bühnen aktiv sind. Früher haben sie als junge Raver auf den Floors gefeiert und werden nun zu Recht bejubelt. Eins ist für alle, die noch dabei sind, geblieben: Die Liebe zur elektronischen Musik in all ihren Facetten.

Zu Beginn entdeckten wir Freitagabend im Eingangsbereich einen Trend 2014: Turnbeutel mit Aufschriften wie Rave, Techno und mehr wurden von Stick That an ihrem eigenen Stand angeboten. T-Shirts, Tops und Aufkleber ergänzten den handmade Stuff. Nacht | Hell entschied sich für „Sexy Rave Gurke“.

Stefan Dabruck heizte gerade die Meute auf dem OpenAirFloor ein. Zu diesem Zeitpunkt, 21 Uhr, war schon viel los. Im Anschluss daran ging es für ihn zu seinem Label-Floor: WePLAY präsentierte sich zusammen mit BUCK ROGERS auf dem zweiten Berg links, der schon von weitem durch riesige weiße Ballons zu erkennen war. Dort spielte Stefan nicht selbst, sondern ließ anderen Künstlern den Vortritt. Es gab ein großes Wiedersehen mit den WePLAYern Falko Niestolik, Jean Elan, Brockman & Basti M und Tocadisco.

Am Samstag wurde uns die Weitläufigkeit der alten Raketenbasis Pydna in Kastellaun bewusst, das gesamt genutzte Gelände betrug 2014 stolze 350.000 qm. Über dem Golden20-Floor thronte eine überdimensionale Geburtstagstorte mit goldenen Kerzen, mit dabei Jungs der 1. Stunde, wie Charly Lownoise & Mental Theo und Hooligan.

Zur Nature One gehört genug Kondition dazu, um alle Floors auf den Bergen zu erklimmen. Belohnt wird man durch den fantastischen Ausblick. Leider gibt es bis heute nur kleine Tritt-Bretter, die nach oben führen. Hier müsste dringend mit festen Treppenstufen nachgebessert werden, zu oft gab es schon Stürze, die mit Nasenbluten geendet haben. Die alten Bunker sind dagegen als Partylocation wie gemacht. Hier kann wie bei Acid Wars richtig gebrettert werden.

Insgesamt gab es 23 Bühnen. Auf dem OpenAirFloor wurden die Besucher auf eine riesige LED-Wand hinter der Bühne projiziert, das sorgte für ein Wir-Gefühl bei jedem einzelnen. Der Century Circus hat eine Dimension angenommen, dessen komplette Größe man nicht mehr abschätzen kann. Brian Sanhaji spielte live, vor dem Nature One-Altmeister Felix Kröcher. Weitere harte Töne gab es von Klaudia Gawlas, die Frau mit dem Herz am rechten Fleck, Global-Player Chris Liebing und dem Lächler Marco Bailey.

Um kurz nach eins startete das riesige Geburtstags-Feuerwerk, die Berge waren überfüllt, um einen möglichst guten Platz zu erwischen und das Spektakel chillig zu beobachten. Robin Schulz, der vorher noch schweißgebadet im House of House aufgelegt hatte, gab dann noch eine Runde auf seinem Label-Floor. Die Osnabrück-Rufe folgten ihm bis auf dem Berg. Peer Kusiv tat es ihm gleich und spielte auch erst im House-Zelt live und dann bei WePLAY.

Besonders auffällig war dieses Jahr, dass viele Leute etwas mitgebracht hatten: Ob aufblasbare Gummitiere, oder auch Puppen (ja auch richtige für Kinder) bei den Jungs und Fächer und Blumenkränze bei den Mädels.

Wer selbst nichts dabei hatte, besorgte sich etwas. Bei Dominik Eulberg im House of House konnte ich meinen Augen nicht trauen und stand wortwörtlich im Wald: Sträuche, bzw. ganze Bäume wurden ausgerissen und in die Luft gehalten. Was sehr passend war, da der „Waldmensch“ Dominik, Student der Biologie ist und für seine Natur- und Tiergeräusche bekannt ist. Doch die Natur im schönen Hunsrück sollte erhalten bleiben. Mein Appell: Das nächste Mal bitte Plastikpflanzen mitbringen, die halten auch länger.

Den totalen Abriss auf dem OpenAirFloor veranstalteten DBN mit EDM-Klängen gepaart mit der fröhlichen Stimme von Cosmo Klein, was für eine Kombi! Die Masse stand drauf und folgten den Befehlen der Jungs, tausende Menschen setzten sich auf Kommando hin und sprangen dann wieder auf.

Mein favorite Set hörte ich dann im House of House beim Berliner Holgi Star. Das war eine Wohltat für meine Ohren, hier kam Underground-Feeling auf.

Dann kam der Moment, auf den ich gewartet hatte: Die Sonne ging auf und DJ Dag aus Frankfurt startete das letzte Set um 7 Uhr auf dem OpenAirFloor, der Klassiker schlechthin. Als Opener spielte er „Follow me“, das neue Release von ihm & Matthew Kramer auf WePLAY. Harmonische eineinhalb Stunden führten durch diesen besonderen Sonntagmorgen und dann zum gebührenden Abschluss.

Bei der Abreise gegen Mittag bildeten sich lange Schlangen bis zur Autobahn und es dauerte ewig, bis man die erst mögliche Auffahrt erreichen konnte. Als wir dann unterwegs von heftigen Regenschauer inklusive Aquaplaning überrascht wurden, wurde uns erst einmal bewusst, wie stimmig alles vor Ort war.

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157645760886468/

Videos:

Falko Niestolik: http://youtu.be/zKTa8jCIfH4

DJ Dag: http://youtu.be/nP5NHwl9feI

Nature One 2013 – Das leuchtende Land

13 Aug

DSCF4583Gummistiefel und Regenjacke, auf das sonst überlebenswichtige Festival-Equipment konnte man 2013 getrost verzichten. 32 Grad und keine Wolke am Himmel, so startete die Nature One am Freitag, 02.08., um 20 Uhr in der Raketenbasis Pydna im idyllischen Kastellaun / Hunsrück. Bereits am Abend zuvor nahmen einige „Nimmersatte“ das Mixery-Opening auf dem Campingplatz mit. Dann war es soweit für: „A time to shine“. Vor uns lag eine Auswahl an 300 DJs und Live-Acts aus über 25 Nationen, verteilt auf 23 Bühnen und einer Gesamt-Fläche von ca. 350.000 qm.

Diese Zahlen musste ich erst einmal auf mich wirken lassen. Auch den gigantischen Open Air-Floor mit Riesen-Traversen, Spiegelkugeln und LED-Tafeln. Die wahre Kunst bestand bei diesen Dimensionen darin, sich einfach treiben zu lassen.

In der Medienlounge hatte sunshine-live das Konzept geändert. Anstatt wie sonst aus dem stillen Kämmerlein – sprich Backstage – zu senden, wurden vor Ort Interviews geführt. So bekam man live einen Eindruck, wie´s beim Radio läuft. Eine weitere Neuerung war der Fokus auf die „ganz Harten“, Masters Of Hardcore sorgten dafür, dass insbesondere auch die Holländer den Weg nach Rheinland-Pfalz fanden.

Die Nature-One-Macher vermischen den Sound nicht und bleiben der elektronischen Musik treu. Kein (Hard-) Rock und Hip Hop, hier gilt das Rave-Reinheitsgebot. Und genau dieses beschert das Wir-Gefühl gepaart mit Freiheit und Lebensfreude. 10.000 „Shining faces“ erlebten u.a. Sebastian Ingrosso auf dem Open Air-Floor.

Im Century Circus übergab Klaudia Gawlas mit „Papillon“ – ein Track aus ihrem ersten Album „Zeitgeist“ – um kurz nach Mitternacht das Steuer an Felix Kröcher. Bekannte Feiernasen aus dem Münsterland trafen wir bei Man at Arms vs. Sorgenkint im Acid Wars & Fusion Club Bunker.

Der pure Kontrast dazu waren Bademantelträger, die im Vogue Club for Gays & Lesbians zu Houseklängen abfeierten. Eine „interessante“ Abwechslung waren die Musiker der Jägermeister-Blaskapelle, zum Glück nur temporär. Dann reichte es auch mit dem „Musikantenstadl“, als DBN endlich den Gasthof enterten. Für die drei Jungs ging es später noch weiter ins House of House. Die Hexenhouser hatten ihr Quartier wieder auf dem gefühlt höchsten Berg des Geländes bezogen, hier war u.a. Dr. Motte am Start.

64.000 verkaufte Tickets wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag in der Pressekonferenz verkündet – das war ein neuer Rekord! Bei der Nature One soll der Besucher weiterhin an erster Stelle stehen, gefolgt vom Künstler. Es ist schon fast Tradition, dass Marco Bailey – stellvertretend für seine DJ-Kollegen – an der Runde teilnahm.

Nik Schär, Geschäftsführer von I-Motion, teilte mit, dass aufgrund des heißen Wetters die Wasserversorgung auf dem Campingplatz kurzzeitig knapp geworden ist. Es sei aber alles glattgelaufen, insgesamt wirken 2.500 Mitarbeiter an dem reibungslosen Ablauf mit. Wie schon auf der Ruhr in Love, wurde auch wieder das Projekt „Viva con Aqua“ unterstützt, bei dem Restbons am Ausgang für „Sauberes Wasser in Uganda“ gespendet werden konnten.

Für uns ging es anschließend zum „röhrenden Hirschen“: Im Jägermeister-Gasthof pfefferte Klaudia Gawlas ihr Set ab, hier hatte man einen super Blick über das Gelände, die Nackt-Sprünge der Bungee-Jumper und das Feuerwerk zur Hymne.

Nachdem Charlie Lownoise & Mental Theo ihr „Wonderful Days“ zum Besten gegeben hatten, packten Dabruck & Klein ihre „Rave-Mottenkiste“ auf dem Classic Terminal aus und die gemischte Crowd rastete aus.

Es war Sonntag nach 7 Uhr, als der Dortmunder Ante Perry die Schlussphase im House of House-Zelt einläutete. Draußen knallte schon wieder die Sonne, während Simon Patterson´s Set eigentlich drauf hinarbeitete, als ob es kein Morgen gäbe.

Wer bis jetzt durchhielt, hatte es geschafft und blieb auf dem Open Air -Floor, um einen der magischen Momente mitzuerleben. Dieser ist alljährlich, wenn Urgestein DJ Dag hinter die Turntables tritt. Im Sonnenaufgang spielte der Frankfurter ausschließlich Vinyls und beendete mit „The Age Of Love“.

By the way: 2014 wird die Nature One 20!

Sonnenfrau

Bildergalerie: http://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157635053129235/

Weitere Bilder von Partysan, u.a. Karl`Technopixel`Boos: http://partysan.net/category/fotogalerien/

Videos:

Pressekonferenz, Samstag http://youtu.be/i4BS7cfc9CA

Klaudia Gawlas, Jägermeister Gasthof, Samstag http://youtu.be/iEhqlXG1XF4

Dabruck & Klein, Classic Terminal, Samstag http://youtu.be/NuPk-rJUYI0

Simon Patterson, Open Air Floor, Samstag http://youtu.be/XKI3FeKN4xY

Weiteres Video von  Karl`Technopixel`Boos:

DJ Dag, Open Air Floor, Samstag http://www.youtube.com/watch?v=2mcXUiXd7zk&sns=em

Nature One -Das 13. Land-

6 Aug

Für viele ging es schon Donnerstag los zum großen Mixery-Opening auf dem Campingplatz, bevor am Freitag, 03.08., das Dreizehnte Land, besser gesagt die Nature One 2007 auf der ehemaligen Raketenbasis Pydna im wunderschönen Hunsrück startete. Musikalische Höhepunkte waren in dieser Nacht Paul van Dyk auf dem Open Air Floor, Moonbootica im House of House und Felix Kröcher im Century Circus. Nach einer kleinen Mütze Schlaf ging es Samstag bei strahlendem Sonnenschein um 18 Uhr weiter.

Im Medienzelt trafen sich Karotte und Andi von sunshine live zu einer kampfreichen Kickerrunde. Tocadisco präsentierte ein beeindruckendes Set auf dem Open Air Floor. Highlight in dieser Nacht war das Feuerwerk um 1 Uhr nachts zu der Performance von Nature One Inc.

Danach folgte ein gut gelaunter Carl Cox. Die Stimmung war ausgelassen, auch bei den Artists. Insgesamt feierten 50.000 Menschen das ganze Wochenende bis zum Sonnenaufgang.

(Veröffentlicht im SMAG-Magazin)

Mayday New Euphoria 2007

2 Mai

Auch dieses Jahr schallten pünktlich zum Tanz in den Mai, die „Mayday. Mayday“-Rufe bei Members Of Mayday aus den Westfalenhallen. Dieses Jahr allerdings in Ophut einer neuen Besetzung: I-Motion, die Veranstalter von Ruhr In Love & Nature One nahmen das Zepter in die Hand und lockten rund 20.000 Gäste und viele Raver nach Dortmund.

„Alles neu macht der Mai“, so hätte auch das Motto des Konzeptes sein können, denn die Flooraufteilung war komplett anders als die Jahre zuvor. 70 DJs und Live-Acts sorgten 15 Stunden lang für feinsten elektronischen Sound für Jedermann.

Ob Sven Väth oder Speedy J Live im „Empire“, Alexander Kowalski Live , WestBam oder Armin Van Buuren in der großen Mainarea „Arena“ oder The Disco Boys im groovigen „Casino“, die grobe Musikrichtung war vorgegeben, da durfte jeder selbst entscheiden, wo er feiert.

Auch gaben Lokal-Heroes wie Ante Perry ihre Sets zum Besten, die dieses Jahr allerdings länger waren als früher. Allgemeiner Treffpunkt war das Plaza, mit Acid Wars Floor, Hardcore Gladiators und Housekeeper. Um 9 Uhr morgens war dann der Mayday-Zauber vorbei und der 1. Mai gekommen.

(Veröffentlicht im SMAG-Magazin)

Nature One – Live Your Passion

21 Aug

RLReviewNO(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

Nature One, DJ Meeting Preview

20 Mai

PS-Preview_RIL_DJM(Veröffentlicht im Partysan-Magazin)

Winter World

20 Jan
Um eine richtig coole Party zu erleben, fährt man ja gerne mal 200 Kilometer und mehr. Nachdem die Winter World letztes Jahr einfach bombastisch war und bleibende Eindrücke hinterlassen hat, freute ich mich auf das erste fette Highlight im neuen Jahr 2004. Los ging es – ohne Schneetreiben wie 2003 – zur geliebten Nature-One-Location. Mit Bus und Bahn reisten rund 4.000 Raver aus ganz Deutschland an. Auf der Pydna angekommen, erstrahlte kein Winter-Wonderland, sondern hier blies einem ein heftiger Wind um die Nase. Schnell ab ins Zelt und feiern!

Auf dem Nordpol, der diese Nacht für die härtere Gangart der elektronischen Musik gedacht war, oft auch mit  dem (Un-) wort „Schranz“ bezeichnet, ließ es die DJ-Frau Shee-la aus Köln richtig krachen. Durch einen schmalen Gang am Südpol angekommen, lauschte man Housetechnoklängen, auch nett!

Weiter ging es in die Halle, dem Basislager, wo leider die Dekoration fehlte, dafür aber umsomehr Flohmarktstände am Start waren. Hier gab es alles was das Herz eines Technoiden begehrt, auch weiße Technohandschuhe. Amüsiert darüber, ging es zum Stolle-Stand, wo gewohnt krasse Sachen im Angebot waren. Das Ende der Halle sollte der Chill-out-Bereich sein, die Kaminfeuerromantik vom letzten Jahr war hier leider verflogen.
Nun war es Zeit wieder an den Südpol zurückzukehren, denn hier war „Ruhrgebiet meets Winter World“ angesagt. Hooligan begann sein Set und gab die Möglichkeit richtig zu rocken. Nach einiger Zeit war das Zelt proppenvoll, wie ich später erfuhr, lag es daran, dass der Nordpol geschlossen wurde und die Schranzer in den Chill-out Bereich gelenkt wurden. Grund dafür war eine Stange im Zelt, die wohl geknickt war.
Um kurz nach zwölf kam der Moment als Blank & Jones die Bühne betraten, um eigentlich ihre Trance-Duo-Show abzuziehen. Aber es kam anders und dafür Respekt an Herrn Blank! Er stellte sich mutig für eine unangenehme Sache zur Verfügung und verkündete das Ende der Veranstaltung. Was drinnen nämlich keiner so richtig mitbekommen hatte, draußen wütete ein gefährlicher Sturm.
Da niemand mehr für die Sicherheit der Leute garantieren konnte, war es das einzig Vernünftige. Was in Feierlaune im ersten Moment auf Unverständnis stieß. Gut, dass einige einen klaren Kopf behielten und sich Mühe gaben, dass alle sicher evakuiert den Heimweg antreten konnten.
(Veröffentlicht im Partysan-Magazin)