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Neuerungen beim DOCKLANDS Festival 2017 – Thomas Pieper über die technoide Canal-Stage 

30 Mai

IMG_5740„Ehrliche elektronische Musik fernab von irgendwelchem Kirmespopsound“ präsentiert das DOCKLANDS Festival in Münster. Am Samstag, 17.06.2017 geht´s bereits um 12 Uhr open air los und abends in den zahlreichen Clubs weiter. Nacht | Hell hat vorab den langjährigen Macher der elektronischen Musikevents in Münster – Thomas Pieper – kontaktiert, der auch das DOCKLANDS veranstaltet und ihm die Neuerungen entlockt:

Hey Thomas, ich habe das Video gesehen, indem du den neuen zusätzlichen Floor tagsüber präsentierst. Sieht ja aus wie am Beach! Woraus ist die Idee dafür entstanden? Wonach habt ihr die Künstlerauswahl dort gerichtet?

Thomas Pieper: Die Idee schlummerte schon Jahre in uns, nur war die Umsetzung aufgrund der vorherigen Nutzung der Fläche nicht möglich. Nun, da feststeht, dass auf diesem Areal voraussichtlich ab 2018 der neue Coconut-Beach entsteht, haben wir die Chance ergriffen und uns das Gelände nur für das DOCKLANDS Festival vorab gesichert. Warum? Weil wir unseren Gästen schon tagsüber ein breiteres Spektrum elektronischer Musik präsentieren möchten. So werden auf der Canal-Stage eher technoidere Klänge zu hören sein. U.a. spielen dort Oliver Koletzki und Stephan Bodzin „live“.

Koletzki

Oliver Koletzki

Das DOCKLANDS (Day & Night) ist in den letzten Jahren immer mehr gewachsen. Welche Herausforderungen sind zu meistern und was liegt dir speziell am Herzen?

Thomas Pieper: Im Vergleich zu den Vorjahren erhöhen wir 2017 nochmals unsere Kapazität von bisher 12.500 auf jetzt 15.000. Für ein Festival, welches ausdrücklich ehrliche elektronische Musik fernab von irgendwelchem Kirmespopsound präsentiert, ist das eine achtbare Größe. Die größten Herausforderungen liegen in diesem Jahr sicherlich im Bereich der technischen/logistischen Umsetzungen, da wir ja nicht nur ein neues Areal, sondern auch zwei komplett neue Bühnen bekommen. Vor allem die Mainstage ist wirklich beeindruckend!

Im Endeffekt bietet ihr den Besuchern rund um die Uhr Programm mit 100 Künstlern und drei Open Air Stages. Abends geht es in zehn Clubs weiter. Mit dabei u.a. Fritz Kalkbrenner (live), Aka Aka feat. Thaelstroem, Andhim, Andreas Henneberg, Claptone, Dominik Eulberg, Sascha Braemer, Moonbootica, Speedy J, Âme (DJ), Magdalena, Junge Junge, Tim Engelhardt uvvm. Welchen Tipp gibst du den Leuten, diesen Partymarathon bestmöglich zu genießen?

Thomas Pieper: Vor allem nicht überpacen ;-). Ruhig mit einem Wasser in den Tag starten, nicht schon um 12 Uhr den Hardalk in sich reinkippen und ausreichend essen. Zudem haben wir durch das neue Areal am alten Stadthafen zwei schöne Chill-Out-Bereiche am Wasser, wo man zwischendurch wunderbar entspannen und Pausen einlegen kann. Das war in den letzten Jahren tagsüber nicht so möglich.

Jetzt mal unter uns: Auf welche Acts freust du dich persönlich besonders und wirst du selbst Zeit finden, den Sets zu lauschen?

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Stephan Bodzin

Thomas Pieper: Wie immer bin ich mitten im Geschehen und werde mir möglichst viele Künstler anschauen. Bei der Anzahl und Vielfalt an Acts fällt es mir schwer, jemanden Bestimmtes zu benennen. Ich freue mich natürlich immer auf Acts, die noch nie da waren. Das wäre in diesem Jahr z.B. Stephan Bodzin!

Wenn du an das letzte DOCKLANDS zurückdenkst, welcher Moment bereitet dir immer noch eine Gänsehaut?

Thomas Pieper: Als der von mir sehr geschätzte Solomun zum Abschluss „The Doors“ gespielt hat, das war schon fett!

Danke Thomas. Dir und deinem Team viel Erfolg und Sonnenschein. Wir freuen uns auf das DOCKLANDS 2017!

Thomas Pieper: Danke Dir, liebe Michelle!

Sonnenfrau

Rest-Tickets gibt es noch unter: https://docklands-festival.ticket.io/cw4q2ahk/?

Nacht-Helle Reviews der letzten Jahre inklusive Bildergalerien & Videos:

2016: https://nachthellde.wordpress.com/2016/05/31/papierschnipselregen-beim-docklands-festival-2016/

2015: https://nachthellde.wordpress.com/2015/06/14/docklands-tag-und-nacht/

2014: https://nachthellde.wordpress.com/2014/06/01/bunter-mix-beim-docklands-festival/

RAVE ON! – Wiedersehen alter Rave-Gefährten

20 Mrz

IMG_1605Was macht einen typischen Raver der 90er aus? Bunte, spitze Haare, neon Klamotten in Plüsch und wahrscheinlich noch einen Staubsauger auf dem Rücken?! Vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäß. Aber die Sehnsucht ist für alte Rave-Gefährten groß, noch einmal in diese Rolle schlüpfen. Diesen Wunsch hat das Orga-Team rund um Alexander Jäger frühzeitig erkannt und lange geplant, um das RAVE ON! – Indoor Classic Festival in Münster auf die Beine zu stellen.

Bereits seit Monaten veröffentlichten sie alte Videos, Bilder und Biografien der Künstler.

Am Samstag, 18.03.2017 war es dann soweit: Ab 23 Uhr öffneten sich alle Türen des Fusions & Conny Kramers am Hawerkamp, um eine Nacht lang auf fünf Floors zu raven.

Nach der Jägermeister-Begrüßung und Aktion im Fotokasten ging es in die Main.

Dort spielte gerade DJ Da Carlo alte Klassiker, wie „Beachball“ von Nalin & Kane, „Kernkraft 400“ von Zombie Nation oder Fragma mit „Toca´s Miracle“. Lange nicht mehr im Club gehört und optimal um warm zu werden.

Erst langsam füllen sich die Hallen.

Nach einem Abstecher im Technokeller beim Münsteraner-Gefährten MGness, ging es hoch ins Conny Cramer, hier gab es real Housemusik by Hen B.

Das erste große Highlight war natürlich der Auftritt von Marusha. Da der Timetable bereits im Vorfeld veröffentlicht wurde, kamen viele erst nach Mitternacht.

Um Punkt 1 Uhr stand Marusha dann hinter den Turntables. Was soll man sagen? Auch die Rave-Göttin ist erwachsen geworden. Aber auch ohne grüne Augenbrauen, wirkte Ihre Performance mit dem kindlichen Charme und dem Spiel mit den Leuten, wie damals.

Die Main stand Kopf!

Zeit für ein bisschen Abwechslung und real House-Music. Die gab es bei Harry Bee & Werner von Lindenau im Conny Kramer. Auch hier liefen die Vinyls heiß.

Fast alle DJs spielten in dieser Nacht mit Platten und ihre alten Remixe. Da ist sicherlich ein Wunsch von vielen in Erfüllung gegangen.

Insgesamt war das Publikum sehr gemischt. Von alten Ravern in Jeanslatzhose und Longsleeve, bis auf das junge Mädel im knappen Top, war alles dabei.

Bei der RAVE ON! traf man auf alte Weggefährten, die längs in der Versenkung verschwunden waren, wie z.B. Mike Dragon, der bestens im Trancefloor (Fusion Box) aufgehoben war.

Im Fusion gings auf der Tanzfläche  mit „Hands up in the air“ weiter: Der Münsteraner Dune war am Start und führte die Leute in eine musikalische Zeitreise.

Neben seinen eigenen Rave-Klassikern war eines der Höhepunkte „Outside World“ von Sunbeam.

IMG_1628Richtig technoid abgegangen ist es zeitgleich bei Steve Mason: Dreckig, laut und schwitzig, der Tresor lässt grüßen!

Wir trafen auf die liebenswerte Nathalie de Borah, die sich schon mental auf Ihren anstehenden Gig vorbereitete. Mittlerweile ging Dunes Sound in Richtung Gabber.

Kein optimaler Übergang, aber durchaus machbar für Nathalie.

Nachdem die hartgesottenen Fans Dune huldigten, übernahm Mrs. de Borah. Warum nicht einen kurzen Break, um die Leute in eine ganz andere Welt zu entführen?!

Mit Klassikern, wie Emmanuel Top´s „Acid Phase“ oder „The Age of Love“ von Jam & Spoon, dabei wurde noch einmal ganz fest an den 2006 verstorbenen Mark Spoon gedacht.

Was für eine Nacht! Und ja, ab und zu tut es wirklich gut, noch einmal diese Zeitreise in die 90er zu erleben.

Danke dafür!

Nacht | Hell freut sich auf eine Wiederholung. Und verabschiedet sich mit den Worten: RAVE ON!

Sonnenfrau

 Bildergalerie: https://flic.kr/s/aHskSMzc7Q

 Videos:

 Dune: https://youtu.be/xR6gTitY5-c

 Nathalie de Borah: https://youtu.be/lHmWFYnueTc

 

„Grün – im Monopark-Stil“ Interview mit Steven McIntyre zur 12. Abfahrt

22 Sep
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Steve Stix & Oliver Koletzki @ 10. Monopark, Fusion, Münster

Jetzt gerade sind es 10 Tage, 1 Stunde, 54 Minuten und 56 Sekunden bis am Sonntag, 02.10.2016 die 12-Jahres-Monopark-Geburtstagsparty im Fusion und Conny Kramer startet. Ein Datum, auf das sich nicht nur der Münsteraner Veranstalter Steven McIntyre wie Bolle freut. Auch die geladenen Berliner Acts, wie Oliver Koletzki und Format:B fiebern dem Gig am Tag vor der Deutschen Einheit entgegen. Der Stil vor Talent-Macher selbst ist Münster-Fan und wer Oliver bei seinen Sets auf vergangenen Monopark-Events erlebt hat, konnte beobachten, wie wohl er sich hinter den Decks im Fusion fühlt. Nacht | Hell wollte mehr erfahren und hat Steven aka Steve Stix ein paar Fragen zu seiner Electronic Club Culture gestellt, die er, zusammen mit den Residents Lars Nielsen, MGness, Khetama, Kai Lorenzen, Cutmaster Jay und Dennis Perlwitz, lebt.

Hallo Steven, altes Haus. Wir beide kennen uns bereits eine halbe Ewigkeit und mindestens genauso lange, hast du deine Wurzeln in der Münsteraner Clubszene. Kannst du dich noch an den Impuls erinnern, bevor du dein erstes Monopark-Event auf die Beine gestellt hast?

Steven: Hey Michelle, ja. Sicherlich schon zwei Dekaden, oder?

Der ausschlaggebende Impuls war 2004, als die damalige Techno-Institution „Cosmic Club“ beschlossen hat, seinen Betrieb einzustellen. Dies war für meinen Resident Partner Lars Nielsen und mich, welcher bis 2006 Monopark mitveranstaltet hat, der Anlass selbst etwas Regelmäßiges auf die Beine zu stellen. Zu dieser Zeit gab es nur noch den Fusion Club, welcher fast ausschließlich Hard-Techno- & Schranz-Events beheimatete. Wir wollten eine Basis für deeperen, technoiden Stuff schaffen. Die gab es bis auf die letzten Cosmic Club Dates, eher selten.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Monopark“?

Steven: Das ist ein Geheimnis! Er ist einfach passend und zeitlos.

Was ist das Besondere an der Feierszene in Münster?

Steven: Münster hat mit seiner Riesenanzahl an Clubs schon fast eine Platzhirsch-Stellung im nördlichsten Westfalenland, wenn ich das so sagen kann. Wir haben neben den bekannten Clubs am Hawerkamp, wie dem Fusion Club (1994-1996 Cosmic Club), welcher just seinen 19. Geburtstag hatte, dem Favela, welches mittlerweile auch 13 Jahre auf den Buckel hat, Jüngling Conny Kramer, sowie noch das 24 Jahre alte Triptychon, in dem in unregelmäßigen Abständen was geht, sowie die legendären Schaltkreis-Events beheimatet hat.

Dann gibt es noch den Stur, den wohl – im wahrsten Sinne – undergroundigsten Club in unserer Region, sowie die Charlotte im ehemaligen Depot. Das sind mal eben fünf Clubs welche jedes Wochenende, teils Freitag und Samstag, ausschließlich elektronisches Programm mit internationalem Booking fahren. Dann kommen noch ein paar Off-Locations, sowie andere Clubs hinzu, welche vereinzelt was machen.

Für eine Studentenstadt schon eine ganze Menge, wenn man beachtet, dass wir grade mal 310.000 Einwohner mit 55.000 Studenten und somit eine höhere Clubdichte wie Hamburg oder Frankfurt haben, ist das schon bemerkenswert!

Hinzu kommt, dass wir mit dem heutigen Fusion Club, neben dem Tresor Berlin, Airport Würzburg und noch ein, zwei Clubs, einen der ältesten noch in Betrieb stehenden Clubs in Deutschland haben.

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Steve Stix

Kannst du dir vorstellen, woanders zu leben?

Steven: Ja und Nein. Ich war in den letzten Monaten ziemlich hin & hergerissen ob ich Münster verlasse und nach Berlin gehe. Letztlich stand alles auf Go, ich musste eh umziehen, aber mein Herz wollte nicht. Hinzu kommt, dass es sicherlich dauerhaft anstrengend geworden wäre in Münster alles am Laufen zu halten. Ich habe zwar ein tolles Team, welches mich unterstützt, aber dauerhaft bin ich doch lieber selbst zu 100% im Monkeybizz aktiv.

Mittlerweile gibt es ja das ganze Jahr über feste Daten deiner Veranstaltungen, wie „We Are Robots“ = Tanz in den Mai, die Monopark-Geburtstagsfeier und eine weitere, zu deinem Geburtstag im November. Aber auch bei anderen Events, wie DOCKLANDS, hast du deine Finger im Spiel?!

Steven: Ich bin letztes Jahr mit Monopark vom monatlichen Turnus, auf ca. sechs bis acht Wochen gegangen. „We Are Robots“ gibt es seit 2015 immer zum Tanz in den Mai, sowie am letzten Samstag im August. Seit Juni 2015 gibt es wieder eine regelmäßige Reihe, welche ich jeden dritten Samstag im Club Favela veranstalte. „Von Freunden für Freunde“. Hier ist der Name Programm und wir sind eigentlich immer die gleiche Crew hinter dem Pult.

Beim DOCKLANDS- Festival bin ich immer mit einem eigenen „Monopark“-Floor mit meinen Residents sowie zwei bis drei Gast-Acts dabei. Hier koordiniere ich lediglich das Programm für den Floor zusammen mit Thomas Pieper vom Dockland.

Ansonsten gibt es ja kaum ein Wochenende, an dem du selbst nicht als DJ aktiv bist. Wo kann man Steve Stix regelmäßig hören?

Steven: Meistens natürlich in Münster. Ich komme aber auch schon etwas rum und freue mich immer wieder über Auswärtsgigs. Leider ist es im Vergleich zu vor zehn Jahren etwas schwieriger geworden, da man heutzutage eine eigene Visitenkarte in Form von Veröffentlichungen braucht, um viel auswärts gebucht zu werden. Hierzu fehlt mir nach wie vor die Zeit fürs Studio und vielleicht ist auch mein Anspruch zu groß, um einfach „mal eben“ was rauszuhauen. Die Zeiten, in denen man für sein handwerkliches Geschick und die dazu passende Musikauswahl gebucht wird, sind leider sehr selten geworden.

Wie ist dein persönlicher Musikgeschmack? War es früher eher die härtere Spur, die du gespielt hast? Bezeichnest du es jetzt selbst als melodiöser? Bei Oliver Koletzki ist es ja momentan vom Sound eher umgekehrt?!

Steven: Nun ja, im Vergleich zu früher bin ich schon ruhiger und melodiöser geworden. Aber letztlich spiele ich das, was ich mag und passt. Ich werde häufig gefragt, wie ich mich auf einen Abend vorbereite, was meine Trackauswahl betrifft. Eher gar nicht. Ich bin da sehr flexibel und in der glücklichen Position auf ein großes, ausgereiftes Repertoire zurückgreifen zu können. Bevor ich starte mache ich mir schon Gedanken was ich spiele, aber das betrifft eher die erste halbe Stunde. Der Rest folgt dann eher aus dem Bauch heraus. Oftmals bekomme ich zu hören, dass ich keine klare Linie habe, aber das ist mir egal! Sets, die sich über Stunden wie ein roter Faden durch die Nacht ziehen, sind eher langweilig. Da fehlt meist der Spannungsbogen, die Reise, der „Wow“ Effekt… Ich bin DJ und ich muss schon flexibel sein. Ich bin dafür verantwortlich, den Gästen einen guten Abend zu bescheren und um sie möglichst auf eine gute Reise zu schicken.

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Oliver Koletzki

Etwas anders ist es bei Oliver Koletzki. Seine ersten Gigs bei uns waren auch eher technoider. Dann kamen die „Lovestoned“ –Deep-House-Sets. Die waren nicht jedermanns Geschmack, aber ich fand es guten Elektro-Pop. Allemal erfolgreich und letztlich ist Oliver damit nochmal über sich hinausgewachsen. Ich meine, wenn du als DJ & Produzent poppige Platten machst, erwarten deine Fans auch solche DJ-Sets. Ganz klar! Wenn du dann aber noch die Keule auspackst und den meisten neuen Leuten zeigst, dass es noch was anderes Gutes an Musik gibt. Et Voila! Da ist die musikalische Erziehung. Chapeau!

Faszinierend an Oliver finde ich, dass er immer wieder eine Überraschung parat hat und einfach seinen Job als DJ macht. Ob technoid oder housig. So lange die Crowd (am liebsten massiv) in Bewegung ist, wird alles richtiggemacht.

Wie ist das Booking zu deiner 12-Jahres-Party entstanden?

Steven: Das war mit Abstand das schnellste und einfachste Geburtstagsbooking ever! Ich wollte einfach Oliver Koletzki und Format:B dabeihaben. Keine Experimente. Einfach zwei Acts, welche sehr gut funktionieren und bei dem unsere Gäste im Vorfeld wissen, was sie erwartet. Nämlich Abfahrt!

Auf was können die Besucher ansonsten noch gespannt sein?

Steven: Ich habe mit meinen kreativen Buddies ein Licht- & Deko-Konzept ausgearbeitet, welches dieses Mal viel mit Videoanimationen und Laser auskommt. Wir arbeiten mit Poolgroup aus Emsdetten zusammen, welche u.a. auch die Time Warp ausstattet. Dann kommen noch Visuals von Linas von der Schaltkreis-Crew. Dazu gibt’s noch eine anschließende Afterhour im Conny Kramer, sowie diverse Specials, welche aber erst am Abend bekanntgegeben werden. Ich kann aber sagen: Es wird grün!

Für alle Stil vor Talent Freunde: Ist Oliver Koletzki mindestens einmal im Jahr Pflicht?

Steven: Mindestens!

Wird es im Nachhinein auch wieder ein traditionelles Mixtape geben?

Steven: Nun ja, wir haben bis zur 10. Jahresfeier immer DVD-Box-Sets mit Mixen von allen Residents als klein Auflage an die ersten 250 Gäste verschenkt. Die gibt es aber seit letztem Jahr nur noch in digitaler Form, da zum einen die Kosten zu hoch sind, sowie wir auch auf Nachhaltigkeit setzen wollten, was die Distribution angeht. Dieses Jahr haben wir sogar das Ganze schon vorab veröffentlicht. Als Warm-Up Set sozusagen.

Wenn Geld keine Rolle spielen würde, welche Acts würden den Flyer der größten Monopark aller Zeiten schmücken?

Steven: Laurent Garnier, Maceo Plex, Luciano, Loco Dice und natürlich Oliver Koletzki!

Wir drücken dir die Daumen und schließen uns der Vorfreude auf die nächste Monopark massiv an!

Sonnenfrau

Weitere Infos zur 12. Monopark: https://www.facebook.com/events/590428404440069/

Papierschnipselregen beim DOCKLANDS Festival 2016

31 Mai

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Papierschnipsel und Luftschlangen regnen am Samstag, 28.05.2016 vom Himmel. Bis auf zwei  Schauer bleibt es in Münster trocken. Kein stundenlanger Guss wie angekündigt. Das hat sich das DOCKLANDS verdient. Nach monatelanger Vorbereitungszeit meldet das Day & Night-Festival kurz vorher wieder „ausverkauft“. Die Leute vertrauen auf das angekündigte Line-Up.

Ab 11.30 Uhr startet der Einlass für maximal 12.000 Besucher. Wie im letzten Jahr erprobt eröffnen IN.DEED die Mainstage. Bereits um 13 Uhr steht das Berliner Duo Niconé & Sascha Braemer im Sonnenschein auf der Bühne, gefolgt vom Natur- & Tierfreund Dominik Eulberg.

Das dritte DOCKLANDS trumpft mit 90 Künstlern, 15 Club-Floors und einer zweiten Open Air Bühne auf.

IMG_8858Am anderen Ende des Geländes begrüßt Smirnoff im Sound Collective Camp die Münsteraner Cutmaster Jay & Khetama, ZOKA und Philipp Frey. Früher oder später stolpern alle am roten Musiktruck vorbei, liegt er doch direkt neben den Dixies. Mobilee-Chefin Anja Schneider bringt Newcomer Kevin Over mit. Aka Aka feat. Thalstroem rocken erst live die Mainstage und wechseln dann für ein DJ Set in Richtung Vodka.

Insgesamt kann 24 Stunden und mehr gefeiert werden. Da ist ab und zu Power-Chillen angesagt oder eine kalte Dusche mit dem Wasserschlauch in der ersten Reihe.

Ich bin überrascht von KiNK, den ich zum ersten Mal live höre. Wie es so oft ist, wenn man sich auf etwas einlässt, ganz ohne Erwartungen.

Der Mann mit der Maske Claptone, oder besser gesagt der „CRO der elektronischen Musik“ läutet die Abendstunden ein.

Einige Künstler, die tagsüber spielen, wie Moonbootica und Monika Kruse, bleiben in Münster, um die Nacht zum Tag zu machen.

Nach den letzten Claps kommt der Einzige mit einer Playtime von zwei Stunden: Headliner Solomun verströmt ab 20 Uhr Ibiza-Feeling mit Klassikern, wie „Bring it back“ von Moloko im Mix mit Donna Summer´s „I feel love“. Kein Wunder, dass der Diynamic-Mann eine eigene Dependance im Pacha hat.

Alles hat ein Ende, nur das DOCKLANDS hat mehr und noch die ganze Nacht vor sich.

IMG_8915Wer die Wahl hat, hat die Qual. Für uns geht es gezielt ins Fusion zum Monoparker Steve Stix und Sascha Braemer, der hier bereits einen Stammplatz hat.

Gerne hätten wir Mäuschen gespielt bei George Morel am Coconut Beach, Oliver Schories im Heaven und bei Acid Wars in der Sputnik Halle. Die Feiermeute verteilt sich auf die Clubs am Hafen und dem Hawerkamp. Neu hinzugekommen ist das AMP, u.a. mit A.N.A.L.

Lange Schlangen bilden sich, viele wollen „bei der Moni“ sein, wenn das Fusion dank Frau Kruse, zur Techno-Höhle mutiert.

Nacht | Hell macht noch nen Schlenker zu Dirty Doering – lost in music im Conny Kramer. Hier ist es so heiß, dass es von der Decke tropft. Und plötzlich ist er da -> der DOCKLANDS-Regen.

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/albums/72157666490324864

Videos:

Solomun (Day): https://youtu.be/vsz-5xnJ2Is

Sascha Braemer (Night): https://youtu.be/1Q7srFr1kA0

DOCKLANDS – Tag und Nacht

14 Jun

„Sweet dreams are made of this, who am I to disagree, I travel the world and the seven seas, everybody’s looking for something…“ Boys Noize letzter Mix und die bekannten Textzeilen von Eurythmics klingen noch in unseren Ohren, gefolgt vom tosenden Beifall. Der Tag der DOCKLANDS neigt sich pünktlich um 22 Uhr dem Ende zu. Das war eine krasse Zusammenstellung, die der gute alte Kid Alex dargeboten hat, abgefeuert mit bunten Glitzerschnipseln. Was am Samstag, 13.06.2015 auf der Open Air Arena am Hawerkampgelände bereits geschah:

Nach heftigen Regenschauern am Morgen eröffneten um 13 Uhr die Kitballer IN.DEED das Day & Night Festival, gefolgt von Oliver Koletzki. Der Stil vor Talent-Macher gehört zu den gern gesehenen Gästen in Münster und spielt hier mehr als regelmäßig.

Zu den Klängen von ANDHIM groovte sich die Sonne endgültig ein und blieb, bis zum späten Abend. Tausende Jungs & Mädels hatten sich vor der riesigen Bühne versammelt, um den (Uni-) Alltag zu vergessen und so richtig aus sich rauszugehen. Auf überdimensionalen Bannern tummelten sich die DOCKLANDS-Figürchen. Wer genau hinschaute fand sich selbst auch wieder.

Alle, die spontan und spät auf das Gelände wollten, hatten Pech. Bereits am Freitag verkündete der Veranstalter „Sold Out“. Glück für diejenigen, die brav ein ausgedrucktes Ticket und Geduld beim Einlass vorweisen konnten. Dann hieß es für 20 Stunden: Love, Peace, Harmony & Music.

Am frühen Abend wurden die Leute erst vom Berliner Dixon musikalisch belohnt, gefolgt von einem Live-Set von Âme, auch kein unbeschriebenes Blatt in Münster.

Die Nacht der DOCKLANDS ging auf zwölf Floors mit insgseamt 70 Künstlern weiter. Ob Deep-/ House, Elektro, Techno, Acid… man musste nur noch auswählen. Das taten wir auch und entschieden uns gegen Clubhopping und für gezielte Clubbesuche, entspannt, aber zielstrebig.

Vorbei an Damen in Roben und Anzugsträgern, die gerade ihren Abiball in der Halle Münsterland feierten, war unsere erste Station das traditionelle Jovel. Wie passend, spielten hier zwei Münsteraner Urgesteine den Beginn: Cutmaster Jay & Khetama.

Wie in Trance folgten wir dann der langen Straße zum Hawerkamp, schon immer hatte das Fusion eine starke Anziehungskraft auf mich. Warum sollte ich mich dieser heute widersetzen?!

Monoparker Steve Stix hatte dort die Zügel in der Hand und freute sich selbst, wie ein kleines Kind, auf „seine“ Artists: Eine Prise What I Play, angehaucht mit Stil vor Talent. Oder besser gesagt: Sascha Braemer, gefolgt von Oliver Koletzki und Niko Schwind.

Heiß war es, als Sascha Bramer Caje -seinen gemeinsamen Hit mit Niconé- abfeuerte. Ein beliebter Klassiker und für Sascha selbst wohl immer noch etwas, was ihm viel gibt. Diese Nacht sollte nicht dazu dienen, sein neues Album „No Home“ zu promoten, sondern für das Publikum und den Moment da zu sein. Mit Handschlag übergab der eine an den anderen Berliner: Oliver Koletzki.

Oliver wirkte, als ob er sich eine eigene Fusion-Maske aufgesetzt hatte: Er spielte für seine Verhältnisse außergewöhnlich hart und zackig. Eine ganz neue Seite von Herrn Koletzki, die auch zu ihm passte und mir sehr gefiel. Stil vor Talent auf neuen Wegen?!

Niko Schwind machte geschwind weiter, der kraftvolle Sound wurde durch die Funktion One-Anlage noch weiter unterstützt. Mittlerweile waren die Temperaturen tropisch.

Zeit für eine kurze Abkühlung auf dem Weg zum Zwerghain ins Conny Kramer. Auch hier kochte der Saal mit dreckigen Klängen. Seit 2.30 Uhr stand Dirty Doering hinter den Reglern und das DJ-Pult entpuppte sich zum Stell-dich-ein & Treffpunkt der DJs, die bereits gespielt hatten und noch ein wenig abfeiern wollten, wie z.B. Moonbootica.

Obwohl es für Oliver Koletzki bereits am nächsten Morgen zum Stil vor Talent-Festival nach Hamburg ging und Sascha Braemer auf einem Open-Air in Bonn angekündigt war, ließen sie es sich nicht nehmen, mitzufeiern. Da sind wir doch alle gleich: Geht es nicht darum, den Moment im Hier und Jetzt zu genießen. Unabhängig davon, was morgen ist?!

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157652228700213

 

 

 

 

 

20 Jahre Dockland – It´s all about House Music

2 Mrz

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWenn sich Bad Boy Bill mal wieder in good old Germany blicken lässt, muss schon etwas Großes anstehen. Was passt da besser, als 20 Jahre Dockland in Münster zu feiern. Am Samstag, 28.02.2015, war es dann soweit: Für 10 Euro Eintritt im Vorverkauf gab es zwei Jahrzehnte Wahnsinn mit 13 DJs im Fusion und Conny Kramer.

Aufgewärmt von lockeren House-Sounds von den CREATIVE PRIMATES, besser bekannt als die Dockland-Legenden Cutmaster Jay & Khetama, fieberten alle dem Auftritt von Bad Boy Bill entgegen.

Lange hatten wir Songs wie „Forever More“ von Moloko und „At Night“ von Shakedown nicht im Club gehört, doch in dieser Nacht war das Motto: „It´s all about House Music“.

Als die Legende aus Chicago sein Old-School-Feuerwerk mit den berühmten Lyrics abfeuerte, wusste jeder, wohin die Reise führt: „In the beginning, there was Jack, and Jack had a groove, and from this groove came the groove of all grooves, and while one day viciously throwing down on his box, Jack boldy declared, let there be house and house music was born.“

Das Münsteraner Publikum – von Leuten mit Skateboard auf der Tanzfläche bis hin zu Ladies, die mal wieder so richtig abfeiern wollten – liebten die Message. Veranstalter Thomas Pieper kam in dieser Nacht standesgemäß im Smoking.

Nebenan in der Fusion Box wurde im intimeren Rahmen zu dem Sound von Luna Tom und Jon Asher getanzt. Da für mich das Fusion mit Techno verknüpft ist, musste ich mich erst einmal darauf einlassen, um mich gedanklich ein paar Jahre zurück ins Dockland zu beamen. Die beiden Ps (Philipp & Patrick) von M.A.N.D.Y. waren dann die Glücklichen hinter den Decks in der Main-Area. Für den krönenden Abschluss war mal wieder Monoparker Steve Stix vorgesehen.

Für uns ging es dann nach nebenan ins gemütliche Conny Kramer. Ein Club, der sogar seiner Toilette liebevolle Namen wie „Herr und Frau Kramer“ gibt, kann nur sympathisch sein. IN.DEED alias P.A.C.O. & Nils Liebich (Kittball) hatten bereits live gespielt. Nun gab es den Dirty-Berlin-Sound von Katermukke-Mann Dirty Doering. Hier konnte man sich locker von dem unkomplizierten Sound treiben lassen.

Danach kam für uns die Überraschung dieser Nacht: Junge Junge. Die beiden Jungs kennt man seit vielen Jahren aus der Musik- und Gastroszene in NRW. Sie knüpften an Dirty Doering an und lieferten einen ebenso entspannten, wie treibenden Mix. Ihren Gig beendeten sie mit „Beautiful Girl“, ihrem neuen Release (Get Physical; Universal).

Der Name Dockland wird weiterhin gelebt: Schon im Sommer, am 13.06.2015, steht die nächste DOCKLANDS auf dem Hawerkampgelände an.

Tja, Legenden leben halt länger!

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157650705945319/

Videos:

Bad Boy Bill: http://youtu.be/OfPSLw9Nd-s

Junge Junge: http://youtu.be/wYImAwxiasQ