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Lausbuben Liebe am Alfsee / Junge Junge im Dr. Vogel

8 Mai

IMG_2235Mit viel Liebe zum Detail ist das Lausbuben Open Air am Samstag, 06. Mai 2017 über die Bühne gegangen. Wenn man es genau nimmt, nicht am großen Alfsee, sondern am Badestrand, den Dubbelausee in Rieste. Direkt neben der Wasserskianlage. Bei den Lausbuben ist alles ein wenig anders. Darauf legt Veranstalter Daniel Bruns wert. Hier zählen andere Werte. Und auf Chaoten verzichtet der Lausbuben-Chef gerne. Die Feierszene rund um Osnabrück weiß genau dieses Anderssein zu schätzen und fieberte dem Start in die Festivalsaison entgegen. Viele sind Wiederholungstäter und bereits das dritte Jahr in Folge mit dabei. Auch der Wettergott entpuppte sich als Lausbube und brauchte im Vorfeld nicht bestochen werden. 18 Grad und trocken, stabile Aussicht.

In erneuter Zusammenarbeit mit der Plus2event GmbH wurde auf dem Areal wieder alles hergerichtet, damit alle sich wohlfühlen: Riesige Bühne mit gewaltigem Soundsystem, breites Getränke- und Snackangebot, ausreichend Dixies und der Jägermeister-Aussichtsturm.

Traditionen soll man nicht brechen und somit war Frank Kruse wieder der Warm-Up-DJ der Stunde null. Raus aus dem Bus und rauf auf die Tanzfläche. Langsam aber sicher füllte sich der Bereich vor der Bühne.

Alec Troniq aus Dresden spielte eine Stunde live, bevor es später schon wieder ins Ritter Butzke nach Berlin ging.

Für ein DJ-Set waren die Zeiten allerdings knapp bemessen. Da konnte man nur direkt einen raushauen. Und wenn jemand das kann, dann die Jungs aus Berlin.IMG_2307

Zum einen Jakob von Format: B und zum anderen die Jungs von Aka Aka samt Thaelstroem.

Somit gab es kein langes Rumgeplänkel, sondern es wurde direkt geackert. Holger von AkaAka konnte dann auch nichts mehr hinter dem DJ-Pult halten. Er stürmte nach vorne und eskalierte mit dem Publikum.

Dann freuten wir uns, ein Urgestein der elektronischen Musikszene aus NRW nach langer Zeit mal wiederzusehen: Tapesh. Und einen Unterschied zu früher konnten wir auch nicht feststellen. Er rockte wie eh und je.

Spätnachmittags fand dann auch endlich die Sonne den Weg durch die Wolken. Wie kann es auch anders sein, wenn gleich zwei Franzosen nacheinander auftreten: Joachim Pastor und N´to von Hungry Music aus Paris.

IMG_2291Die Zeit verging wie im Flug. Es gab ausreichend Möglichkeiten, zwischendurch direkt am Wasser oder auf der großen Wiese zu chillen und das Spektakel zu beobachten.

Nachdem es etwas smoother geworden war, drehten Panik Pop ab 20 Uhr nochmal richtig auf. Wer regelmäßig bei den Lausbuben aufm Floor ist, dürften die Leipziger Jungs mehr als bekannt sein.

Langsam näherte sich das Open Air dem Ende, aber nicht ohne Daniel „Dansir“ Bruns. Schließlich hat man als Veranstalter doch eine Fürsorgepflicht und der ging er pflichtgemäß nach.

Standesgemäß versammelten sich alle, die noch auf den Beinen stehen konnten, vor, auf und neben der Bühne zum Abschlusstanz.

Dansir packte allen noch etwas gute Laune, Schokolade und Wein für die Rückfahrt ein, mit seinem Abschlusstrack „Wine and Chocolates“  von Theophilus London.

Um Punkt 22 Uhr wurde es auf einmal ganz ruhig am Alfsee.

Aber…

IMG_2202Junge, Junge, für uns ging ja noch weiter. Zwar gab es keine offizielle Afterparty, aber die Plakate der SoundBoutiqueler im Ausgangsbereich lockten in den Dr. Vogel.

Dort öffneten die Türen in dieser Nacht zwar etwas später, aber früh genug für alle, die nach Osnabrück heimkehrten.

Heute stand hoher Besuch aus dem Rheinland an. Junge Junge (Get Physical), die vor einiger Zeit mit „Beautiful Girl“ ihren Hit landeten und jetzt mit „Run Run Run“, auch auf Universal Music und wieder mit Kyle Pearce, nachlegen. Soviel Harmonie in den Tracks musste ja auch belohnt werden!

IMG_2340Nach dem Münsteraner Luna Tom legten die Beiden direkt los. Wenn man die Jungs so beobachtet, wird da in nächster Zeit sicher noch einiges kommen. Rochus und Michael fühlten sich sichtlich wohl im Vogel und feierten hinterher noch weiter mit der Crowd und Ryan hinter den Decks.

Veranstalter Ryan Stephens hatten wir hier lange schon nicht mehr spielen gehört. Das wurde mal wieder Zeit!

Sonnenfrau

Bildergalerie:

By Nacht | Hell: https://flic.kr/s/aHskVdz5R7

By Frank Schürmann: https://flic.kr/s/aHskW9V2Pv

Videos:

Dansir: https://youtu.be/Qb2IrnEc2cU

Dansir, Finale: https://youtu.be/Tgt6UXNIKQQ

 

 

 

Ich bin dann mal OFFLINE… Die neue Art des Feierns!

27 Dez

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Die Nacht des ersten Weihnachtstages habe ich OFFLINE verbracht, auf eine neue Art. Tom Stil & Ryan Stephens hatten am 25.12.2015 in der OsnabrückHalle ein neues Festival ins Leben gerufen (Nacht |Hell berichtete, siehe Interview). Ganz stilecht könnte ich jetzt behaupten, wer nicht da war und es selbst erlebt hat, hat Pech gehabt. Dann wäre der Review hier zu Ende. Ich lasse mir es aber nicht nehmen, ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern:

Die OsnabrückHalle hat sich gemacht, modern und zeitgemäß im Design. Bei mir war es ja auch schon ein paar Tage her, dass ich die Stadthalle von innen gesehen habe, 1998 beim Abschlussball der Tanzschule Hull.

Mit einer Bacardi-Cola als Begrüßungsdrink ging es die Treppen hoch in die große Halle. Hier spielte Luna Tom das Warm-Up, gefolgt von dem Musiker-Duo Stil & Bense, mit riesigen Projektionen im Hintergrund. Im Foyer wurden Merchandiseartikel angeboten, dort traf ich auf einen leicht angespannten Ryan, als Veranstalter eines Erstevents dieser Größenordnung verständlich.IMG_7181

Auf der zweiten Stage kam mit Louis Dinkgrefe hinter den Decks Dr. Vogel-Stimmung auf. Dansir stand auch endlich mal wieder an den Reglern. Eingezäunt von glitzernden Primeln vor dem DJ-Pult.

Insgesamt verlief sich die Masse aufgrund der doch recht großen Fläche. Nach und nach trudelten die Gäste nach dem Verzehr ihrer Weihnachtsgans ein.

Zur Primetime machten die Jungs von andhim ihre Faxen auf der großen Bühne und das ganze drei Stunden lang. Viele Leute hielten sich an das Motto und das Smartphone wurde auch mal in der Tasche gelassen, um die Musik im Hier & Jetzt zu erleben. Mission geglückt!

Das Geburtstagskind Sascha Braemer feierte vor seinem Set mit seiner Crew und freute sich über eine eigens designte Torte. Er nahm sich viel Zeit für den Meet & Greet-Gewinner, der das Treffen auf ebay zu Gunsten der Kinderkrebshilfe ersteigert  hatte.

Mittlerweile spielte Dirty Doering auf dem kleineren Floor. Es herrschte eine ausgelassene Clubstimmung und man vergaß, dass man sich in der sonst eher cleanen Stadthalle befand. Hier war auch der Treff der Berliner. IMG_7202Als Sascha Braemer den Katermukke-Mann in Aktion sah, entschied er sich spontan, sein Set hierhin zu verlegen.

Die letzten Stunden waren hier also in den Händen von What I Play, während nebenan auf der großen Bühne die Osnabrücker-Homies Tom Stil b2b Christopher Noble und Ryan Stephens mit den Leuten feierten.

Man munkelt, dass die Afterhour im Dr. Vogel stattgefunden hat, ganz OFFLINE versteht sich.

Sonnenfrau

Interview OFFLINE: https://nachthellde.wordpress.com/2015/12/18/lasst-uns-offline-feiern-tom-stil-und-ryan-stephens-ueber-ihr-neues-festivalformat/

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/albums/72157662868644015

 

20 Jahre Dockland – It´s all about House Music

2 Mrz

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWenn sich Bad Boy Bill mal wieder in good old Germany blicken lässt, muss schon etwas Großes anstehen. Was passt da besser, als 20 Jahre Dockland in Münster zu feiern. Am Samstag, 28.02.2015, war es dann soweit: Für 10 Euro Eintritt im Vorverkauf gab es zwei Jahrzehnte Wahnsinn mit 13 DJs im Fusion und Conny Kramer.

Aufgewärmt von lockeren House-Sounds von den CREATIVE PRIMATES, besser bekannt als die Dockland-Legenden Cutmaster Jay & Khetama, fieberten alle dem Auftritt von Bad Boy Bill entgegen.

Lange hatten wir Songs wie „Forever More“ von Moloko und „At Night“ von Shakedown nicht im Club gehört, doch in dieser Nacht war das Motto: „It´s all about House Music“.

Als die Legende aus Chicago sein Old-School-Feuerwerk mit den berühmten Lyrics abfeuerte, wusste jeder, wohin die Reise führt: „In the beginning, there was Jack, and Jack had a groove, and from this groove came the groove of all grooves, and while one day viciously throwing down on his box, Jack boldy declared, let there be house and house music was born.“

Das Münsteraner Publikum – von Leuten mit Skateboard auf der Tanzfläche bis hin zu Ladies, die mal wieder so richtig abfeiern wollten – liebten die Message. Veranstalter Thomas Pieper kam in dieser Nacht standesgemäß im Smoking.

Nebenan in der Fusion Box wurde im intimeren Rahmen zu dem Sound von Luna Tom und Jon Asher getanzt. Da für mich das Fusion mit Techno verknüpft ist, musste ich mich erst einmal darauf einlassen, um mich gedanklich ein paar Jahre zurück ins Dockland zu beamen. Die beiden Ps (Philipp & Patrick) von M.A.N.D.Y. waren dann die Glücklichen hinter den Decks in der Main-Area. Für den krönenden Abschluss war mal wieder Monoparker Steve Stix vorgesehen.

Für uns ging es dann nach nebenan ins gemütliche Conny Kramer. Ein Club, der sogar seiner Toilette liebevolle Namen wie „Herr und Frau Kramer“ gibt, kann nur sympathisch sein. IN.DEED alias P.A.C.O. & Nils Liebich (Kittball) hatten bereits live gespielt. Nun gab es den Dirty-Berlin-Sound von Katermukke-Mann Dirty Doering. Hier konnte man sich locker von dem unkomplizierten Sound treiben lassen.

Danach kam für uns die Überraschung dieser Nacht: Junge Junge. Die beiden Jungs kennt man seit vielen Jahren aus der Musik- und Gastroszene in NRW. Sie knüpften an Dirty Doering an und lieferten einen ebenso entspannten, wie treibenden Mix. Ihren Gig beendeten sie mit „Beautiful Girl“, ihrem neuen Release (Get Physical; Universal).

Der Name Dockland wird weiterhin gelebt: Schon im Sommer, am 13.06.2015, steht die nächste DOCKLANDS auf dem Hawerkampgelände an.

Tja, Legenden leben halt länger!

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157650705945319/

Videos:

Bad Boy Bill: http://youtu.be/OfPSLw9Nd-s

Junge Junge: http://youtu.be/wYImAwxiasQ

Strahlendes Re-Opening im Lachenden Hans

20 Jul

OLYMPUS DIGITAL CAMERASeifenblasen und eine Wasserspritzflasche – das war unsere Grundausstattung für das Re-Opening des Open-Air-Clubs Lachender Hans, am Samstag, 19.07.204, in Osnabrück. Für die Veranstalter Lausbuben Komplizen zählt Lächeln und Spaß an der Musik. Alle anderen können zu Hause bleiben.

Viele Wochen war das Wetter zu schlecht und die Vorbereitungszeit zu kurz, den „Hans“ wieder ins Leben zurückzuholen, aber dieser Sonnabend hatte es in sich. Bereits um 12 Uhr öffneten sich die Pforten an der Neulandstraße. Das Thermometer knackte bereits jetzt die 30 Grad Marke. Louis Dinkgrefe, das Küken aus dem Dr. Vogel-Clan, machte den Opener in der liebevoll gestalteten DJ-Kanzel.

Die Liebe zum Detail spiegelte sich auf der gesamten Veranstaltungsfläche wieder – Lausbubenstyle halt. Frische Blumen rankten in Kästen, bunte Schirme & Lampions strahlten am Zaun, spaßige Schilder, wie „Ich weiß, wo dein Hans wohnt“ und sogar ein Eisbärkopf verirrte sich in der Hitze.

Innerhalb kürzester Zeit hat das Team in extremster Schweißarbeit aus dem Nichts Sand aufgeschüttet, das DJ-Pult aufgebaut, die Theke platziert, Sitzgelegenheiten geschaffen und die Deko gezaubert.

Um 14 Uhr übernahm Lausbube Frank Kruse im suptropischen Klima die Regie. Zu diesem Zeitpunkt trudelten die Leute nach und nach ein, um erstmal im Schatten zu relaxen und den Klängen zu lauschen. Danach folgte Murat Acar aus Bielefeld. Bei „Keep Control“ stürmten die Ersten barfuß auf die Tanzfläche im Sand.

„Trinken hilft“ – dieser Meinung war auch Lemonaid, die mit einem Promoteam vor Ort waren. Ansonsten wurde für die heißen Leiber  kostenlos Wassereis verteilt und Fächer für fünf Euro angeboten, die für einen kleinen Luftzug auf den nassen Körpern sorgten.

Pünktlich zu Beginn von Headliner Miyagi aus Hamburg fanden auch die letzten Freibadbesucher den Weg in den Club. Miyagi, der schon im Kuckuck, Dr. Vogel und letztes Jahr im Lachenden Hans spielte, ging locker auf die Leute ein und performte ein entspanntes Set.

Wer sich trotz Grillglut körperlich betätigen wollte, aber eine Pause vom Tanzen brauchte, schwang sich auf das Stand-Fahrrad.

Mit dem Lachenden Hans-Track vom letzten Jahr „Sun“ (Ricd Remix) – TDCC eröffnete Obervogel Dansir seinen Gig im Seifenblasen-, Glitter- und Konfettiregen. Die nächsten Stunden ging Daniel voll in der Musik auf und das Publikum auch.

Mittlerweile war es dunkel und im nebenliegenden Club, dem ehemaligen Kuckuck, jetzt Works, startete eine Black-Music-Party. Wer zur Toilette ging, erlebte zwei völlig konträre Welten.

Den Abschluss eines langen Tages machte der immer wiederkehrende Luna Tom aus Münster.

Sonnenfrau

Ab jetzt, für die nächsten zwei Monate, öffnet der Lachende Hans bei gutem Wetter. Aktuelle Infos auf der facebook-Seite: https://www.facebook.com/hansderlachende

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157645790601351/

Videos:

Miyagi: http://youtu.be/BU9Fe19D778

Dansir spielt „Sun“ (Ricd Remix) – TDCC: http://youtu.be/MasCqejTlW4

Dansir: http://youtu.be/e00EnSM4Png

 

Der kleine Daft Punk Bruder im N8

13 Mai

OLYMPUS DIGITAL CAMERAAbstreiten lässt es sich sicherlich nicht, dass man an diesem Pfingstsonntag, 11.05., das traumhaft schöne Wetter genießen sollte. Doch spätestens wenn die Sonne untergegangen ist, das Grillwürstchen verdrückt oder die letzte Maibowle auf der Maiwoche getrunken wurde, sollte man sich als Osnabrücker-Szenekenner hinaus in die Nacht wagen. Genauer gesagt ins N8 in die Neulandstraße, denn House In The Sky trumpfte mal wieder auf.

So ließ Veranstalter Ino gleich zwei DJs einfliegen: Extra aus Paris kam Play Paul, der kleine Bruder der einen Daft Punk-Hälfte. Für den Tech-House Floor wurde der Münchener Markus Metha verpflichtet. Play Paul der in der Vergangenheit mit seinen Produktionen für Gigolo, Kitsune etc. von sich reden ließ, zeigte sich in dieser Nacht als Rockstar mit langen Haaren und Whiskey in der Hand.

Im Mainfloor wärmten bereits die Klangpiloten aka Luna Tom und Starcy die Gäste, die langsam aus den Biergarten die Tanzfläche stürmten, musikalisch vor. Punkt zwei trat dann der Franzose hinter die Turntables und präsentierte ein energiegeladenes DJ-Set mit reichlich Elektro. Das war erst ganz ungewohnt, da man Play Paul eher mit Mikro in der Hand seine Songs wie „La La Land“ live performen kennt.

Gleichzeitig startete nebenan Markus Metha und schaffte es auch, die letzten Gartenfreunde rein in den Tech-Floor zu holen. Er steigerte seinen Sound und brachte eine gewisse Spannung rein, die er bis zum Schluss aufrechterhielt. Die letzte Schicht war den Residents und der Osnabrücker Posse überlassen.

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)