Tag Archives: Louis Dinkgrefe

Musik und Frieden im Wald – der Lachende Hans auf Reisen

29 Aug

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeimatverbundenheit – ein Gefühl, das sich ausprägt, wenn man nicht mehr am Geburtsort lebt. So auch beim Lachenden Hans, eine ganz besondere Open Air Location, die zwei Sommermärchen lang an der Neulandstraße zauberte und seit letztem Jahr auf Reisen ist. Für den Hans ging es raus aus der Stadt -> rein in den Wald. Und ist im Waldfrieden gelandet.

Eine idyllische Location, u.a. für Goa-Parties bekannt, ca. 40 Kilometer von Osnabrück entfernt. Daniel Bruns und sein Veranstaltungsteam waren nicht die Einzigen, die einige Kilometer zurückgelegt haben, um am Samstag, 27.08.2016, ab 11 Uhr, einen Tag lang in gewohnter Lausbuben-Art und Weise zu feiern.

Dirty Doering, Juliet Sikora, Franz Alice Stern, Markus Klee, Krink, Pornbugs, Frank Kruse uvm., die Acts kamen größtenteils aus Berlin, Dortmund oder der Heimat Osnabrück. Murat Intensive aus Istanbul war kein Weg zu weit, nach der letzten intensiven Afterparty hier musste er einfach wiederkommen. Viele reisten von Osnabrück, Vechta oder Oldenburg mit der Bahn an. Von Lemförde aus gab es dann einen Busshuttle.

Und alle wurden mit strahlendem Sonnenschein belohnt. Musik und Frieden im Wald. Ein größeres Glück konnte es eigentlich nicht geben. Wer da noch was zu meckern hatte, sollte lieber zu Hause bleiben und tat das vielleicht auch. Und was machten wir?! So viel sei verraten -> Wir hatten viel Spaß!

Wie im letzten Jahr gab es draußen zwei Floors. Als wir gegen 16 Uhr ankamen, spielte gerade Headliner Dirty Doering auf der Main seinen Katermukkesound. Was für ein Start!

Der zweite Floor „Upper Hill“ wurde in diesem Jahr von Bondage-Music gehostet. Die Pornbugs brachten Dilby, El Mundo, Krink – live und die Vogelperspektive mit, da freute sich der Lachende Hans.

Die ganze Zeit über gab es mehr als genug Möglichkeiten zu chillen, ob auf den Wiesen, im Baumhaus oder auf Schaukeln. Kostenloses Wasser kam direkt aus der Quelle.

Und wie vergeht der Tag mit so vielen Vögeln auf einem riesigen Areal? Wie im Flug!

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So erlebt doch jeder selbst seine eigene Geschichte. Gewisse Dinge können nicht erklärt werden, die muss man selbst wahrnehmen: Wie das Abschlussset von Dansir und Louis Dinkgrefe. Wer die Tage und Nächte damals im Lachenden Hans mitgefeiert hatte, hat spätestens jetzt das Hans-Gefühl wieder. Oder lernte es endlich kennen!

Für alle, die nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen waren, ging es pünktlich ab 22 Uhr Indoor weiter mit Fareed Escobar, Intensive, Tom Stil und P.A.C.O. Gut so, denn mittlerweile war es schon zappenduster.

Wir machten es uns zwischendurch am Lagerfeuer gemütlich und waren gespannt auf diejenigen, die ab 3 Uhr bis zum Ende spielen sollten. Das Motto: „Wer steht, der dreht…“

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Veranstalter Dansir schnappte sich direkt im Anschluss noch einmal P.A.C.O., nach Juliet Sikora, der zweite Kitball-Vertreter an diesem Tag. Eine Symbiose, die den Hans noch bis vier Uhr am Lachen hielt.

 

 

Übrigens: Wer Nacht | Hell kennt, weiß, dass wir auch sehr heimatverbunden sind.

Sonnenfrau

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Videos:

Dirty Doering: https://youtu.be/Nu5ro7Jrdl4

Franz Alice Stern: https://youtu.be/TUGsKO0nwrw

Dansir & Louis Dinkgrefe: https://youtu.be/A8BE86uuSdA

Meuterei der Lausbuben am Alfsee

22 Mai

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Mit Pauken und Trompeten – so stehen sie da, zwölf junge Männer; trommeln und blasen auf ihren Instrumenten was das Zeug hält. Meuterei der Lausbuben oder was hat das Ganze auf sich? Veranstalter Daniel Bruns aus Osnabrück war so mutig, Meute aus Hamburg am Samstag, 21.05.2016 zum Alfsee zu holen und eine Symbiose aus elektronischer Musik und Marschmusik zu bieten und -> es kommt an. Erste Gehversuche in diese Richtung gab es bereits mit Aka Aka feat. Thalstroem bei den Open Airs in Damme und letztes Jahr hier in Rieste. Andersartig, schräg, etwas durchgeknallt, genau wegen dieser Mischung sind die Leute dabei.

Bereits seit 11 Uhr geht´s im Ferien- und Erholungspark soundtechnisch grandios ab mit Frank Kruse & Louis Dinkgrefe, Panik Pop, Alec Troniq & Gabriel Vitel, Lexer und David Keno. Bis auf die Residents sind alle Künstler aus dem Osten der Republik gekommen. Viele Gäste haben sich schon morgens einen Zug geschnappt oder sind im Bus von Feierreisen angereist und früh dabei. Das Wetter spielt mit frühlingshaften Temperaturen ohne Regen mit. Auf eine aufwändige Zeltüberdachung wurde verzichtet.

Was direkt auffällt: Kinderkrankheiten vom letzten Jahr sind ausgemerzt: Der Einlass läuft wesentlich strukturierter, Dank den Jungs von plus2event, die man von Tante Mia und dem Strandfieber kennt. Es gibt reichlich Dixies und das gastronomische Angebot ist groß. Vom Jägermeister-Aussichtsturm hat man einen überragenden Blick auf die feiernde Meute und den kleinen See, der ansonsten für Wasserski bekannt ist. Der größte Chill-out Bereich ist die Wiese selbst. Wer nicht in der Crowd abgehen will, tanzt lässig barfuß im Sand.

Lausbuben-Open-Air-Stammgast Niconé macht auch 2016 wieder einen Zwischenstopp, bis es weiter zum nächsten Gig nach Innsbruck geht. Mit einer Stunde war die Playtime für die DJs knapp bemessen und es geht Schlag auf Schlag mit Adana Twins und Format:B weiter.

IMG_8716Ab 20 Uhr erzählt Bebetta ihre musikalische Märchenstunde. Was soll ich schreiben? Manche Dinge muss man fühlen, dabei sein und sie selbst erleben. Die Wirkung ist sicher bei jedem anders, aber für mich ist es einer der Momente, den man gerne anhalten oder besser einpacken und mit nach Hause nehmen möchte.

Den fulminanten Abschluss feuern dann wieder Dansir & Ricd ab. „Thrill me“ von Junior Jack ist einer der letzten Tracks der Knalltüten. Um Punkt 22 Uhr geht ein Tag, wie ein schöner Traum, viel zu schnell zu Ende.

IMG_8745Die Lausbuben haben dann noch in die Budebums geladen. Unter den Osnabrücker Insidern als Ferner Welten bekannt, öffnet die On-Off-Location heute erstmalig als offizielle Aftershow in der Karlstraße. Hier gehört Lächeln zur Grundausstattung. Nach dem Tag am See und in der Natur muss man sich erst einmal an die stickige Clubluft gewöhnen. Ein rustikales Ambiente gepaart mit niedlichen Details erwarten uns.

Der Berlin-Einschlag der Artists zieht sich auch hier weiter durch´s Programm. Wir freuen uns auf alt bekannte Gesichter, wie die Pornbugs. Man merkt, dass es für die Jungs von Bondage-Music eine Herzensangelegenheit ist, mal wieder in Osnabrück zu spielen. Ein klein wenig Ritter Butzke-Feeling liefert dann zur fortgeschrittenen Stunde Mario Aureo.

Der Besuch des Toilettenwagens draußen mit Radiomusik holt mich dann auf den Boden der Tatsachen zurück. Zeit die Jacke zu holen. Wir beenden unsere Clubnacht mit einem Blick auf den Spruch an der Garderobe: „Säufste-stirbste, Säufste nicht, stirbste ooch, also säufste“. Typisch Lausbuben und stimmt ja auch, irgendwie…

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/albums/72157668732478835

Video: Dansir & Ricd: https://youtu.be/bdeFSlt7900

Sonniges Tänzchen bei Tante Mia

7 Mai

IMG_8323Christi Himmelfahrt – ein beliebter Feiertag, der von den Männern gerne als Vatertag umgetauft wird. Der Tradition folgend ziehen vor allem männliche Dorfbewohner mit Bollerwagen und reichlich Bier los. Doch an diesem Donnerstag, 05.05.2016 zeigt sich ein ganz anderes Bild im sonst so übersichtlichen Vechta: Ca. 10.000 partyhungrige, junge Leute machen sich auf den Weg, um bei Tante Mia zu tanzen. Letztes Jahr um diese Zeit feierten alle beim Strandfieber in Goldenstedt, doch aufgrund der Vogelbrut mussten die Veranstalter kurzerhand umziehen.

Und so bekommt diese Ecke in Niedersachsen 2016 gleich zwei Elektro-Events. Das Strandfieber wird am 03.09.2016 ab 12 Uhr wie gewohnt am Hartensbergsee nachgeholt. Bis dahin sollten die Vögel längst flügge sein.

Wummernde Beats knallen uns entegen, als wir das riesige Areal nachmittags endlich erreichen. Dort wo im August Autoscooter, Bierzelte und Zuckerwatte zum Stoppelmarkt locken, haben die Eventagenturen Partykowsky und Queens Event GmbH eine Kirmes für den Elektrofan gezaubert. Wir machen einen Abstecher ins Zelt, beobachten kurz das wilde Treiben auf der Hauptbühne, dann geht´s schnurstracks zum Lausbuben-Floor, der guten Stube von Tante Mia mit gechilltem Deep-& Tech-House.

Nach und nach trudeln hier immer mehr bekannte Gesichter aus Osnabrück ein. Denn wenn die Lausbuben feiern, sind nicht nur die DJs am Start, Freunde und Bekannte des Hauses gehören dazu. Ohne sie wäre es nur halb so spannend! In diesem Moment übergeben gerade Panik Pop voller Feuer an die Residents Dansir & Louis Dinkgrefe.IMG_8334

Louis und Daniel waren eigentlich nacheinander angesagt, entscheiden sich aber spontan für ein B2B. Diese Kombo ist Open-Air-erprobt und sollte auch so sein. 25 Grad, blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, fröhliche Menschen und passende Beats – so stellt man sich eine gute Stube vor.

Um 18 Uhr war Zeit für Miyagi, der uns für sein lockeres Set im Lachenden Hans in Erinnerung geblieben ist. Heute legt er ein paar Beats Per Minute mehr drauf.

IMG_8363Nebenan zerstören die Housedestroyer den Tanzgarten und das EDM-Publikum auf dem Main-Floor tobt. Tante Mia hat an alle gedacht! Spannend zu beobachten, wie die Leute sich zielgerichtet verteilen. Wie bereits vor zwei Jahren auf dem Strandfieber, rocken DBN derbe, hier im Discokugel-Zelt, der Diele.

Für alle hungrigen Mäuler sorgt Tante Mia, hat Brote geschmiert usw. Es gibt diverse Futterbuden & Theken. Das Warsteiner-Iglu war gut gemeint und wäre bei Regen sicher Zufluchtsort Nummer eins gewesen.

Um 19.30 Uhr entern die Berliner Mat.Joe dann die Lausbuben-Stage. Matze und Joe hatten letzte Nacht noch im Ritter Butzke gespielt und genießen sichtlich das Frischluft-Feeling.

Zwischenzeitlich trifft Headliner Thomas Schumacher ein. Letztes Jahr im Oktober hat Thomas bereits für die Lausbuben im Zirkuszelt in Osnabrück gespielt und begrüßt Veranstalter Dansir herzlich. Das Bremer Urgestein erzählt uns, dass er mittlerweile längst in Berlin wohnt und seinen Gig in Vechta mit einem Besuch zu Hause verbindet. IMG_8389

Auf der Stage haut Thomas Schumacher dann in die musikalische Kerbe, für die er bekannt ist. Elektrochemie LK – Schall lässt grüßen! Nebenan startet eine Feuershow. Von Weitem sieht es aus, wie ein Tomorrowland-Spektakel. Auf diesen Schnickschnack wurde in der guten Stube verzichtet.

Anschließend versammeln sich alle Acts, die bereits mittags an der Reihe waren, bei Tom Stil. Frank Kruse, Ryan Stephens und Nana K leisten mit den Lausbuben-Freunden Full-Support. Für Nacht | Hell die letzte Aktion des Abends.

Danke Tante Mia, du hast uns bestens versorgt! Bis auf ein Manko: Müllberge aus Plastikbechern und Glasflaschen passen so gar nicht zu dir. Bitte finde hier eine Lösung!!

Ansonsten hast du´s drauf. Wir freuen uns auf ein weiteres Tänzchen mit dir im nächsten Jahr am 25.05.2017 ab 12 Uhr. Hoffentlich wieder im Sonnenschein!

Sonnenfrau

Bildergalerie: 

By Nacht | Hell: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/albums/72157667836022152

By Frank Schürmann: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/albums/72157668096607325

Videos:

Dansir & Louis Dinkgrefe, Crowd: https://youtu.be/ps3PqhKfcZY

Dansir & Louis Dinkgrefe, Stage: https://youtu.be/7__ljSPxLf0

Ich bin dann mal OFFLINE… Die neue Art des Feierns!

27 Dez

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Die Nacht des ersten Weihnachtstages habe ich OFFLINE verbracht, auf eine neue Art. Tom Stil & Ryan Stephens hatten am 25.12.2015 in der OsnabrückHalle ein neues Festival ins Leben gerufen (Nacht |Hell berichtete, siehe Interview). Ganz stilecht könnte ich jetzt behaupten, wer nicht da war und es selbst erlebt hat, hat Pech gehabt. Dann wäre der Review hier zu Ende. Ich lasse mir es aber nicht nehmen, ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern:

Die OsnabrückHalle hat sich gemacht, modern und zeitgemäß im Design. Bei mir war es ja auch schon ein paar Tage her, dass ich die Stadthalle von innen gesehen habe, 1998 beim Abschlussball der Tanzschule Hull.

Mit einer Bacardi-Cola als Begrüßungsdrink ging es die Treppen hoch in die große Halle. Hier spielte Luna Tom das Warm-Up, gefolgt von dem Musiker-Duo Stil & Bense, mit riesigen Projektionen im Hintergrund. Im Foyer wurden Merchandiseartikel angeboten, dort traf ich auf einen leicht angespannten Ryan, als Veranstalter eines Erstevents dieser Größenordnung verständlich.IMG_7181

Auf der zweiten Stage kam mit Louis Dinkgrefe hinter den Decks Dr. Vogel-Stimmung auf. Dansir stand auch endlich mal wieder an den Reglern. Eingezäunt von glitzernden Primeln vor dem DJ-Pult.

Insgesamt verlief sich die Masse aufgrund der doch recht großen Fläche. Nach und nach trudelten die Gäste nach dem Verzehr ihrer Weihnachtsgans ein.

Zur Primetime machten die Jungs von andhim ihre Faxen auf der großen Bühne und das ganze drei Stunden lang. Viele Leute hielten sich an das Motto und das Smartphone wurde auch mal in der Tasche gelassen, um die Musik im Hier & Jetzt zu erleben. Mission geglückt!

Das Geburtstagskind Sascha Braemer feierte vor seinem Set mit seiner Crew und freute sich über eine eigens designte Torte. Er nahm sich viel Zeit für den Meet & Greet-Gewinner, der das Treffen auf ebay zu Gunsten der Kinderkrebshilfe ersteigert  hatte.

Mittlerweile spielte Dirty Doering auf dem kleineren Floor. Es herrschte eine ausgelassene Clubstimmung und man vergaß, dass man sich in der sonst eher cleanen Stadthalle befand. Hier war auch der Treff der Berliner. IMG_7202Als Sascha Braemer den Katermukke-Mann in Aktion sah, entschied er sich spontan, sein Set hierhin zu verlegen.

Die letzten Stunden waren hier also in den Händen von What I Play, während nebenan auf der großen Bühne die Osnabrücker-Homies Tom Stil b2b Christopher Noble und Ryan Stephens mit den Leuten feierten.

Man munkelt, dass die Afterhour im Dr. Vogel stattgefunden hat, ganz OFFLINE versteht sich.

Sonnenfrau

Interview OFFLINE: https://nachthellde.wordpress.com/2015/12/18/lasst-uns-offline-feiern-tom-stil-und-ryan-stephens-ueber-ihr-neues-festivalformat/

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/albums/72157662868644015

 

Kühles Strandfieber Festival mit wärmenden Klängen

16 Mai

p5141910Es ist kurz vor 19 Uhr am Donnerstag, 14.05.2015 (Christi Himmelfahrt) als Tocadisco zusammen mit seiner Frau aus Brasilien die DJ-Kanzel emporklettert. Belohnt wird er mit einem phänomenalen Blick über die tausenden Köpfe auf der Waldbühne in Goldenstedt. Viele Mädels haben sich ganz festivallike mit Blumenkränzen geschmückt, einige Jungs toben zu den letzten Klängen der Housedestroyer, die im wahrsten Sinne des Wortes den Floor auseinandergenommen haben. Ein paar Minuten vorher hatte uns Roman Böer aka Tocadisco Rede und Antwort gestanden:

Wir erinnern uns an alte Zeiten. Bereits 2003 wurde Tocadisco durch seinen fulminanten Hit „Nobody Likes The Records That I Play“, an die Spitze katapultiert, damals noch auf Superstar Recordings veröffentlicht. Roman berichtet, dass Jan Meiners von den Housedestroyern ihn zum Strandfieber Festival geholt hat. Jan kennt er von Tocacabana-Events in der Nähe. Früher hat er oft in Südamerika gespielt und ist von Deutschland aus geflogen, jetzt ist es umgekehrt. Er schwärmt von Brasilien, dem schönen Wetter und seinem entspannten Leben dort. Gestern hat Tocadisco in seiner Heimat Mönchengladbach in der „Nacht“ gespielt. Insgesamt bleibt er fünf Tage in Deutschland. Morgen macht er einen kurzen Abstecher zu seiner Ma, dann geht´s von Frankfurt zurück nach Brasilien. Am Samstag steht er bereits im Audio Club in Sao Paulo. Als wir uns nach seinen musikalischen Plänen erkundigen, verrät Roman, dass bald eine neue Nummer auf WePLAY kommt und es in letzter Zeit viele Tocadisco-Remixe gab. „Jetzt freue ich mich auf mein Set und das gemischte Publikum hier“, so seine Worte zum Abschluss.

Schade eigentlich, dass Tocadisco die Sonne Brasiliens nicht mit nach Goldenstedt bringen konnte. Bei einer Höchsttemperatur von 16 Grad war es durchgehend bewölkt, dafür blieb es trocken.

DSC_0270Zur Mittagszeit hatten wir bereits lässige Stunden auf dem Lausbuben-Floor verbracht, dort wo soundmäßig unser Herz schlägt. Wie letztes Jahr lag die Bühne der Osnabrücker Veranstalter eingebettet im Wald. Die Artists spielten vor einer wahnsinnigen Kulisse. Nach seinem Set schnappten wir uns Rich vom Dorf , der uns erklärte, wie es zu „Tächno“ gekommen ist, seiner Organisation für Parties, Musik und Booking:

Vor 18 Jahren hat der gebürtige Richard den Film Sonnenallee im Kino geschaut. Davon schwärmt er noch heute. Bei einer Szene kritzelt der Hauptdarsteller die Worte „Rock & Pop“ auf sein Unterhemd. Das machte Richard mit dem Wort „Tächno“ nach und schrieb es so, wie seine Mutter Techno aussprach. Das Label gibt es jetzt knapp zwei Jahre. Gestern hat Rich vom Dorf  im Uebel & Gefährlich aufgelegt und sich direkt danach in den Zug gesetzt, um hier pünktlich auf der Matte zu stehen. Goldenstedt kannte er vorher noch nicht. Am Lausbuben-Floor gefallen ihm besonders die verrückten Typen, die zur Musik abgehen, wie derjenige, der den ganzen Tag mit einem Froschschirm tanzt. Richard bedauert, nicht mehr lange bleiben zu können, sein Zug zurück nach Hamburg fährt gleich, denn die Nacht ohne Schlaf war lang. 

Ohne Panik, dafür aber mit einer smoothen Gesangseinlage, machten die Jungs von Panik Pop weiter, die bereits letzten Samstag für die Lausbuben gespielt hatten, gefolgt von Mirco Niemeier (Kiddaz.FM) aus Berlin und Talul aus Dresden.

Für uns war es an der Zeit, den dritten und letzten Floor auf dem Strandfieber Festival zu erkundigen, den es in dieser Form im letzten Jahr noch nicht gab. Überhaupt war das Gelände vergrößert. Vorbei ging es an dem reichhaltigen kulinarischen Angebot. Eyecatcher war der mobile Schabernack-Wagen mit Glitzer, Seifenblasen und mehr.

p5141934An der Strandbühne angekommen erhaschten wir einen Blick auf den Hartensbergsee. Die Düsseldorfer Rafael und Mikio von Plastik Funk hatten gerade die Massen gerockt, als um 20 Uhr Anie von den 2Elements in Startposition ging. Leider fiel ihre bessere Hälfte July an diesem Tag aus. Was dann passierte muss man selbst gesehen haben: Die zierliche Blondine lieferte eine Show ab, die ihresgleichen sucht. Das war kein reines DJ-Set, sondern eine Performance! Von Anfang an forderte sie das Publikum zum Mitmachen auf: „Put Your Fucking Hands Up!“. Hielt dabei eine überdimensionale Hand hoch, riss selbst ständig die Arme in die Höhe und kletterte zu ihren Fans an die Absperrung, um mit ihnen zu feiern und anschließend einen riesigen Ball in der Menge verschwinden zu lassen.

Wir wollten nun die restliche Nacht, die länger ging als geplant, in unserer Homebase ausklingen lassen. Das Berliner Duo von den Pornbugs spielte in gewohnter Bondage-Marnier und fesselte die Leute an den Floor. Die Lausbuben Dansir und Louis Dinkgrefe gaben sich den langen Schluss. Mirco Niemeier hatte noch nicht genug und schien so geflasht, dass er als Dritter im Bunde seinen Teil dazumischte.

Und so war auch fast die nächtliche Kälte vergessen. Aber nur fast, denn es waren gefühlte eisige 8 Grad. Da half nur noch Tanzen, aber es gab auch keinen Grund rumzustehen, das Strandfieber hatte uns alle gepackt.

Sonnenfrau

Bildergalerie:

Teil 1 by Sonnenfrau: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157652873737735

Teil 2 by Frank Schürmann: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157652495370329

Videos:

Housedestroyer: https://youtu.be/yQNKGWGnBog

Anie, 2Elements: https://youtu.be/YUR3hl1Zhl8



 

Lausbuben-Feeling am Badestrand vom Alfsee

11 Mai

Glückliche Gesichter strahlen einem entgegen, alle tanzen zu den letzten Melodien an diesem Maiabend. Die kühle Brise des Alfsees streift über die Massen. Die Knalltüten aka Dansir und RICD spielen „Recognize“ – SoKooL feat. Mr. Schug und es liegt etwas in der Luft was man festhalten möchte, es macht glücklich, spricht alle Sprachen und verbindet uns miteinander – die Liebe zur Musik der Lausbuben. Alle Arbeiten, alle Mühen der letzten Wochen hatten sich gelohnt, für diesen einzigartigen Moment!

Im letzten Jahr musste der Veranstalter Daniel Bruns das Open Air zähneknirschend canceln, das Wetter hatte den Lausbuben einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht. Mit mehr Vorbereitungszeit und Abklappern aller Eventualitäten startete am Sonnabend, 09. Mai 2015 um 11 Uhr, das Event am Badestrand vom Alfsee im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Warum eigentlich „ALF“-See? Diese Frage stellte ich mir schon als Kind, dachte ich mir doch, dass der ALF hier wohnt. (Anmerkung für die jüngere Generation: Ein haariger Außerirdischer, Kult-Sendung in den 80ern). Bis heute wurde ALF hier allerdings nie gesichtet.

Schon im Vorfeld berichtete der Veranstalter ausführlich über die Gegebenheiten vor Ort, postete Bilder vom Aufbau und der Wetterlage. Anreisemöglichkeiten mit dem Bus wurden in Zusammenarbeit mit dem INSIDER Osnabrück (Monats- & Szenezeitung) organisiert. Eine der Besonderheiten der Lausbuben ist, dass sie mit ihren Infos nicht hinter dem Berg halten, sondern den Leuten das Gefühl geben, ein Teil vom Ganzen zu sein.

Nachdem wir uns am Eingang in der langen Schlange durch den eingezäunten Bereich gekämpft hatten, fing der lockere Teil des Tages an. Eine relaxte Stimmung strömte mir entgegen. Die Leute hatten es sich auf Decken gemütlich gemacht, mit einer überdimensionalen Zeltkuppel war der Dancefloor wetterfest und es standen reichlich Dixie-Toiletten zur Verfügung. Die Getränke- und Essensstände waren schnell umlagert.

Es war 14 Uhr und Sven Goder von den Pornbugs (Bondage Music) aus Berlin lieferte ein deepes, lockeres Set ab. Dennis Meyer und die Osnabrücker Residents Louis Dinkgrefe und Frank Kruse hatten schon gespielt und einen der Headliner Panik Pop live hatten wir bereits verpasst.

Das komplette Areal war umzäunt, der Betrieb der Wasserski-Anlage ging weiter und die Zäune reichten bis ins Wasser, damit keiner aus Versehen baden ging.

Niconé – uns noch besser bekannt als Lexy von Lexy & K-Paul – machte einen kurzen Abstecher zum Alfsee, bevor es für den Wahl-Berliner weiter nach London ging. Als Niconé hat er sich bereits seit geraumer Zeit eine zweite musikalische Identität zugelegt. Sein ruhiges, melodisches Set fügte sich perfekt in die idyllische Lage ein. Highlight war „Caje“, sein gemeinsamer Hit mit Sascha Braemer.

Die Jungs von AKA AKA hatten auch wieder den Thalstroem mit im Gepäck. Das ist der Mann, der die Trompete zum Besten gibt. Wie auch auf dem ersten Lausbuben Open Air in Damme hatte sich die Kombi bewährt. Für die Truppe ging es dann noch weiter nach Paris. Nachmittags Alfsee, abends Eiffelturm, das kann man machen!

Tausende Hände flogen in die Luft! Wenn es regnete, dann war´s eindeutig Konfetti. Lausbuben-Fans mit glitzernden Gesichtern und Löwenzahn-Kränzen auf dem Kopf hielten Schilder hoch, wie „Böööh!! Geiler Track“ oder „Bitte nicht schubsen, ich habe einen Joghurt im Rucksack, danke.“

Für ein Stündchen ging´s dann weiter mit David K. und Tom B. (Dusted Decks, Leipzig). Einziges Manko war, dass die Artists jeweils nur eine Playtime von einer Stunde hatten. Da hieß es, diese kurze Zeit komprimiert zu füllen.

Dafür gab es im Anschluss gleich zwei Stündchen mit Stil vor Talent-Künstlern: Erst der junge, begabte KlangKuenstler live, gefolgt von einem DJ-Set von Teenage Mutants.

Die entspannte Atmosphäre hielt über den Abend. Der Rettungsdienst hatte kaum etwas zu tun und die Securitys nahmen ihren Job ernst, ließen aber auch mal Fünfe gerade. Als zwei Mädels kurz vor der Absperrung tanzten oder jemand voller Tanzfreude auf die Box sprang, war das kein Drama.

Um 20 Uhr verströmte Schlepp Geist einen Hauch Fusion-Festival-Spirit mit seinem Live-Set.

Als Veranstalter Daniel Bruns aka Dansir zusammen mit RICD das Knalltüten-Schluss-Gespann bildete, hatten sich alle auf der Tanzfläche zusammengefunden. Mit Oliver Koletzkis „Mückenschwarm“ beendeten sie das Open Air, ganz im Einklang mit der Natur.

Sonnenfrau

Weiter geht´s für die Lausbuben Komplizen am Samstag, 11. Juli mit dem Lachenden Hans Open Air @ Waldfrieden. https://www.facebook.com/events/794060680664110/

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157652645740055

Videos:

Niconé: https://youtu.be/pah5493cbco

KlangKuenstler live: https://youtu.be/mPAiWWIDuhA

Knalltüten: http://youtu.be/cWMBHHq8HFE


 

Strahlendes Re-Opening im Lachenden Hans

20 Jul

OLYMPUS DIGITAL CAMERASeifenblasen und eine Wasserspritzflasche – das war unsere Grundausstattung für das Re-Opening des Open-Air-Clubs Lachender Hans, am Samstag, 19.07.204, in Osnabrück. Für die Veranstalter Lausbuben Komplizen zählt Lächeln und Spaß an der Musik. Alle anderen können zu Hause bleiben.

Viele Wochen war das Wetter zu schlecht und die Vorbereitungszeit zu kurz, den „Hans“ wieder ins Leben zurückzuholen, aber dieser Sonnabend hatte es in sich. Bereits um 12 Uhr öffneten sich die Pforten an der Neulandstraße. Das Thermometer knackte bereits jetzt die 30 Grad Marke. Louis Dinkgrefe, das Küken aus dem Dr. Vogel-Clan, machte den Opener in der liebevoll gestalteten DJ-Kanzel.

Die Liebe zum Detail spiegelte sich auf der gesamten Veranstaltungsfläche wieder – Lausbubenstyle halt. Frische Blumen rankten in Kästen, bunte Schirme & Lampions strahlten am Zaun, spaßige Schilder, wie „Ich weiß, wo dein Hans wohnt“ und sogar ein Eisbärkopf verirrte sich in der Hitze.

Innerhalb kürzester Zeit hat das Team in extremster Schweißarbeit aus dem Nichts Sand aufgeschüttet, das DJ-Pult aufgebaut, die Theke platziert, Sitzgelegenheiten geschaffen und die Deko gezaubert.

Um 14 Uhr übernahm Lausbube Frank Kruse im suptropischen Klima die Regie. Zu diesem Zeitpunkt trudelten die Leute nach und nach ein, um erstmal im Schatten zu relaxen und den Klängen zu lauschen. Danach folgte Murat Acar aus Bielefeld. Bei „Keep Control“ stürmten die Ersten barfuß auf die Tanzfläche im Sand.

„Trinken hilft“ – dieser Meinung war auch Lemonaid, die mit einem Promoteam vor Ort waren. Ansonsten wurde für die heißen Leiber  kostenlos Wassereis verteilt und Fächer für fünf Euro angeboten, die für einen kleinen Luftzug auf den nassen Körpern sorgten.

Pünktlich zu Beginn von Headliner Miyagi aus Hamburg fanden auch die letzten Freibadbesucher den Weg in den Club. Miyagi, der schon im Kuckuck, Dr. Vogel und letztes Jahr im Lachenden Hans spielte, ging locker auf die Leute ein und performte ein entspanntes Set.

Wer sich trotz Grillglut körperlich betätigen wollte, aber eine Pause vom Tanzen brauchte, schwang sich auf das Stand-Fahrrad.

Mit dem Lachenden Hans-Track vom letzten Jahr „Sun“ (Ricd Remix) – TDCC eröffnete Obervogel Dansir seinen Gig im Seifenblasen-, Glitter- und Konfettiregen. Die nächsten Stunden ging Daniel voll in der Musik auf und das Publikum auch.

Mittlerweile war es dunkel und im nebenliegenden Club, dem ehemaligen Kuckuck, jetzt Works, startete eine Black-Music-Party. Wer zur Toilette ging, erlebte zwei völlig konträre Welten.

Den Abschluss eines langen Tages machte der immer wiederkehrende Luna Tom aus Münster.

Sonnenfrau

Ab jetzt, für die nächsten zwei Monate, öffnet der Lachende Hans bei gutem Wetter. Aktuelle Infos auf der facebook-Seite: https://www.facebook.com/hansderlachende

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157645790601351/

Videos:

Miyagi: http://youtu.be/BU9Fe19D778

Dansir spielt „Sun“ (Ricd Remix) – TDCC: http://youtu.be/MasCqejTlW4

Dansir: http://youtu.be/e00EnSM4Png

 

Elektronisches Fieber am Strand von Goldenstedt

30 Mai

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEin Open-Air ist die Königsdisziplin eines jeden Veranstalters, kein Event steht und fällt so mit dem Wetter. Schon die Tage vorher wurde rund um das Amphitheater in Goldenstedt Sand angekarrt, Beach-Bars aufgebaut und die drei Stages errichtet, alles im strömenden Regen. Doch am Vatertag, 29. Mai 2014, geschah ein kleines Wunder: Es blieb trocken inklusive einiger Sonnenstrahlen.

Um 12 Uhr startete das Festival, am idyllischen Hartensbergsee, welches kurzzeitig vom Strandrausch in Strandfieber umgetauft wurde. Wie auch immer, ein Fieberrausch war es allemal.

Leicht angeschlagen von der letzten Nacht machte Nacht | Hell sich auf den Weg Richtung Vechta. Nach Verlassen der Autobahn und danach noch unglaublicher 30-minütiger Fahrt über Land erreichten wir das Festival. Die Party war bereits im vollen Gang. Wie auf einer Kirmes gab es zahlreiche Gastrostände. Plötzlich standen wir mitten im Wald, bzw. im Amphitheater, an diesem Tag das Zuhause der Lausbuben mit einem atemberaubenden Ausblick.

Die Osnabrücker Louis Dinkgrefe, Frank Kruse und Stil & Bense live waren schon seit mittags voll dabei, gefolgt von Beatamines aus Erfurt. Deep, porner, Pornbugs aka Sven Czerwienski und Sven Goder trafen den Klang des Tages.

Eine komplett andere Welt gab es nebenan im Mainfloor, ganz vorne mit dabei DBN und die Housedestroyer. Hier wurde mächtig aufgefahren, mit einer riesigen Licht- und Tontechnik wurde der Floor buchstäblich abgerissen. Für fast jede Spielart elektronischer Musik war etwas dabei. Easy, aber bestimmt nicht langweilig, war es auf dem dritten Floor der Rumpelkiste, mit u.a. Steve Pride.

Wieder bei den Lausbuben, gaben sich die Knalltüten Dansir & RicD ein B2B. RicD aus Leipzig hat in dieser Kombi schon ein paar Mal mit Daniel gespielt, denn die beiden Tüten knallen ordentlich zusammen.

Ryan Stephens Set begann so friedlich, natürlich durfte Robin Schulz, bzw. sein aktueller Remix für „Prayer in C“ von Lilly Wood & the Prick`, nicht fehlen, inklusiver Hands-up.

Dann geschah etwas, was so gar nicht hier hingehörte: Eine Schlägerei mitten auf der Tanzfläche. Ein paar Securitys kamen herbeigeeilt, um die aufgeheitzten Gemüter zu beruhigen, was nicht sofort gelang. Die Musik blieb so lange aus, bis die Sachlage endlich unter Kontrolle war. Es ging um die Liebe & Spaß zur Musik und wer das nicht verstand, war fehl am Platz!

Nach Ryan war Tam (Luna Tom) an der Reihe, leider fehlte krankheitsbedingt Tam Nr. 2 (Christopher Noble).

Unser Fazit: Bis auf eine negative Ausnahme feierten insgesamt ca. 5.000 Besucher friedlich und entspannt auf dem nordischen Elektro-Festival. Dieser Feiertag machte seinem Namen alle Ehre.

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157644924175305/

Rabatz beim Lausbuben Club Festival

29 Mai

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Nacht vor dem Feiertag, 28.05.2014, wurde genutzt, um alle Clubs auf dem Kulturhof an der Dammstraße in Osnabrück zu einer Art Indoor-Festival zu vereinen. Für einmal Eintritt standen einem alle Clubs und ein spannendes Line-up offen. Los gings im „Der Zauber von OS“.

Wo ansonsten leckere Mittagsmenüs, Kaffee und Kuchen und ein Clubberfrühstück angeboten wird, wurde jetzt im hinteren Bereich gerockt. Unsere 1. Station waren um Mitternacht Stil & Bense live, die ihren Besenstil in die Ecke stellten und gewohnt gekonnt performten.

Dieses war eines der wenigen „Festivals“, bei dem der Regen nichts ausmachte, denn man musste lediglich kurz den Hof überqueren, um alle Bereiche (Indoor) zu erreichen.

Im schicken NIZE Club gegenüber, der ansonsten eher Black Music-lastig und kommerzieller ausgerichtet ist, wurde in dieser Nacht zum Deep-House-Tempel, mit dabei die Osnabrücker Lausbuben Residents Louis Dinkgrefe und Frank Kruse, Peer Kusiv live, Nico Pusch und die Pornbugs, die bereits Silvester im Dr. Vogel gespielt haben.

Apropos Dr. Vogel: Für uns ging es dann in unser Lieblingswohnzimmer. Wer einmal im Vogelkäfig drin war, wollte da so schnell nicht mehr raus. Der Club war bis zum Anschlag gefüllt und die Schlange vor der Tür lang.

Wer es relaxter angehen wollte, machte einen Abstecher in die Zenit Boulderhalle, an den Decks u.a.: Tilman und Zini.

Chefarzt Dansir spielte im Dr. derweil die Leute warm, bzw. heiß, hier war Rabatz vorprogrammiert. Als der Mainact andhim (presented by SoundBoutique) hinter die Regler trat, war es rappelvoll und es wurde vor und auf der Bühne gleichermaßen abgegangen. Die andhim-Jungs Tobias Müller und Simon Haehnel stiegen voll auf die Stimmung der Leute ein. Hier feierte keiner für sich, sondern alle zusammen.

In Freude und Heiterkeit übernahm der Berliner Andreas Henneberg etwas technoider und mit Wikinger-Hut auf dem Kopf. Danach ging es mit Ryan Stephens und  Tam Tam genau so weiter. Einige Acts von nebenan machten zur späteren Stunde auch noch einen Abstecher in die Arztpraxis, darunter Nico Pusch und Peer Kusiv.

Diese Nacht wollte einfach kein Ende nehmen. Doch der Morgen kam, plötzlich und viel zu schnell. Es war Vatertag und das Strandfieber Festival stand auf dem Plan mit einem eigenen Lausbuben-Floor. Die Spiele sollten weitergehen…

Sonnenfrau

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Robin Schulz und seine Buddies @ KlangraumTV

25 Apr

OLYMPUS DIGITAL CAMERADer Osnabrücker Robin Schulz ist längst ein Global Player. Spätestens nach seinem Remix für Mr. Probz „Waves“. Auf seinem Tourplan im Monat April bis heute: Bilzen (Belgien), Magdeburg, St. Gallen (Schweiz), Bordeaux (Frankreich), Heilbronn, Neumarkt (Österreich) und Holdorf. Aber WTF (What the Fu*k?) ist Holdorf?!

Die kleine Gemeinde im Landkreis Vechta in Niedersachsen in der Nähe von Osnabrück ist Sitz von KlangraumTV. Louis Dinkgrefe und Johann Robben sind Betreiber des elektronischen Video-Podcasts, unterstützt von Christopher Ferneding und senden vom heimischen Sofa aus ins world wide web.

Gerne folgte Robin der Einladung seiner Buddies an diesem Donnerstag, 24.04.2014. Letztes Jahr war Robin schon mal vor Ort in der extra angemieteten Gaststätte. Weil es wieder einen riesigen Ansturm gab, beschlossen die Veranstalter kurzfristig das Event bei facebook auf privat zu setzen. Auch Nacht | Hell machte sich von Dortmund aus ins 150 Kilometer entfernte Holdorf, um live dabei zu sein.

Um 19 Uhr öffneten sich die Tore der Dorfkneipe. Die Türsteher hatten die strikte Ansage, wirklich nur diejenigen reinzulassen, die tatsächlich auf der Gästeliste standen (120 Plätze). Der Wirt freute sich über den ungewohnten Hype der elektronischen Musikfreunde, denn ansonsten stehen die Einheimischen wohl eher auf Schlager. Aber an diesem Donnerstag war alles anders und es gab Deep-House all night long.

So wurde der Billardtisch mal eben zum DJ-Pult umgebaut und in ein kleines Sendestudio verwandelt. Alex Berg (Electronique) aus Ibbenbüren pickte sich gleich zu Anfang einige musikalische Rosinen raus.

Nach und nach trudelten auch bekannte Gesichter aus Osnabrück ein, wie Frank Kruse und Tom Stil, die bereits bei KlangraumTV auf Sendung waren. Robin Schulz kam mit seiner Family im Schlepptau. Es waren auch Robins Mutter und seine Freundin, die direkt die Tanzfläche eröffneten. Erst später folgten andere Gäste, die sich erst am Kicker-Tisch im Nachbarraum oder an der Bar warmmachen mussten.

Murat Intensive (Time To Get Physical), der schon fast mit einem Bein in Istanbul steht, nahm noch einmal die Chance wahr, bei KlangraumTV zu spielen.

Danach heizte Robins rechte Hand, Ryan Stephens (SoundBoutique), ein und zwar nicht nur vor Ort, sondern auch hinter den heimischen Bildschirmen: Zu diesem Zeitpunkt klickten bereits ca. 400 Zuschauer gleichzeitig in den Stream.

Nach einem kurzzeitigen technischen Problem (ja, so was kann die Spannung auch erhöhen), startete Robin um 21.30 Uhr mit „Bye, bye, bye“ von 2Raumwohnung im Andhim Remix. Jetzt platze das Bistro Treffpunkt. Die Holdorfer müssen ansonsten schon einige Kilometer auf sich nehmen, um so ein Spektakel zu erleben. Für Robin war sein Gig ein Freundschaftsdienst und er zeigte sich als Osnabrücker zum Anfassen.

Wie sollte es auch anders sein, schloss Robin sein Set mit „Waves“ ab und gab an den erleichterten Louis Dinkgrefe ab, dem die Freude über den gelungenen Abend sichtlich ins Gesicht geschrieben war.

Über den Abend verteilt haben knapp 7.000 Leute eingeschaltet und 151 waren vor Ort.

Für uns war es längst Zeit zu fahren, als KlangraumTVler Johann Robben übernahm. Den Abschluss machte Christopher Ferneding, vielen besser als Ferni bekannt.

Schon am Samstag, 26.04.2014 geht es für Louis und Johann weiter bei der Clubnight meets KlangraumTV im Wunderbar, Vechta.

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157644289309062/

Videos:

Robin Schulz: http://youtu.be/-Sw2TSuU-Rc

Louis Dinkgrefe: http://youtu.be/oflWtERgnI4