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RAVE ON! – Wiedersehen alter Rave-Gefährten

20 Mrz

IMG_1605Was macht einen typischen Raver der 90er aus? Bunte, spitze Haare, neon Klamotten in Plüsch und wahrscheinlich noch einen Staubsauger auf dem Rücken?! Vielleicht nicht mehr ganz zeitgemäß. Aber die Sehnsucht ist für alte Rave-Gefährten groß, noch einmal in diese Rolle schlüpfen. Diesen Wunsch hat das Orga-Team rund um Alexander Jäger frühzeitig erkannt und lange geplant, um das RAVE ON! – Indoor Classic Festival in Münster auf die Beine zu stellen.

Bereits seit Monaten veröffentlichten sie alte Videos, Bilder und Biografien der Künstler.

Am Samstag, 18.03.2017 war es dann soweit: Ab 23 Uhr öffneten sich alle Türen des Fusions & Conny Kramers am Hawerkamp, um eine Nacht lang auf fünf Floors zu raven.

Nach der Jägermeister-Begrüßung und Aktion im Fotokasten ging es in die Main.

Dort spielte gerade DJ Da Carlo alte Klassiker, wie „Beachball“ von Nalin & Kane, „Kernkraft 400“ von Zombie Nation oder Fragma mit „Toca´s Miracle“. Lange nicht mehr im Club gehört und optimal um warm zu werden.

Erst langsam füllen sich die Hallen.

Nach einem Abstecher im Technokeller beim Münsteraner-Gefährten MGness, ging es hoch ins Conny Cramer, hier gab es real Housemusik by Hen B.

Das erste große Highlight war natürlich der Auftritt von Marusha. Da der Timetable bereits im Vorfeld veröffentlicht wurde, kamen viele erst nach Mitternacht.

Um Punkt 1 Uhr stand Marusha dann hinter den Turntables. Was soll man sagen? Auch die Rave-Göttin ist erwachsen geworden. Aber auch ohne grüne Augenbrauen, wirkte Ihre Performance mit dem kindlichen Charme und dem Spiel mit den Leuten, wie damals.

Die Main stand Kopf!

Zeit für ein bisschen Abwechslung und real House-Music. Die gab es bei Harry Bee & Werner von Lindenau im Conny Kramer. Auch hier liefen die Vinyls heiß.

Fast alle DJs spielten in dieser Nacht mit Platten und ihre alten Remixe. Da ist sicherlich ein Wunsch von vielen in Erfüllung gegangen.

Insgesamt war das Publikum sehr gemischt. Von alten Ravern in Jeanslatzhose und Longsleeve, bis auf das junge Mädel im knappen Top, war alles dabei.

Bei der RAVE ON! traf man auf alte Weggefährten, die längs in der Versenkung verschwunden waren, wie z.B. Mike Dragon, der bestens im Trancefloor (Fusion Box) aufgehoben war.

Im Fusion gings auf der Tanzfläche  mit „Hands up in the air“ weiter: Der Münsteraner Dune war am Start und führte die Leute in eine musikalische Zeitreise.

Neben seinen eigenen Rave-Klassikern war eines der Höhepunkte „Outside World“ von Sunbeam.

IMG_1628Richtig technoid abgegangen ist es zeitgleich bei Steve Mason: Dreckig, laut und schwitzig, der Tresor lässt grüßen!

Wir trafen auf die liebenswerte Nathalie de Borah, die sich schon mental auf Ihren anstehenden Gig vorbereitete. Mittlerweile ging Dunes Sound in Richtung Gabber.

Kein optimaler Übergang, aber durchaus machbar für Nathalie.

Nachdem die hartgesottenen Fans Dune huldigten, übernahm Mrs. de Borah. Warum nicht einen kurzen Break, um die Leute in eine ganz andere Welt zu entführen?!

Mit Klassikern, wie Emmanuel Top´s „Acid Phase“ oder „The Age of Love“ von Jam & Spoon, dabei wurde noch einmal ganz fest an den 2006 verstorbenen Mark Spoon gedacht.

Was für eine Nacht! Und ja, ab und zu tut es wirklich gut, noch einmal diese Zeitreise in die 90er zu erleben.

Danke dafür!

Nacht | Hell freut sich auf eine Wiederholung. Und verabschiedet sich mit den Worten: RAVE ON!

Sonnenfrau

 Bildergalerie: https://flic.kr/s/aHskSMzc7Q

 Videos:

 Dune: https://youtu.be/xR6gTitY5-c

 Nathalie de Borah: https://youtu.be/lHmWFYnueTc

 

Maertini Broes – Music, Nightlife, Exciting EP (Save The Black Beauty)

3 Dez

c6b-wjNeue Musik aus Berlin von den „Märtini Brothers“. DJ Cle und Live-Künstler Mike Vamp flashen zwar nicht mehr jedes Weekend wie einst 2002, aber wenn, dann genau so exzessiv, charmant wie eh und je und „Just For You“. Das beweist ihre neue EP, Releasedatum ist der 02.12.2015 auf Save The Black Beauty. Stilecht mit einem schwarzen Hengst zeigt sich die EP mit dem Titel „Music, Nightlife, Exciting“, die sich im Track AA1 widerspiegelt.

„Exciting“ stimmt den Hörer voller Vorfreude auf die nächste Clubnacht ein, gespannt was, bzw. wer (Brothers, Sisters) da so kommen.

Unser Favorite-Track ist der „Lovetrain“ (A1) mit den unverkennbaren Stimmen der Maertini Broes, die in den letzten Jahren ihre „äs“ und „ös“ verloren haben. Ist der Liebeszug eine Hommage an die gute alte Loveparade?! Vielleicht, definitiv kommt er aus der elektronischen Musikhauptstadt Berlin.

Bei „Dancing Queen“ (AA2) hatte Tobi Neumann seine Finger mit im Spiel. Verzerrt, schräg, tanzbar, trifft den Nagel auf den Kopf. Davon gibt es auch noch einen Fadi Hachem Lavry Mix, als Bonus.

Als zweites Extra bereitet „Wont Let Go“ Chilliges für alle, die den Club nicht verlassen können. Prädikant wertvoll, für alle House/Electro-Lovers, die es auch lieber gerührt (Vinyl), als geschüttelt mögen.

Sonnenfrau

Soundprobe und mehr: http://www.decks.de/t/maertini_broes-music_nightlife_exciting_ep/c6b-wj

Safari – Eine wilde Party in OWL

5 Okt

Safari 2008Am Tag vor der deutschen Einheit ging es nach Herford. Im X-Club steigte DAS House-Techno-Electro-Festival in Ostwestfalen-Lippe auf insgesamt vier Areas.

Die schon dritte „Safari“ in 2008 verursachte auch am 02.10. lange Schlangen vor der Tür. Als wir um kurz nach Mitternacht die Location betraten, schlug uns eine Tropenhitze entgegen. Wie auf einer richtigen Safari stürzten sich die Leute in ihr ganz persönliches Abenteuer. Jeder Floor hatte seine eigene Art mit dem dazugehörigen Line-Up. Im Mainfloor, der auch als Raucherbereich funktionierte, traf man auf tierische Größen wie Moguai und Pascal Feos.
Im AtomiX, dem Housefloor, heizten die Boogie Pimps so ein, dass selbst die Theke von Raubkatzen als Dancefloor umfunktioniert wurde. Resident DJ Benjamin Sanker spielte in dieser Nacht exklusiv in der Cocktailarea, an seiner Seite Johannes. Hier flossen die Drinks in Strömen, eine besonders, ausgelassene Stimmung machte diesen Bereich zum Geheimtipp der Safari.

Wer sich eine wohlverdiente Abkühlung holen oder einfach nur an ein nettes Gespräch anknüpfen wollte, ging von dort aus direkt in den mit Sand aufgeschütteten Outdoorbereich. Der vierte und letzte Floor präsentierte einen nicht ganz alltäglichen Minimal-Sound. Einmal angekommen ließ einen dieser nicht mehr los! Hier gaben nationale Acts, wie Heidi und DJ T ein get physical Stelldichein. Insgesamt sorgten 15 Künstler für eine wilde Party und eine lange Nacht in OWL.

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

Tonka – Zurück mit neuer Musik

4 Apr
Tonka Is Back! Wir haben uns mit ihm über sein neues Album „84“ unterhalten und die Frage geklärt, warum es so lange still um ihn geworden ist.
 

Wie kommt es, dass man so lange nichts mehr von dir gehört hat? Das liegt daran, dass ich mich die letzten anderthalb Jahre auf die Produktion zu „84“ konzentriert habe, welches natürlich unweigerlich zu einer starken Einschränkung meiner Veröffentlichungen geführt hat. Das Remixen wurde vorerst auch auf Eis gelegt, damit ich all meine Ideen direkt in das Album einfließen lassen konnte.

Was steckt hinter dem Titelnamen deines neuen Albums? Hinter der Titelwahl 84 verbergen sich verschiedene Gründe, wie z.B. die Idee, ein persönliches Resümee der letzten 20 Jahre zu ziehen. Ein wesentlicher Grund ist jedoch, dass ich mich im Alter von zehn Jahren bereits sehr auf Musik fokussiert hatte. Man könnte das Jahr 1984 somit auch als Schlüsseljahr bezeichnen. Das Horten von Megamixes (je länger desto besser) und Maxiversionen verschiedenster Achtziger-Lieblingsbands wie ABC, Depeche Mode oder Kajagoogoo auf Tapes wurde zur Hauptbeschäftigung. Abgesehen davon stellt das Jahr 1984 aus musikalischer Sicht gesehen für mich nach wie vor das stärkste Jahr der Achtziger dar. Sowohl was die Veröffentlichungen im Bereich Pop, Wave oder auch Elektro anbelangt, als auch in Bezug auf das Weichenstellen für spätere musikalische Strömungen. Breakdance, zum Beispiel, war ein sehr wichtiges Thema, oder BMX! In dieser Zeit habe ich angefangen, Musik sehr viel bewusster aufzunehmen. Das Video I.O.U von Freeze wirkte neben den Featuren von BMX-Rädern, auch musikalisch sehr stark auf mich. Neben Arthur Baker, der für I.O.U. und auch für Afrika Bambaataas „Planet Rock“ an den Reglern saß, hatten auch weitere Dance-Produzenten der damaligen Zeit wie John „Jellybean“ Benitez (Madonna) oder Trevor Horn (Propaganda, Frankie Goes To Hollywood, The Art Of Noise) sehr starken Einfluss auf mich.  So auch Italo Disco; diese Art von Synthy-Pop hatte übrigens meiner Meinung nach einen mindestens so großen Einfluss auf den späteren House-Sound wie beispielsweise Kraftwerk.

Was für einen Sound erwartet uns auf „84“? Soundmäßig lässt sich „84“ in verschiedene Phasen oder musikalische Abschnitte einteilen. Als grobe Überbegriffe wären da (auch wenn ich kein Fan von „Schubladen“ bin!) House, Offbeat, Downbeat und Pop zu nennen. Zudem findet sich am Ende des Albums mit „Tasty“ und „The Night“ (das Original von Valerie Dore stammt übrigens auch aus dem Jahr 1984) eine Art Hommage an den frühen Italo-Disco-Sound.

Wie würdest du den Style, den du momentan auflegst, bezeichnen? Was die Plattenauswahl anbelangt, dreht sich’s bei mir hauptsächlich um positiv besetzten Dance-Sound im weitesten Sinne. Themen wie Cut-up-Disco, 80s und Breakbeat spielen dabei eine wesentliche Rolle. Ich halte nicht viel von kurzweiligen Trends und verlasse mich lieber, wie auch im Studio, auf mein Bauchgefühl. Mixtechnisch geht das Ganze mittlerweile eher in Richtung Cutten und Scratchen.

Viele kennen dich als House-Produzenten, erzähl uns doch mal von deinen weiteren Produktionen! Wenn man sich das Album 84 im Vergleich zu Peaktime anhört, bekommt man schon einen leichten Einblick, in welche Richtungen es in Zukunft noch gehen könnte. Zeitgemäße Poptunes mit Songstruktur wie „The Garden“ oder eben etwas ruhigere oder ernsthafte Themen a la „Believe“ könnten da durchaus als Ansatz verstanden werden. Die für mich neue Plattform Album hat mir dies eigentlich erstmals ermöglicht.

Deine Pläne für 2004? Erst mal schau’n wie es mit dem Album so läuft. Eine Single für Kim Appleby ist auch schon in der Mache und dem Herrn Pooley schulde ich nach Get Back auch noch einen Remix… Haben uns aber schon was nettes Vocaliges von seinem neuen Album rausgesucht. Eine Clubtour zum neuen Album ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht geplant, allerdings werde ich mir die ein oder andere Album-Releaseparty nicht nehmen lassen.

(Veröffentlicht im Partysan-Magazin)

Sunshine Live Volume 014 – Various Artists (Toptrax)

25 Feb

slWir gratulieren! Unser Lieblingsradiosender feierte gerade erst seinen 8. Geburtstag und ist jetzt schon wieder dabei, dance-trance-housemäßig noch weiter durchzustarten. Die bewährte Compilationreihe läuft wohl so gut, dass sich die aktuelle 14. sunshine-live von 0 auf 4 in die Charts katapultierte.

Auf dem Cover präsentiert sich das Maskottchen – das vielumstrittende Baby – im Gänseblümchenoutfit und gewährt im Inneren einen Blick auf die drei Cds. Der erste Silberling kommt in gewohnter Dancemanier mit Scooter, Sunset Strippers und Pulsedriver daher, während die Zweite mit aktuellen Houseburnern, wie Eric Prydz & Steve Angello, Shapeshifters und viele mehr, alle Hörer von ihren Stühlen zerrt und auf die Tanzfläche schickt.

Allerdings gibt es keine  wirkliche musikalische Trennung der Cds, bei diesem kunterbunten Mix ist für jeden was dabei und da die beiden CDs nicht gemixt sind, passen die verschiedenen Styles. Den Mix bringt dann DJ Falk auf der Bonus CD.

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

Erotic Moments In House 1-3 – Various Artists (Dessous Recordings)

25 Feb

Erotic MomentsAls limited Edition bringt Dessous Recordings dieses chillige Schmankerl in den Handel. Kerzenschein, ein Glas Rotwein, die Erotic Moments In House 1-3 in den Player gelegt und der gemütliche Kuschelabend ist perfekt. Die Box besteht aus satten 5 CDs mit Künstlern, wie Vincenzo, The Disco Boys, John Dahlbäck, Pete Moss, Steve Bug, Phonique Matthias Tanzmann, Martin Landsky und viele mehr.

Mit dabei auch Newcomer, wie bgb, Innocent Lovers, David Panda und The Jackals. Diese Compilation enthält niveauvolle, deepe Housemusik mit mehr als 60 Tracks und einer Gesamtspielzeit von über 6 Stunden, inklusive der beiden Mix-Cds von Pete Moss und Phonique.

Das Box-Set gibt es ab jetzt in limitierter Auflage zunächst nur in Deutschland und ist der ideale Begleiter zum Strand, im Auto, bei einem gepflegten Dinner und besonders im Schlafzimmer. Sollte also in keinem Reisegepäck fehlen, fettes Ding!

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

Big City Beats Vol. 2 – Various Artists (2bp music)

25 Feb

BigCityBeatsJeden Samstag von 20 – 2 Uhr gibt es big city Beats auf bigFM. Schon im November schlug der erste Teil der dazugehörigen Compilation wie eine Bombe ein, höchste Zeit für den zweiten Teil. „Big City Beats Vol. 2” mixed by Steve Blunt enthält alles, was das momentane House-Herz benötigt. Alle Hits und “Must-Haves” sind hier vereint.

Nach einem netten Intro geht es mit Clubburnern wie Mylo, Yoshimoto und Michael Gray weiter und es gibt auch einiges aus Deutschen Landen. Klar dürfen bei so einer Housesession die Disco Boys nicht fehlen, hier mit ihrer aktuellen Single „For You“ feat. Manfred Mann´s Earth Band und auch Mousse T. feat. Emma Lanford ist mit dabei.

Weitere Highlights sind „The World Is Mine“ von David Guetta und Gus Gus mit „Lust“. Diese Compi bietet Großstadtclubmusik von seiner berauschenden Seite, zusammen mit dem klasse Cover und der detailgetreuen Gestaltung für alle Clubgänger zum Weiterfeiern nach der Party auf jeden Fall zu empfehlen.

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)