Tag Archives: Frank Kruse

Lausbuben Liebe am Alfsee / Junge Junge im Dr. Vogel

8 Mai

IMG_2235Mit viel Liebe zum Detail ist das Lausbuben Open Air am Samstag, 06. Mai 2017 über die Bühne gegangen. Wenn man es genau nimmt, nicht am großen Alfsee, sondern am Badestrand, den Dubbelausee in Rieste. Direkt neben der Wasserskianlage. Bei den Lausbuben ist alles ein wenig anders. Darauf legt Veranstalter Daniel Bruns wert. Hier zählen andere Werte. Und auf Chaoten verzichtet der Lausbuben-Chef gerne. Die Feierszene rund um Osnabrück weiß genau dieses Anderssein zu schätzen und fieberte dem Start in die Festivalsaison entgegen. Viele sind Wiederholungstäter und bereits das dritte Jahr in Folge mit dabei. Auch der Wettergott entpuppte sich als Lausbube und brauchte im Vorfeld nicht bestochen werden. 18 Grad und trocken, stabile Aussicht.

In erneuter Zusammenarbeit mit der Plus2event GmbH wurde auf dem Areal wieder alles hergerichtet, damit alle sich wohlfühlen: Riesige Bühne mit gewaltigem Soundsystem, breites Getränke- und Snackangebot, ausreichend Dixies und der Jägermeister-Aussichtsturm.

Traditionen soll man nicht brechen und somit war Frank Kruse wieder der Warm-Up-DJ der Stunde null. Raus aus dem Bus und rauf auf die Tanzfläche. Langsam aber sicher füllte sich der Bereich vor der Bühne.

Alec Troniq aus Dresden spielte eine Stunde live, bevor es später schon wieder ins Ritter Butzke nach Berlin ging.

Für ein DJ-Set waren die Zeiten allerdings knapp bemessen. Da konnte man nur direkt einen raushauen. Und wenn jemand das kann, dann die Jungs aus Berlin.IMG_2307

Zum einen Jakob von Format: B und zum anderen die Jungs von Aka Aka samt Thaelstroem.

Somit gab es kein langes Rumgeplänkel, sondern es wurde direkt geackert. Holger von AkaAka konnte dann auch nichts mehr hinter dem DJ-Pult halten. Er stürmte nach vorne und eskalierte mit dem Publikum.

Dann freuten wir uns, ein Urgestein der elektronischen Musikszene aus NRW nach langer Zeit mal wiederzusehen: Tapesh. Und einen Unterschied zu früher konnten wir auch nicht feststellen. Er rockte wie eh und je.

Spätnachmittags fand dann auch endlich die Sonne den Weg durch die Wolken. Wie kann es auch anders sein, wenn gleich zwei Franzosen nacheinander auftreten: Joachim Pastor und N´to von Hungry Music aus Paris.

IMG_2291Die Zeit verging wie im Flug. Es gab ausreichend Möglichkeiten, zwischendurch direkt am Wasser oder auf der großen Wiese zu chillen und das Spektakel zu beobachten.

Nachdem es etwas smoother geworden war, drehten Panik Pop ab 20 Uhr nochmal richtig auf. Wer regelmäßig bei den Lausbuben aufm Floor ist, dürften die Leipziger Jungs mehr als bekannt sein.

Langsam näherte sich das Open Air dem Ende, aber nicht ohne Daniel „Dansir“ Bruns. Schließlich hat man als Veranstalter doch eine Fürsorgepflicht und der ging er pflichtgemäß nach.

Standesgemäß versammelten sich alle, die noch auf den Beinen stehen konnten, vor, auf und neben der Bühne zum Abschlusstanz.

Dansir packte allen noch etwas gute Laune, Schokolade und Wein für die Rückfahrt ein, mit seinem Abschlusstrack „Wine and Chocolates“  von Theophilus London.

Um Punkt 22 Uhr wurde es auf einmal ganz ruhig am Alfsee.

Aber…

IMG_2202Junge, Junge, für uns ging ja noch weiter. Zwar gab es keine offizielle Afterparty, aber die Plakate der SoundBoutiqueler im Ausgangsbereich lockten in den Dr. Vogel.

Dort öffneten die Türen in dieser Nacht zwar etwas später, aber früh genug für alle, die nach Osnabrück heimkehrten.

Heute stand hoher Besuch aus dem Rheinland an. Junge Junge (Get Physical), die vor einiger Zeit mit „Beautiful Girl“ ihren Hit landeten und jetzt mit „Run Run Run“, auch auf Universal Music und wieder mit Kyle Pearce, nachlegen. Soviel Harmonie in den Tracks musste ja auch belohnt werden!

IMG_2340Nach dem Münsteraner Luna Tom legten die Beiden direkt los. Wenn man die Jungs so beobachtet, wird da in nächster Zeit sicher noch einiges kommen. Rochus und Michael fühlten sich sichtlich wohl im Vogel und feierten hinterher noch weiter mit der Crowd und Ryan hinter den Decks.

Veranstalter Ryan Stephens hatten wir hier lange schon nicht mehr spielen gehört. Das wurde mal wieder Zeit!

Sonnenfrau

Bildergalerie:

By Nacht | Hell: https://flic.kr/s/aHskVdz5R7

By Frank Schürmann: https://flic.kr/s/aHskW9V2Pv

Videos:

Dansir: https://youtu.be/Qb2IrnEc2cU

Dansir, Finale: https://youtu.be/Tgt6UXNIKQQ

 

 

 

„Intim mit … Timo Maas“ – Interview im Holy Poly

23 Jan

img_1087Frank Kruse spielt an diesem Freitag 20.01.2017, das Warm-Up-Set im Holy Poly. Ein kleiner gemütlicher Laden, den Marcel Schiering aka Marcel Ennix im letzten Herbst an der Dammstraße in Osnabrück eröffnet hat. Marcel ist ein alter Hase der elektronischen Musik-Veranstalter hier. Damals gab es das Frequenzmuseum, den Impuls-Club und dann das Stellwerk. Verrückte Zeiten waren das! Nach einer Pause kribbelte es Marcel wieder in den Fingern. Ein unvergessenes Highlight war der Gig von Timo Maas im Stellwerk. Und was macht man, wenn etwas unvergessen ist?! Man versucht es zu wiederholen. Auf einer anderen Art & Weise. Intim sollte es sein. Und so haben Marcel und Frank es tatsächlich geschafft, den Globalplayer zurückzuholen. Timo Maas (Rockets & Ponies) legt gleich vor ein paar hundert Leuten und einigen Bekannten aus Bückeburg auf. Kurz davor treffen wir einen gutgelaunten und relaxten Timo zum Interview:

Vor vielen Jahren hast du bereits im Stellwerk aufgelegt. Das ist vielen Osnabrücker Feierleuten noch in bester Erinnerung. Was hast du damals erlebt?

Timo Maas: Das war vor sieben Jahren und ich kann mich an eine gute Party erinnern. Der Sound war sehr intensiv.

Kennst du Frank Kruse noch aus dieser Zeit oder woher stammt euer Kontakt?

Timo Maas: Den Frank kenne ich aus einem harten Kern von Fans aus den früheren 2000ern. Mittlerweile sind wir seit fast 15 Jahren befreundet und haben schon einiges erlebt.

Marcel Ennix hatte damals das Stellwerk unter seine Fittiche und jetzt das Holy Poly eröffnet. Knüpfst du mit deinem Gig heute an damals an?

Timo Maas: Ja klar, das war ganz locker. Frank hatte mich gefragt, ob ich Bock habe, dann haben wir über die Agentur den Vertrag fertig gemacht und jetzt bin ich hier, völlig unkompliziert. Da vertraue ich Frank. Das Stellwerk war damals cool und das hier hörte sich spannend an. Aloysius Eilermann ist heute auch hier. Er hatte mich 1994 das erste Mal zu einem Yeeak-Rave nach Osnabrück gebucht und mir ne Chance gegeben. Super, dass er heute auch da ist!

So intim gibt es Timo Maas nicht oft.

Timo Maas: Ich liebe das, so wie es hier ist (schnuckelige Lounge, knackiger Mainfloor). Das hat auch vom Termin her gut gepasst. Vor der Geburt meines Kindes wollte ich nicht so weit weg und flexibel sein.

Was erwartet die Leute gleich?

Timo Maas: Im besten Fall hole ich sie entsprechend ab und entführe sie auf meine Reise. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Ansonsten bist du ja eher weltweit unterwegs. Was sind deine nächsten Bookings?

Timo Maas: Also morgen spiele ich in Bückeburg (Gelächter). Das ist ein Heimspiel alle zwei Jahre und macht auch echt Spaß, da kommen viele Freunde. Für die jüngere Generation gibt es da so ne Szene und das ist echt cool. Nächste Woche bin ich in Italien, danach im Nordstern in Basel und dann die Woche drauf, bin ich bei den Grammys.

Erstmal herzlichen Glückwunsch, du hast „Nineteen Hundred & Eighty Five“ von Paul McCartney und den Wings geremixt und bist dafür für den Grammy nominiert! Wie fühlt sich das an? Wie ist es dazu gekommen, war doch eher ein Zufall, oder?

Timo Maas: 2004 war ich schon einmal für den Grammy nominiert, für eine Arbeit mit Martin Buttrich und den Tori Amos Remix „Don´t make me come to Vegas“. Jetzt schon zum zweiten Mal, ich muss mich immer mal wieder selbst kneifen. Das hätte ich mir niemals erträumen können. Wir haben auf jeden Fall eine Chance. Jetzt bin ich noch nicht nervös, aber kurz vorher werde ich mir wahrscheinlich wieder in die Hose machen. Es bestätigt mir, dass ich die Jahre immer auf dem richtigen Pfad war, auch wenn es nicht immer einfach war. Die ersten Bearbeitungsversuche der Originalspur des Ex-Beatles lagen ein paar Jahre bei mir in der Schublade. James Teej war bei mir zu Besuch, ich spielte ihn den Remix vor und wir bastelten gemeinsam weiter dran. Als Paul McCartney unser fertiges Werk hörte, war er begeistert und wollte unseren Remix unbedingt als eigene Elektro-Version haben. Es ist einfach unglaublich, was da passiert ist! Die Story ist noch nicht zu Ende geschrieben.

Du wohnst nach wie vor noch in Bückeburg? Bist du sehr heimatverbunden? 

Timo Maas: In der Nähe von Bückeburg, aber nicht mehr auf einem Bauernhof, das Leben ändert sich. Aber schon in der gleichen Gegend versteckt am Waldesrand. Das ist mein Rückzugsort, das brauche ich auch. Momentan bin ich ja wieder bekannt wie ein bunter Hund. Auf der einen Seite ist das Show-Business und auf der anderen bin ich Familienvater und schon heimatverbunden. Meine Tochter lebt dort und viele Bekannte, die ich heute mitgebracht habe.

Kennst du eigentlich Osnabrück von der Stadt her?

Timo Maas: In der Stadt kenne ich noch den DJ Record Shop, den gibt es ja auch schon seit den 80ern. Früher war ja der Plattenladen das Facebook von heute. Da musste man sich regelmäßig blicken lassen, um die besten Platten zu bekommen. Wir waren in Hannover, Amsterdam und Osnabrück. Der DJ Record Shop war der geilste Laden von allen!

Wie reagieren die jungen Leute auf dich? Kennen sie die Techno-Ikone noch? 

Timo Maas: Also, ich kann nicht von jedem erwarten, der Lust hat tanzen zu gehen, dass er vorher auf Wikipedia geht, um meine Historie zu erforschen. Aktuell mache ich Remixe, veröffentliche Clubgeschichten, daher kennt man mich. Auch ich muss mich bewegen, ich ruhe mich nicht auf meinem Namen aus.

Welchen Abschlusssatz gibst du Freunden elektronischer Musik mit auf dem Weg?

Timo Maas: Geht tanzen, es gibt nichts Besseres! Wie der Laden hier, was ich eben gesehen habe: Intimer Club, geile Anlage, ich freue mich.

Wir sind gespannt auf deinen Gig, Timo. Vielen Dank für das Interview!

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/nachthellde/albums/72157679503992855

 

 

Musik und Frieden im Wald – der Lachende Hans auf Reisen

29 Aug

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeimatverbundenheit – ein Gefühl, das sich ausprägt, wenn man nicht mehr am Geburtsort lebt. So auch beim Lachenden Hans, eine ganz besondere Open Air Location, die zwei Sommermärchen lang an der Neulandstraße zauberte und seit letztem Jahr auf Reisen ist. Für den Hans ging es raus aus der Stadt -> rein in den Wald. Und ist im Waldfrieden gelandet.

Eine idyllische Location, u.a. für Goa-Parties bekannt, ca. 40 Kilometer von Osnabrück entfernt. Daniel Bruns und sein Veranstaltungsteam waren nicht die Einzigen, die einige Kilometer zurückgelegt haben, um am Samstag, 27.08.2016, ab 11 Uhr, einen Tag lang in gewohnter Lausbuben-Art und Weise zu feiern.

Dirty Doering, Juliet Sikora, Franz Alice Stern, Markus Klee, Krink, Pornbugs, Frank Kruse uvm., die Acts kamen größtenteils aus Berlin, Dortmund oder der Heimat Osnabrück. Murat Intensive aus Istanbul war kein Weg zu weit, nach der letzten intensiven Afterparty hier musste er einfach wiederkommen. Viele reisten von Osnabrück, Vechta oder Oldenburg mit der Bahn an. Von Lemförde aus gab es dann einen Busshuttle.

Und alle wurden mit strahlendem Sonnenschein belohnt. Musik und Frieden im Wald. Ein größeres Glück konnte es eigentlich nicht geben. Wer da noch was zu meckern hatte, sollte lieber zu Hause bleiben und tat das vielleicht auch. Und was machten wir?! So viel sei verraten -> Wir hatten viel Spaß!

Wie im letzten Jahr gab es draußen zwei Floors. Als wir gegen 16 Uhr ankamen, spielte gerade Headliner Dirty Doering auf der Main seinen Katermukkesound. Was für ein Start!

Der zweite Floor „Upper Hill“ wurde in diesem Jahr von Bondage-Music gehostet. Die Pornbugs brachten Dilby, El Mundo, Krink – live und die Vogelperspektive mit, da freute sich der Lachende Hans.

Die ganze Zeit über gab es mehr als genug Möglichkeiten zu chillen, ob auf den Wiesen, im Baumhaus oder auf Schaukeln. Kostenloses Wasser kam direkt aus der Quelle.

Und wie vergeht der Tag mit so vielen Vögeln auf einem riesigen Areal? Wie im Flug!

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

So erlebt doch jeder selbst seine eigene Geschichte. Gewisse Dinge können nicht erklärt werden, die muss man selbst wahrnehmen: Wie das Abschlussset von Dansir und Louis Dinkgrefe. Wer die Tage und Nächte damals im Lachenden Hans mitgefeiert hatte, hat spätestens jetzt das Hans-Gefühl wieder. Oder lernte es endlich kennen!

Für alle, die nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen waren, ging es pünktlich ab 22 Uhr Indoor weiter mit Fareed Escobar, Intensive, Tom Stil und P.A.C.O. Gut so, denn mittlerweile war es schon zappenduster.

Wir machten es uns zwischendurch am Lagerfeuer gemütlich und waren gespannt auf diejenigen, die ab 3 Uhr bis zum Ende spielen sollten. Das Motto: „Wer steht, der dreht…“

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Veranstalter Dansir schnappte sich direkt im Anschluss noch einmal P.A.C.O., nach Juliet Sikora, der zweite Kitball-Vertreter an diesem Tag. Eine Symbiose, die den Hans noch bis vier Uhr am Lachen hielt.

 

 

Übrigens: Wer Nacht | Hell kennt, weiß, dass wir auch sehr heimatverbunden sind.

Sonnenfrau

Fotogalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/albums/72157672098049042

Videos:

Dirty Doering: https://youtu.be/Nu5ro7Jrdl4

Franz Alice Stern: https://youtu.be/TUGsKO0nwrw

Dansir & Louis Dinkgrefe: https://youtu.be/A8BE86uuSdA

Meuterei der Lausbuben am Alfsee

22 Mai

IMG_8666

Mit Pauken und Trompeten – so stehen sie da, zwölf junge Männer; trommeln und blasen auf ihren Instrumenten was das Zeug hält. Meuterei der Lausbuben oder was hat das Ganze auf sich? Veranstalter Daniel Bruns aus Osnabrück war so mutig, Meute aus Hamburg am Samstag, 21.05.2016 zum Alfsee zu holen und eine Symbiose aus elektronischer Musik und Marschmusik zu bieten und -> es kommt an. Erste Gehversuche in diese Richtung gab es bereits mit Aka Aka feat. Thalstroem bei den Open Airs in Damme und letztes Jahr hier in Rieste. Andersartig, schräg, etwas durchgeknallt, genau wegen dieser Mischung sind die Leute dabei.

Bereits seit 11 Uhr geht´s im Ferien- und Erholungspark soundtechnisch grandios ab mit Frank Kruse & Louis Dinkgrefe, Panik Pop, Alec Troniq & Gabriel Vitel, Lexer und David Keno. Bis auf die Residents sind alle Künstler aus dem Osten der Republik gekommen. Viele Gäste haben sich schon morgens einen Zug geschnappt oder sind im Bus von Feierreisen angereist und früh dabei. Das Wetter spielt mit frühlingshaften Temperaturen ohne Regen mit. Auf eine aufwändige Zeltüberdachung wurde verzichtet.

Was direkt auffällt: Kinderkrankheiten vom letzten Jahr sind ausgemerzt: Der Einlass läuft wesentlich strukturierter, Dank den Jungs von plus2event, die man von Tante Mia und dem Strandfieber kennt. Es gibt reichlich Dixies und das gastronomische Angebot ist groß. Vom Jägermeister-Aussichtsturm hat man einen überragenden Blick auf die feiernde Meute und den kleinen See, der ansonsten für Wasserski bekannt ist. Der größte Chill-out Bereich ist die Wiese selbst. Wer nicht in der Crowd abgehen will, tanzt lässig barfuß im Sand.

Lausbuben-Open-Air-Stammgast Niconé macht auch 2016 wieder einen Zwischenstopp, bis es weiter zum nächsten Gig nach Innsbruck geht. Mit einer Stunde war die Playtime für die DJs knapp bemessen und es geht Schlag auf Schlag mit Adana Twins und Format:B weiter.

IMG_8716Ab 20 Uhr erzählt Bebetta ihre musikalische Märchenstunde. Was soll ich schreiben? Manche Dinge muss man fühlen, dabei sein und sie selbst erleben. Die Wirkung ist sicher bei jedem anders, aber für mich ist es einer der Momente, den man gerne anhalten oder besser einpacken und mit nach Hause nehmen möchte.

Den fulminanten Abschluss feuern dann wieder Dansir & Ricd ab. „Thrill me“ von Junior Jack ist einer der letzten Tracks der Knalltüten. Um Punkt 22 Uhr geht ein Tag, wie ein schöner Traum, viel zu schnell zu Ende.

IMG_8745Die Lausbuben haben dann noch in die Budebums geladen. Unter den Osnabrücker Insidern als Ferner Welten bekannt, öffnet die On-Off-Location heute erstmalig als offizielle Aftershow in der Karlstraße. Hier gehört Lächeln zur Grundausstattung. Nach dem Tag am See und in der Natur muss man sich erst einmal an die stickige Clubluft gewöhnen. Ein rustikales Ambiente gepaart mit niedlichen Details erwarten uns.

Der Berlin-Einschlag der Artists zieht sich auch hier weiter durch´s Programm. Wir freuen uns auf alt bekannte Gesichter, wie die Pornbugs. Man merkt, dass es für die Jungs von Bondage-Music eine Herzensangelegenheit ist, mal wieder in Osnabrück zu spielen. Ein klein wenig Ritter Butzke-Feeling liefert dann zur fortgeschrittenen Stunde Mario Aureo.

Der Besuch des Toilettenwagens draußen mit Radiomusik holt mich dann auf den Boden der Tatsachen zurück. Zeit die Jacke zu holen. Wir beenden unsere Clubnacht mit einem Blick auf den Spruch an der Garderobe: „Säufste-stirbste, Säufste nicht, stirbste ooch, also säufste“. Typisch Lausbuben und stimmt ja auch, irgendwie…

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/albums/72157668732478835

Video: Dansir & Ricd: https://youtu.be/bdeFSlt7900

Sonniges Tänzchen bei Tante Mia

7 Mai

IMG_8323Christi Himmelfahrt – ein beliebter Feiertag, der von den Männern gerne als Vatertag umgetauft wird. Der Tradition folgend ziehen vor allem männliche Dorfbewohner mit Bollerwagen und reichlich Bier los. Doch an diesem Donnerstag, 05.05.2016 zeigt sich ein ganz anderes Bild im sonst so übersichtlichen Vechta: Ca. 10.000 partyhungrige, junge Leute machen sich auf den Weg, um bei Tante Mia zu tanzen. Letztes Jahr um diese Zeit feierten alle beim Strandfieber in Goldenstedt, doch aufgrund der Vogelbrut mussten die Veranstalter kurzerhand umziehen.

Und so bekommt diese Ecke in Niedersachsen 2016 gleich zwei Elektro-Events. Das Strandfieber wird am 03.09.2016 ab 12 Uhr wie gewohnt am Hartensbergsee nachgeholt. Bis dahin sollten die Vögel längst flügge sein.

Wummernde Beats knallen uns entegen, als wir das riesige Areal nachmittags endlich erreichen. Dort wo im August Autoscooter, Bierzelte und Zuckerwatte zum Stoppelmarkt locken, haben die Eventagenturen Partykowsky und Queens Event GmbH eine Kirmes für den Elektrofan gezaubert. Wir machen einen Abstecher ins Zelt, beobachten kurz das wilde Treiben auf der Hauptbühne, dann geht´s schnurstracks zum Lausbuben-Floor, der guten Stube von Tante Mia mit gechilltem Deep-& Tech-House.

Nach und nach trudeln hier immer mehr bekannte Gesichter aus Osnabrück ein. Denn wenn die Lausbuben feiern, sind nicht nur die DJs am Start, Freunde und Bekannte des Hauses gehören dazu. Ohne sie wäre es nur halb so spannend! In diesem Moment übergeben gerade Panik Pop voller Feuer an die Residents Dansir & Louis Dinkgrefe.IMG_8334

Louis und Daniel waren eigentlich nacheinander angesagt, entscheiden sich aber spontan für ein B2B. Diese Kombo ist Open-Air-erprobt und sollte auch so sein. 25 Grad, blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, fröhliche Menschen und passende Beats – so stellt man sich eine gute Stube vor.

Um 18 Uhr war Zeit für Miyagi, der uns für sein lockeres Set im Lachenden Hans in Erinnerung geblieben ist. Heute legt er ein paar Beats Per Minute mehr drauf.

IMG_8363Nebenan zerstören die Housedestroyer den Tanzgarten und das EDM-Publikum auf dem Main-Floor tobt. Tante Mia hat an alle gedacht! Spannend zu beobachten, wie die Leute sich zielgerichtet verteilen. Wie bereits vor zwei Jahren auf dem Strandfieber, rocken DBN derbe, hier im Discokugel-Zelt, der Diele.

Für alle hungrigen Mäuler sorgt Tante Mia, hat Brote geschmiert usw. Es gibt diverse Futterbuden & Theken. Das Warsteiner-Iglu war gut gemeint und wäre bei Regen sicher Zufluchtsort Nummer eins gewesen.

Um 19.30 Uhr entern die Berliner Mat.Joe dann die Lausbuben-Stage. Matze und Joe hatten letzte Nacht noch im Ritter Butzke gespielt und genießen sichtlich das Frischluft-Feeling.

Zwischenzeitlich trifft Headliner Thomas Schumacher ein. Letztes Jahr im Oktober hat Thomas bereits für die Lausbuben im Zirkuszelt in Osnabrück gespielt und begrüßt Veranstalter Dansir herzlich. Das Bremer Urgestein erzählt uns, dass er mittlerweile längst in Berlin wohnt und seinen Gig in Vechta mit einem Besuch zu Hause verbindet. IMG_8389

Auf der Stage haut Thomas Schumacher dann in die musikalische Kerbe, für die er bekannt ist. Elektrochemie LK – Schall lässt grüßen! Nebenan startet eine Feuershow. Von Weitem sieht es aus, wie ein Tomorrowland-Spektakel. Auf diesen Schnickschnack wurde in der guten Stube verzichtet.

Anschließend versammeln sich alle Acts, die bereits mittags an der Reihe waren, bei Tom Stil. Frank Kruse, Ryan Stephens und Nana K leisten mit den Lausbuben-Freunden Full-Support. Für Nacht | Hell die letzte Aktion des Abends.

Danke Tante Mia, du hast uns bestens versorgt! Bis auf ein Manko: Müllberge aus Plastikbechern und Glasflaschen passen so gar nicht zu dir. Bitte finde hier eine Lösung!!

Ansonsten hast du´s drauf. Wir freuen uns auf ein weiteres Tänzchen mit dir im nächsten Jahr am 25.05.2017 ab 12 Uhr. Hoffentlich wieder im Sonnenschein!

Sonnenfrau

Bildergalerie: 

By Nacht | Hell: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/albums/72157667836022152

By Frank Schürmann: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/albums/72157668096607325

Videos:

Dansir & Louis Dinkgrefe, Crowd: https://youtu.be/ps3PqhKfcZY

Dansir & Louis Dinkgrefe, Stage: https://youtu.be/7__ljSPxLf0

Lausbuben-Feeling am Badestrand vom Alfsee

11 Mai

Glückliche Gesichter strahlen einem entgegen, alle tanzen zu den letzten Melodien an diesem Maiabend. Die kühle Brise des Alfsees streift über die Massen. Die Knalltüten aka Dansir und RICD spielen „Recognize“ – SoKooL feat. Mr. Schug und es liegt etwas in der Luft was man festhalten möchte, es macht glücklich, spricht alle Sprachen und verbindet uns miteinander – die Liebe zur Musik der Lausbuben. Alle Arbeiten, alle Mühen der letzten Wochen hatten sich gelohnt, für diesen einzigartigen Moment!

Im letzten Jahr musste der Veranstalter Daniel Bruns das Open Air zähneknirschend canceln, das Wetter hatte den Lausbuben einen fetten Strich durch die Rechnung gemacht. Mit mehr Vorbereitungszeit und Abklappern aller Eventualitäten startete am Sonnabend, 09. Mai 2015 um 11 Uhr, das Event am Badestrand vom Alfsee im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Warum eigentlich „ALF“-See? Diese Frage stellte ich mir schon als Kind, dachte ich mir doch, dass der ALF hier wohnt. (Anmerkung für die jüngere Generation: Ein haariger Außerirdischer, Kult-Sendung in den 80ern). Bis heute wurde ALF hier allerdings nie gesichtet.

Schon im Vorfeld berichtete der Veranstalter ausführlich über die Gegebenheiten vor Ort, postete Bilder vom Aufbau und der Wetterlage. Anreisemöglichkeiten mit dem Bus wurden in Zusammenarbeit mit dem INSIDER Osnabrück (Monats- & Szenezeitung) organisiert. Eine der Besonderheiten der Lausbuben ist, dass sie mit ihren Infos nicht hinter dem Berg halten, sondern den Leuten das Gefühl geben, ein Teil vom Ganzen zu sein.

Nachdem wir uns am Eingang in der langen Schlange durch den eingezäunten Bereich gekämpft hatten, fing der lockere Teil des Tages an. Eine relaxte Stimmung strömte mir entgegen. Die Leute hatten es sich auf Decken gemütlich gemacht, mit einer überdimensionalen Zeltkuppel war der Dancefloor wetterfest und es standen reichlich Dixie-Toiletten zur Verfügung. Die Getränke- und Essensstände waren schnell umlagert.

Es war 14 Uhr und Sven Goder von den Pornbugs (Bondage Music) aus Berlin lieferte ein deepes, lockeres Set ab. Dennis Meyer und die Osnabrücker Residents Louis Dinkgrefe und Frank Kruse hatten schon gespielt und einen der Headliner Panik Pop live hatten wir bereits verpasst.

Das komplette Areal war umzäunt, der Betrieb der Wasserski-Anlage ging weiter und die Zäune reichten bis ins Wasser, damit keiner aus Versehen baden ging.

Niconé – uns noch besser bekannt als Lexy von Lexy & K-Paul – machte einen kurzen Abstecher zum Alfsee, bevor es für den Wahl-Berliner weiter nach London ging. Als Niconé hat er sich bereits seit geraumer Zeit eine zweite musikalische Identität zugelegt. Sein ruhiges, melodisches Set fügte sich perfekt in die idyllische Lage ein. Highlight war „Caje“, sein gemeinsamer Hit mit Sascha Braemer.

Die Jungs von AKA AKA hatten auch wieder den Thalstroem mit im Gepäck. Das ist der Mann, der die Trompete zum Besten gibt. Wie auch auf dem ersten Lausbuben Open Air in Damme hatte sich die Kombi bewährt. Für die Truppe ging es dann noch weiter nach Paris. Nachmittags Alfsee, abends Eiffelturm, das kann man machen!

Tausende Hände flogen in die Luft! Wenn es regnete, dann war´s eindeutig Konfetti. Lausbuben-Fans mit glitzernden Gesichtern und Löwenzahn-Kränzen auf dem Kopf hielten Schilder hoch, wie „Böööh!! Geiler Track“ oder „Bitte nicht schubsen, ich habe einen Joghurt im Rucksack, danke.“

Für ein Stündchen ging´s dann weiter mit David K. und Tom B. (Dusted Decks, Leipzig). Einziges Manko war, dass die Artists jeweils nur eine Playtime von einer Stunde hatten. Da hieß es, diese kurze Zeit komprimiert zu füllen.

Dafür gab es im Anschluss gleich zwei Stündchen mit Stil vor Talent-Künstlern: Erst der junge, begabte KlangKuenstler live, gefolgt von einem DJ-Set von Teenage Mutants.

Die entspannte Atmosphäre hielt über den Abend. Der Rettungsdienst hatte kaum etwas zu tun und die Securitys nahmen ihren Job ernst, ließen aber auch mal Fünfe gerade. Als zwei Mädels kurz vor der Absperrung tanzten oder jemand voller Tanzfreude auf die Box sprang, war das kein Drama.

Um 20 Uhr verströmte Schlepp Geist einen Hauch Fusion-Festival-Spirit mit seinem Live-Set.

Als Veranstalter Daniel Bruns aka Dansir zusammen mit RICD das Knalltüten-Schluss-Gespann bildete, hatten sich alle auf der Tanzfläche zusammengefunden. Mit Oliver Koletzkis „Mückenschwarm“ beendeten sie das Open Air, ganz im Einklang mit der Natur.

Sonnenfrau

Weiter geht´s für die Lausbuben Komplizen am Samstag, 11. Juli mit dem Lachenden Hans Open Air @ Waldfrieden. https://www.facebook.com/events/794060680664110/

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157652645740055

Videos:

Niconé: https://youtu.be/pah5493cbco

KlangKuenstler live: https://youtu.be/mPAiWWIDuhA

Knalltüten: http://youtu.be/cWMBHHq8HFE


 

Strahlendes Re-Opening im Lachenden Hans

20 Jul

OLYMPUS DIGITAL CAMERASeifenblasen und eine Wasserspritzflasche – das war unsere Grundausstattung für das Re-Opening des Open-Air-Clubs Lachender Hans, am Samstag, 19.07.204, in Osnabrück. Für die Veranstalter Lausbuben Komplizen zählt Lächeln und Spaß an der Musik. Alle anderen können zu Hause bleiben.

Viele Wochen war das Wetter zu schlecht und die Vorbereitungszeit zu kurz, den „Hans“ wieder ins Leben zurückzuholen, aber dieser Sonnabend hatte es in sich. Bereits um 12 Uhr öffneten sich die Pforten an der Neulandstraße. Das Thermometer knackte bereits jetzt die 30 Grad Marke. Louis Dinkgrefe, das Küken aus dem Dr. Vogel-Clan, machte den Opener in der liebevoll gestalteten DJ-Kanzel.

Die Liebe zum Detail spiegelte sich auf der gesamten Veranstaltungsfläche wieder – Lausbubenstyle halt. Frische Blumen rankten in Kästen, bunte Schirme & Lampions strahlten am Zaun, spaßige Schilder, wie „Ich weiß, wo dein Hans wohnt“ und sogar ein Eisbärkopf verirrte sich in der Hitze.

Innerhalb kürzester Zeit hat das Team in extremster Schweißarbeit aus dem Nichts Sand aufgeschüttet, das DJ-Pult aufgebaut, die Theke platziert, Sitzgelegenheiten geschaffen und die Deko gezaubert.

Um 14 Uhr übernahm Lausbube Frank Kruse im suptropischen Klima die Regie. Zu diesem Zeitpunkt trudelten die Leute nach und nach ein, um erstmal im Schatten zu relaxen und den Klängen zu lauschen. Danach folgte Murat Acar aus Bielefeld. Bei „Keep Control“ stürmten die Ersten barfuß auf die Tanzfläche im Sand.

„Trinken hilft“ – dieser Meinung war auch Lemonaid, die mit einem Promoteam vor Ort waren. Ansonsten wurde für die heißen Leiber  kostenlos Wassereis verteilt und Fächer für fünf Euro angeboten, die für einen kleinen Luftzug auf den nassen Körpern sorgten.

Pünktlich zu Beginn von Headliner Miyagi aus Hamburg fanden auch die letzten Freibadbesucher den Weg in den Club. Miyagi, der schon im Kuckuck, Dr. Vogel und letztes Jahr im Lachenden Hans spielte, ging locker auf die Leute ein und performte ein entspanntes Set.

Wer sich trotz Grillglut körperlich betätigen wollte, aber eine Pause vom Tanzen brauchte, schwang sich auf das Stand-Fahrrad.

Mit dem Lachenden Hans-Track vom letzten Jahr „Sun“ (Ricd Remix) – TDCC eröffnete Obervogel Dansir seinen Gig im Seifenblasen-, Glitter- und Konfettiregen. Die nächsten Stunden ging Daniel voll in der Musik auf und das Publikum auch.

Mittlerweile war es dunkel und im nebenliegenden Club, dem ehemaligen Kuckuck, jetzt Works, startete eine Black-Music-Party. Wer zur Toilette ging, erlebte zwei völlig konträre Welten.

Den Abschluss eines langen Tages machte der immer wiederkehrende Luna Tom aus Münster.

Sonnenfrau

Ab jetzt, für die nächsten zwei Monate, öffnet der Lachende Hans bei gutem Wetter. Aktuelle Infos auf der facebook-Seite: https://www.facebook.com/hansderlachende

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157645790601351/

Videos:

Miyagi: http://youtu.be/BU9Fe19D778

Dansir spielt „Sun“ (Ricd Remix) – TDCC: http://youtu.be/MasCqejTlW4

Dansir: http://youtu.be/e00EnSM4Png

 

Elektronisches Fieber am Strand von Goldenstedt

30 Mai

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEin Open-Air ist die Königsdisziplin eines jeden Veranstalters, kein Event steht und fällt so mit dem Wetter. Schon die Tage vorher wurde rund um das Amphitheater in Goldenstedt Sand angekarrt, Beach-Bars aufgebaut und die drei Stages errichtet, alles im strömenden Regen. Doch am Vatertag, 29. Mai 2014, geschah ein kleines Wunder: Es blieb trocken inklusive einiger Sonnenstrahlen.

Um 12 Uhr startete das Festival, am idyllischen Hartensbergsee, welches kurzzeitig vom Strandrausch in Strandfieber umgetauft wurde. Wie auch immer, ein Fieberrausch war es allemal.

Leicht angeschlagen von der letzten Nacht machte Nacht | Hell sich auf den Weg Richtung Vechta. Nach Verlassen der Autobahn und danach noch unglaublicher 30-minütiger Fahrt über Land erreichten wir das Festival. Die Party war bereits im vollen Gang. Wie auf einer Kirmes gab es zahlreiche Gastrostände. Plötzlich standen wir mitten im Wald, bzw. im Amphitheater, an diesem Tag das Zuhause der Lausbuben mit einem atemberaubenden Ausblick.

Die Osnabrücker Louis Dinkgrefe, Frank Kruse und Stil & Bense live waren schon seit mittags voll dabei, gefolgt von Beatamines aus Erfurt. Deep, porner, Pornbugs aka Sven Czerwienski und Sven Goder trafen den Klang des Tages.

Eine komplett andere Welt gab es nebenan im Mainfloor, ganz vorne mit dabei DBN und die Housedestroyer. Hier wurde mächtig aufgefahren, mit einer riesigen Licht- und Tontechnik wurde der Floor buchstäblich abgerissen. Für fast jede Spielart elektronischer Musik war etwas dabei. Easy, aber bestimmt nicht langweilig, war es auf dem dritten Floor der Rumpelkiste, mit u.a. Steve Pride.

Wieder bei den Lausbuben, gaben sich die Knalltüten Dansir & RicD ein B2B. RicD aus Leipzig hat in dieser Kombi schon ein paar Mal mit Daniel gespielt, denn die beiden Tüten knallen ordentlich zusammen.

Ryan Stephens Set begann so friedlich, natürlich durfte Robin Schulz, bzw. sein aktueller Remix für „Prayer in C“ von Lilly Wood & the Prick`, nicht fehlen, inklusiver Hands-up.

Dann geschah etwas, was so gar nicht hier hingehörte: Eine Schlägerei mitten auf der Tanzfläche. Ein paar Securitys kamen herbeigeeilt, um die aufgeheitzten Gemüter zu beruhigen, was nicht sofort gelang. Die Musik blieb so lange aus, bis die Sachlage endlich unter Kontrolle war. Es ging um die Liebe & Spaß zur Musik und wer das nicht verstand, war fehl am Platz!

Nach Ryan war Tam (Luna Tom) an der Reihe, leider fehlte krankheitsbedingt Tam Nr. 2 (Christopher Noble).

Unser Fazit: Bis auf eine negative Ausnahme feierten insgesamt ca. 5.000 Besucher friedlich und entspannt auf dem nordischen Elektro-Festival. Dieser Feiertag machte seinem Namen alle Ehre.

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157644924175305/

Rabatz beim Lausbuben Club Festival

29 Mai

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Nacht vor dem Feiertag, 28.05.2014, wurde genutzt, um alle Clubs auf dem Kulturhof an der Dammstraße in Osnabrück zu einer Art Indoor-Festival zu vereinen. Für einmal Eintritt standen einem alle Clubs und ein spannendes Line-up offen. Los gings im „Der Zauber von OS“.

Wo ansonsten leckere Mittagsmenüs, Kaffee und Kuchen und ein Clubberfrühstück angeboten wird, wurde jetzt im hinteren Bereich gerockt. Unsere 1. Station waren um Mitternacht Stil & Bense live, die ihren Besenstil in die Ecke stellten und gewohnt gekonnt performten.

Dieses war eines der wenigen „Festivals“, bei dem der Regen nichts ausmachte, denn man musste lediglich kurz den Hof überqueren, um alle Bereiche (Indoor) zu erreichen.

Im schicken NIZE Club gegenüber, der ansonsten eher Black Music-lastig und kommerzieller ausgerichtet ist, wurde in dieser Nacht zum Deep-House-Tempel, mit dabei die Osnabrücker Lausbuben Residents Louis Dinkgrefe und Frank Kruse, Peer Kusiv live, Nico Pusch und die Pornbugs, die bereits Silvester im Dr. Vogel gespielt haben.

Apropos Dr. Vogel: Für uns ging es dann in unser Lieblingswohnzimmer. Wer einmal im Vogelkäfig drin war, wollte da so schnell nicht mehr raus. Der Club war bis zum Anschlag gefüllt und die Schlange vor der Tür lang.

Wer es relaxter angehen wollte, machte einen Abstecher in die Zenit Boulderhalle, an den Decks u.a.: Tilman und Zini.

Chefarzt Dansir spielte im Dr. derweil die Leute warm, bzw. heiß, hier war Rabatz vorprogrammiert. Als der Mainact andhim (presented by SoundBoutique) hinter die Regler trat, war es rappelvoll und es wurde vor und auf der Bühne gleichermaßen abgegangen. Die andhim-Jungs Tobias Müller und Simon Haehnel stiegen voll auf die Stimmung der Leute ein. Hier feierte keiner für sich, sondern alle zusammen.

In Freude und Heiterkeit übernahm der Berliner Andreas Henneberg etwas technoider und mit Wikinger-Hut auf dem Kopf. Danach ging es mit Ryan Stephens und  Tam Tam genau so weiter. Einige Acts von nebenan machten zur späteren Stunde auch noch einen Abstecher in die Arztpraxis, darunter Nico Pusch und Peer Kusiv.

Diese Nacht wollte einfach kein Ende nehmen. Doch der Morgen kam, plötzlich und viel zu schnell. Es war Vatertag und das Strandfieber Festival stand auf dem Plan mit einem eigenen Lausbuben-Floor. Die Spiele sollten weitergehen…

Sonnenfrau

Bildergalerie: http://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157644911625652

Robin Schulz und seine Buddies @ KlangraumTV

25 Apr

OLYMPUS DIGITAL CAMERADer Osnabrücker Robin Schulz ist längst ein Global Player. Spätestens nach seinem Remix für Mr. Probz „Waves“. Auf seinem Tourplan im Monat April bis heute: Bilzen (Belgien), Magdeburg, St. Gallen (Schweiz), Bordeaux (Frankreich), Heilbronn, Neumarkt (Österreich) und Holdorf. Aber WTF (What the Fu*k?) ist Holdorf?!

Die kleine Gemeinde im Landkreis Vechta in Niedersachsen in der Nähe von Osnabrück ist Sitz von KlangraumTV. Louis Dinkgrefe und Johann Robben sind Betreiber des elektronischen Video-Podcasts, unterstützt von Christopher Ferneding und senden vom heimischen Sofa aus ins world wide web.

Gerne folgte Robin der Einladung seiner Buddies an diesem Donnerstag, 24.04.2014. Letztes Jahr war Robin schon mal vor Ort in der extra angemieteten Gaststätte. Weil es wieder einen riesigen Ansturm gab, beschlossen die Veranstalter kurzfristig das Event bei facebook auf privat zu setzen. Auch Nacht | Hell machte sich von Dortmund aus ins 150 Kilometer entfernte Holdorf, um live dabei zu sein.

Um 19 Uhr öffneten sich die Tore der Dorfkneipe. Die Türsteher hatten die strikte Ansage, wirklich nur diejenigen reinzulassen, die tatsächlich auf der Gästeliste standen (120 Plätze). Der Wirt freute sich über den ungewohnten Hype der elektronischen Musikfreunde, denn ansonsten stehen die Einheimischen wohl eher auf Schlager. Aber an diesem Donnerstag war alles anders und es gab Deep-House all night long.

So wurde der Billardtisch mal eben zum DJ-Pult umgebaut und in ein kleines Sendestudio verwandelt. Alex Berg (Electronique) aus Ibbenbüren pickte sich gleich zu Anfang einige musikalische Rosinen raus.

Nach und nach trudelten auch bekannte Gesichter aus Osnabrück ein, wie Frank Kruse und Tom Stil, die bereits bei KlangraumTV auf Sendung waren. Robin Schulz kam mit seiner Family im Schlepptau. Es waren auch Robins Mutter und seine Freundin, die direkt die Tanzfläche eröffneten. Erst später folgten andere Gäste, die sich erst am Kicker-Tisch im Nachbarraum oder an der Bar warmmachen mussten.

Murat Intensive (Time To Get Physical), der schon fast mit einem Bein in Istanbul steht, nahm noch einmal die Chance wahr, bei KlangraumTV zu spielen.

Danach heizte Robins rechte Hand, Ryan Stephens (SoundBoutique), ein und zwar nicht nur vor Ort, sondern auch hinter den heimischen Bildschirmen: Zu diesem Zeitpunkt klickten bereits ca. 400 Zuschauer gleichzeitig in den Stream.

Nach einem kurzzeitigen technischen Problem (ja, so was kann die Spannung auch erhöhen), startete Robin um 21.30 Uhr mit „Bye, bye, bye“ von 2Raumwohnung im Andhim Remix. Jetzt platze das Bistro Treffpunkt. Die Holdorfer müssen ansonsten schon einige Kilometer auf sich nehmen, um so ein Spektakel zu erleben. Für Robin war sein Gig ein Freundschaftsdienst und er zeigte sich als Osnabrücker zum Anfassen.

Wie sollte es auch anders sein, schloss Robin sein Set mit „Waves“ ab und gab an den erleichterten Louis Dinkgrefe ab, dem die Freude über den gelungenen Abend sichtlich ins Gesicht geschrieben war.

Über den Abend verteilt haben knapp 7.000 Leute eingeschaltet und 151 waren vor Ort.

Für uns war es längst Zeit zu fahren, als KlangraumTVler Johann Robben übernahm. Den Abschluss machte Christopher Ferneding, vielen besser als Ferni bekannt.

Schon am Samstag, 26.04.2014 geht es für Louis und Johann weiter bei der Clubnight meets KlangraumTV im Wunderbar, Vechta.

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157644289309062/

Videos:

Robin Schulz: http://youtu.be/-Sw2TSuU-Rc

Louis Dinkgrefe: http://youtu.be/oflWtERgnI4