Tag Archives: felix kröcher

HEAVEN & HILL 2015 – Ausrasten trotz Regen

16 Aug

IMG_5957Wir befinden uns in 102 Metern Höhe auf der Halde mit Blick aufs Ruhrgebiet. Genauer gesagt, zwischen Hexenhouse & Heile Welt; die beiden Floors der Veranstalter des HEAVEN & HILL-Festivals. Es ist früher Samstagabend, 15.08.2015, als es plötzlich anfängt heftig zu schütten. Es gibt Leute, die versuchen, irgendwo Unterschlupf zu finden, aber auch einige, die komplett ausrasten. Teilweise mit nackten Oberkörpern reißen sie die Arme in die Höhe, tanzen exzessiv weiter und verlieren sich ganz in der Musik.

Ein großer Teil der ca. 7.000 Besucher hatt sich das Ticket bereits im Vorverkauf besorgt. Für viele vom Niederrhein ist das Festival ein fester Bestandteil im Partykalender und so atmeten alle Beteiligten auf, als es Mitte der Woche das „Go“ gab, trotz des nicht einwandfreien Wetters.

Nacht | Hell startete am Nachmittag, so genau wussten wir nicht, auf was für eine „Himmel- und Bergwanderung“ wir uns da einließen. Im Schweiße des Angesichts oben angekommen, wurden die Gäste mit einem atemberaubenden Blick, vier Stages und 30 Acts belohnt.

Die ersten Klänge, die wir hörten, waren „Meet her at the Loveparade“, das konnte nur Da Hool auf dem Hexenhouse-Floor sein. Hier brannte die Luft, und Niels van Gogh folgte.

Wem es eher nach psychedelischen Klängen und progressiven Trance zumute war, feierte vor der LUNA CLUB & V.i.b.e.z.-STAGE. Unter der bunten Deko trafen sich die Goa-Freunde.

Auf der technoiden Permanent-Stage gab Felix Kröcher bereits ab 16.30 Uhr Vollgas. Ein paar Raver mit einer Holzkatze im Schlepptau hatten hier kurzerhand einen Bartisch als Tanzfläche zweckentfremdet.

Uns war es nach einer „Heilen Welt“ mit Deep- und Tech-House. Inmitten von zwei riesigen Buddha-Köpfen spielte Nico Pusch herzallerliebste Klänge. Einmusik folgte um 19 Uhr mit einem Live-Set, etwas Besonderes hier & heute und definitiv ein Highlight!

Für alle EDM-Freunde waren die Auftritte von Danny Avila und den 2Elements auf der Hexenhouse-Stage die Höhepunkte. Hier ging es nicht nur um kollektives Ausrasten, sonders eins zu sein mit dem Lieblingsact, wenn´s sein musste, auch komplett regendurchtränkt.

So ging es auch Klaudia Gawlas: In Regenjacke manövrierte sie die mit Planen abgedeckten DJ-Decks zur Höchstleistung und die Fans dankten es ihr mit einem Regenrave.

Wir verbrachten die letzten Stunden HEAVEN & HILL in der „Heilen Welt“ bei eher sanfteren Klängen. Viele hatten sich um 20.30 Uhr beim What-I-Player Sascha Braemer versammelt.

Es war dunkel und kalt als Gigolo-Ikone DJ Hell den Berg in eine düstere Hölle verwandelte. Als Einziger spielte er volle zwei Stunden den Sound, der Gegensätze vereint und aus dreckigen Soundfetzen eine „Heile Welt“ zauberte.

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/albums/72157656916184209

Video:

Abschluss DJ Hell: https://youtu.be/3MNNheWg9aA

 

Ravende Radiohörer auf der zweiten RadioNation

29 Sep

OLYMPUS DIGITAL CAMERAMannheim – die baden-württembergische Universitätsstadt ist bekannt für ihre Straßenquadrate, den Wasserturm als Wahrzeichen von „Mannem“ und einmal jährlich Anlaufpunkt für alle Anhänger der elektronischen Musik bei der Time Warp. Bis jetzt, denn seit letztem Jahr gibt es einen weiteren festen Termin, die RadioNation. Sunshine live, der Radiosender für die elektronische Musikkultur, hat einen neuen Rave ins Leben gerufen und damit einen jährlichen Treffpunkt für alle seine Hörer geschaffen. Dafür haben sich die Jungs und Mädels vom Radio auch 2014 wieder den organisationsstarken Partner I-Motion dazugeholt. Am Samstag, 27.09., startete bereits um 20 Uhr das Programm in der Maimarkthalle. Vom Einlass, über die Sicherheitsstandards bis hin zu den Ess- und Merchandiseständen, hier war deutlich zu erkennen, wer dahintersteckte. Wer einmal auf einer I-Motion-typischen Produktion, wie der Mayday, Ruhr in Love oder Nature One dabei war, weiß, wovon ich spreche. Im Eingangsbereich begrüßte das verlorengeglaubte sunshine live Baby die Gäste, allerdings gesichert hinter einem Zaun. Auf drei Floors wurde die Bandbreite von EDM, über House bis Techno abgedeckt. Der Raucherfloor, das Studio 1 mit Chico Chiquita, DJ Falk, Klubbingman, Stefan Dabruck, ATB, DBN, Woody van Eyden und Felix Kröcher. Im Studio 2 waren Fabian Ferox b2b Jackbell, DJ Hildegard, Faul, Tom Novy, Hanne & Lore, Stereo Express, Wishes & Dreams am Start und im 3. Studio Mixery spielten Peter Eilmes, Steffen Baumann, Raphael Dincsoy, Marco Bailey, DJ Emerson und Gary Beck. Auch an die Daheimgebliebenen wurde gedacht, so hat sunshine live abwechselnd von den drei Floors die ganze Nacht live übertragen. Das Sendestudio war der Mittelpunkt des Events, hier gab es DJ-Interviews und die Moderatoren live und in Farbe, bzw. das Gesicht zur Stimme aus dem Radio. Neu in diesem Jahr war die Möglichkeit für die 16- und 17-Jährigen die RadioNation mit einem Erziehungsberechtigten, bzw. einem „Muttizettel“ zu besuchen. Da wunderte es nicht, dass das Publikum so jung war wie niemals zuvor und schon relativ früh viel los war. Es herrschte Zurückhaltung bei den Nachwuchsravern, auch bei der Outfitwahl. Es gab zwar einige Mädels in bauchfreien Tops, die sich gerne fotografieren ließen und einen lustigen Typen im Tigerkostüm. Ein Appell an die Generation über 25: Runter vom Sofa und rein in den Rave, hier fehlte die bunte Mischung! Als Stefan Dabruck im Studio 1 den Robin Schulz Hit „Prayer in C“ von Lilly Wood & The Prick in seinem Remix abspielte, wurden die Hände in die Höhe gerissen. Auf dem härteren Mixery Floor pfefferte Raphael Dincsoy zwischendurch alte Techno-Klassiker ab. Die treuesten Fans schien in dieser Nacht allerdings ATB zu haben. Der Bochumer, der gerade von Ibiza zurückgekehrt war, wurde in der ersten Reihe mit Fahnen gefeiert. Wer von den 6.000 Besuchern nach dem fast 10-stündigen Rave noch kein Piepen im Ohr hatte, gab sich den Rest bei Felix Kröcher. Denn bei dem sunshine-live Aushängeschild läuft es immer weiter.

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157647756743908/

Video:

Raphael Dincsoy: http://youtu.be/PZmUhzlS0O4

Gold zum 20. Jubiläum – Nature One 2014

4 Aug

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWie passend zum diesjährigen 20. Jubiläum: Kurz vor dem Festival meldete I-Motion, dass die Nature One unter dem Motto „The Golden 20“ mit 72.000 Karten zum ersten Mal ausverkauft wäre. Das bedeutete bereits im Vorfeld Gold für den Veranstalter. Reine Besucher des Campingplatzes sollten aus Kapazitätsgründen bitte nicht anreisen. Ja, es gab sie wirklich in der Vergangenheit, die Leute, die gar keine Eintrittskarte hatten und mit einer eigenen Bühne und Musik nicht ein einziges Mal den Campingplatz verließen. Das hat mit dem eigentlichen Event nichts zu tun! Alle anderen konnten bereits ab Donnerstag, 31.07.2014 den Weg ins Hunsrück antreten, um schon beim Mixery Opening mit dabei zu sein und an vier Tagen und drei Nächten möglichst viel von den 300 DJs und Live-Acts mitzubekommen.

Dieses Jahr war es auch für mich ein Jubiläum: Nature One die 15. In den Jahren habe ich einige kommen und gehen sehen. Was hatte sich konkret geändert? Die Location wurde natürlich immer weiter ausgebaut bzw. vergrößert und die Musikstile unterliegen einem ständigen Wandel. Doch es gibt tatsächlich Leute, die es im wahrsten Sinne des Wortes „ganz nach oben“ geschafft haben und jetzt selbst als DJ oder Stagemanager auf den großen Bühnen aktiv sind. Früher haben sie als junge Raver auf den Floors gefeiert und werden nun zu Recht bejubelt. Eins ist für alle, die noch dabei sind, geblieben: Die Liebe zur elektronischen Musik in all ihren Facetten.

Zu Beginn entdeckten wir Freitagabend im Eingangsbereich einen Trend 2014: Turnbeutel mit Aufschriften wie Rave, Techno und mehr wurden von Stick That an ihrem eigenen Stand angeboten. T-Shirts, Tops und Aufkleber ergänzten den handmade Stuff. Nacht | Hell entschied sich für „Sexy Rave Gurke“.

Stefan Dabruck heizte gerade die Meute auf dem OpenAirFloor ein. Zu diesem Zeitpunkt, 21 Uhr, war schon viel los. Im Anschluss daran ging es für ihn zu seinem Label-Floor: WePLAY präsentierte sich zusammen mit BUCK ROGERS auf dem zweiten Berg links, der schon von weitem durch riesige weiße Ballons zu erkennen war. Dort spielte Stefan nicht selbst, sondern ließ anderen Künstlern den Vortritt. Es gab ein großes Wiedersehen mit den WePLAYern Falko Niestolik, Jean Elan, Brockman & Basti M und Tocadisco.

Am Samstag wurde uns die Weitläufigkeit der alten Raketenbasis Pydna in Kastellaun bewusst, das gesamt genutzte Gelände betrug 2014 stolze 350.000 qm. Über dem Golden20-Floor thronte eine überdimensionale Geburtstagstorte mit goldenen Kerzen, mit dabei Jungs der 1. Stunde, wie Charly Lownoise & Mental Theo und Hooligan.

Zur Nature One gehört genug Kondition dazu, um alle Floors auf den Bergen zu erklimmen. Belohnt wird man durch den fantastischen Ausblick. Leider gibt es bis heute nur kleine Tritt-Bretter, die nach oben führen. Hier müsste dringend mit festen Treppenstufen nachgebessert werden, zu oft gab es schon Stürze, die mit Nasenbluten geendet haben. Die alten Bunker sind dagegen als Partylocation wie gemacht. Hier kann wie bei Acid Wars richtig gebrettert werden.

Insgesamt gab es 23 Bühnen. Auf dem OpenAirFloor wurden die Besucher auf eine riesige LED-Wand hinter der Bühne projiziert, das sorgte für ein Wir-Gefühl bei jedem einzelnen. Der Century Circus hat eine Dimension angenommen, dessen komplette Größe man nicht mehr abschätzen kann. Brian Sanhaji spielte live, vor dem Nature One-Altmeister Felix Kröcher. Weitere harte Töne gab es von Klaudia Gawlas, die Frau mit dem Herz am rechten Fleck, Global-Player Chris Liebing und dem Lächler Marco Bailey.

Um kurz nach eins startete das riesige Geburtstags-Feuerwerk, die Berge waren überfüllt, um einen möglichst guten Platz zu erwischen und das Spektakel chillig zu beobachten. Robin Schulz, der vorher noch schweißgebadet im House of House aufgelegt hatte, gab dann noch eine Runde auf seinem Label-Floor. Die Osnabrück-Rufe folgten ihm bis auf dem Berg. Peer Kusiv tat es ihm gleich und spielte auch erst im House-Zelt live und dann bei WePLAY.

Besonders auffällig war dieses Jahr, dass viele Leute etwas mitgebracht hatten: Ob aufblasbare Gummitiere, oder auch Puppen (ja auch richtige für Kinder) bei den Jungs und Fächer und Blumenkränze bei den Mädels.

Wer selbst nichts dabei hatte, besorgte sich etwas. Bei Dominik Eulberg im House of House konnte ich meinen Augen nicht trauen und stand wortwörtlich im Wald: Sträuche, bzw. ganze Bäume wurden ausgerissen und in die Luft gehalten. Was sehr passend war, da der „Waldmensch“ Dominik, Student der Biologie ist und für seine Natur- und Tiergeräusche bekannt ist. Doch die Natur im schönen Hunsrück sollte erhalten bleiben. Mein Appell: Das nächste Mal bitte Plastikpflanzen mitbringen, die halten auch länger.

Den totalen Abriss auf dem OpenAirFloor veranstalteten DBN mit EDM-Klängen gepaart mit der fröhlichen Stimme von Cosmo Klein, was für eine Kombi! Die Masse stand drauf und folgten den Befehlen der Jungs, tausende Menschen setzten sich auf Kommando hin und sprangen dann wieder auf.

Mein favorite Set hörte ich dann im House of House beim Berliner Holgi Star. Das war eine Wohltat für meine Ohren, hier kam Underground-Feeling auf.

Dann kam der Moment, auf den ich gewartet hatte: Die Sonne ging auf und DJ Dag aus Frankfurt startete das letzte Set um 7 Uhr auf dem OpenAirFloor, der Klassiker schlechthin. Als Opener spielte er „Follow me“, das neue Release von ihm & Matthew Kramer auf WePLAY. Harmonische eineinhalb Stunden führten durch diesen besonderen Sonntagmorgen und dann zum gebührenden Abschluss.

Bei der Abreise gegen Mittag bildeten sich lange Schlangen bis zur Autobahn und es dauerte ewig, bis man die erst mögliche Auffahrt erreichen konnte. Als wir dann unterwegs von heftigen Regenschauer inklusive Aquaplaning überrascht wurden, wurde uns erst einmal bewusst, wie stimmig alles vor Ort war.

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157645760886468/

Videos:

Falko Niestolik: http://youtu.be/zKTa8jCIfH4

DJ Dag: http://youtu.be/nP5NHwl9feI

Nature One 2013 – Das leuchtende Land

13 Aug

DSCF4583Gummistiefel und Regenjacke, auf das sonst überlebenswichtige Festival-Equipment konnte man 2013 getrost verzichten. 32 Grad und keine Wolke am Himmel, so startete die Nature One am Freitag, 02.08., um 20 Uhr in der Raketenbasis Pydna im idyllischen Kastellaun / Hunsrück. Bereits am Abend zuvor nahmen einige „Nimmersatte“ das Mixery-Opening auf dem Campingplatz mit. Dann war es soweit für: „A time to shine“. Vor uns lag eine Auswahl an 300 DJs und Live-Acts aus über 25 Nationen, verteilt auf 23 Bühnen und einer Gesamt-Fläche von ca. 350.000 qm.

Diese Zahlen musste ich erst einmal auf mich wirken lassen. Auch den gigantischen Open Air-Floor mit Riesen-Traversen, Spiegelkugeln und LED-Tafeln. Die wahre Kunst bestand bei diesen Dimensionen darin, sich einfach treiben zu lassen.

In der Medienlounge hatte sunshine-live das Konzept geändert. Anstatt wie sonst aus dem stillen Kämmerlein – sprich Backstage – zu senden, wurden vor Ort Interviews geführt. So bekam man live einen Eindruck, wie´s beim Radio läuft. Eine weitere Neuerung war der Fokus auf die „ganz Harten“, Masters Of Hardcore sorgten dafür, dass insbesondere auch die Holländer den Weg nach Rheinland-Pfalz fanden.

Die Nature-One-Macher vermischen den Sound nicht und bleiben der elektronischen Musik treu. Kein (Hard-) Rock und Hip Hop, hier gilt das Rave-Reinheitsgebot. Und genau dieses beschert das Wir-Gefühl gepaart mit Freiheit und Lebensfreude. 10.000 „Shining faces“ erlebten u.a. Sebastian Ingrosso auf dem Open Air-Floor.

Im Century Circus übergab Klaudia Gawlas mit „Papillon“ – ein Track aus ihrem ersten Album „Zeitgeist“ – um kurz nach Mitternacht das Steuer an Felix Kröcher. Bekannte Feiernasen aus dem Münsterland trafen wir bei Man at Arms vs. Sorgenkint im Acid Wars & Fusion Club Bunker.

Der pure Kontrast dazu waren Bademantelträger, die im Vogue Club for Gays & Lesbians zu Houseklängen abfeierten. Eine „interessante“ Abwechslung waren die Musiker der Jägermeister-Blaskapelle, zum Glück nur temporär. Dann reichte es auch mit dem „Musikantenstadl“, als DBN endlich den Gasthof enterten. Für die drei Jungs ging es später noch weiter ins House of House. Die Hexenhouser hatten ihr Quartier wieder auf dem gefühlt höchsten Berg des Geländes bezogen, hier war u.a. Dr. Motte am Start.

64.000 verkaufte Tickets wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag in der Pressekonferenz verkündet – das war ein neuer Rekord! Bei der Nature One soll der Besucher weiterhin an erster Stelle stehen, gefolgt vom Künstler. Es ist schon fast Tradition, dass Marco Bailey – stellvertretend für seine DJ-Kollegen – an der Runde teilnahm.

Nik Schär, Geschäftsführer von I-Motion, teilte mit, dass aufgrund des heißen Wetters die Wasserversorgung auf dem Campingplatz kurzzeitig knapp geworden ist. Es sei aber alles glattgelaufen, insgesamt wirken 2.500 Mitarbeiter an dem reibungslosen Ablauf mit. Wie schon auf der Ruhr in Love, wurde auch wieder das Projekt „Viva con Aqua“ unterstützt, bei dem Restbons am Ausgang für „Sauberes Wasser in Uganda“ gespendet werden konnten.

Für uns ging es anschließend zum „röhrenden Hirschen“: Im Jägermeister-Gasthof pfefferte Klaudia Gawlas ihr Set ab, hier hatte man einen super Blick über das Gelände, die Nackt-Sprünge der Bungee-Jumper und das Feuerwerk zur Hymne.

Nachdem Charlie Lownoise & Mental Theo ihr „Wonderful Days“ zum Besten gegeben hatten, packten Dabruck & Klein ihre „Rave-Mottenkiste“ auf dem Classic Terminal aus und die gemischte Crowd rastete aus.

Es war Sonntag nach 7 Uhr, als der Dortmunder Ante Perry die Schlussphase im House of House-Zelt einläutete. Draußen knallte schon wieder die Sonne, während Simon Patterson´s Set eigentlich drauf hinarbeitete, als ob es kein Morgen gäbe.

Wer bis jetzt durchhielt, hatte es geschafft und blieb auf dem Open Air -Floor, um einen der magischen Momente mitzuerleben. Dieser ist alljährlich, wenn Urgestein DJ Dag hinter die Turntables tritt. Im Sonnenaufgang spielte der Frankfurter ausschließlich Vinyls und beendete mit „The Age Of Love“.

By the way: 2014 wird die Nature One 20!

Sonnenfrau

Bildergalerie: http://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157635053129235/

Weitere Bilder von Partysan, u.a. Karl`Technopixel`Boos: http://partysan.net/category/fotogalerien/

Videos:

Pressekonferenz, Samstag http://youtu.be/i4BS7cfc9CA

Klaudia Gawlas, Jägermeister Gasthof, Samstag http://youtu.be/iEhqlXG1XF4

Dabruck & Klein, Classic Terminal, Samstag http://youtu.be/NuPk-rJUYI0

Simon Patterson, Open Air Floor, Samstag http://youtu.be/XKI3FeKN4xY

Weiteres Video von  Karl`Technopixel`Boos:

DJ Dag, Open Air Floor, Samstag http://www.youtube.com/watch?v=2mcXUiXd7zk&sns=em

Familienzusammenführung im Olga Park

1 Jul

 

Bild 019Oberhausen, Olga Park, 29.06.2013, 16 Uhr: Sonnenschein und blauer Himmel. Die Wetterapp hielt, was sie versprach! Nach tagelangem Regen geschah ein kleines Wunder, wo drauf 46.000 Besucher und 400 DJs & Live Acts insgeheim gehofft hatten. Denn „so“ macht die Ruhr in Love richtig Spaß und bescherte einen neuen Besucherrekord.

Strahlende Gesichter begegneten mir, als ich den rappelvollen Olga Park nachmittags betrat. Mit Gummistiefeln gerüstet ging es auf die riesige Festivalwiese mit ihren 38 Bühnen.

Erster Stopp war der Kölner Club Reineke Fuchs zusammen mit „Lustig Wandern & LIKE“, Unterground-Feeling inmitten vom Kommerz.

Danach fand ich mich zwischen ROCK INC., Johnny Mauser & apeoffice mit pumpenden Electro- & House-Beats wieder, während nebenan die Fans der Hardcore-Gladiators bei sehr vielen BPM in den Boden stampften.

Genau das ist die Ruhr in Love! Eine Familienzusammenführung aller Stilrichtungen der elektronischen Musik. Es wird miteinander und nebeneinander friedlich gefeiert. Auch die anfangs nervigen Soundüberschneidungen gehören mittlerweile einfach dazu.

Es geht vielmehr darum, den Moment zu genießen. Nicht umsonst stecken diverse Agenturen, Magazine, Labels und Veranstalter seit Jahren so viel Herzblut in ihre Bühnen, nehmen den stressigen Aufbau und die Strapazen auf sich, um hinterher so ein Ergebnis abzuliefern.

André Brunsveld von der HouseKeeper-Posse ist einer von ihnen. Sein Floor ist von Anfang an einer der Institutionen für Houseliebhaber. In diesem Jahr sorgten u.a. Lifekiss & Hoover, Jean Elan und Chris Fable wieder für endlose „Hands Ups“.

Die Mixery-Mainstage kann man nicht verfehlen. Irgendetwas scheint in der Luft zu liegen, dass sich hier selbst die größten Streithähne wieder in den Armen liegen, bei Sets von u.a. Felix Kröcher, Moguai, ATB und Klaudia Gawlas.

Auf dem Berg dahinter hat man den besten Ausblick und wird sich erst einmal über die Weitläufigkeit des Geländes bewusst.

Danach ging es zum HEXENHOUSE & iM1-Floor mit einer Mischung aus Residents und Newcomern. In diesem Moment lieferte Urgestein Da Hool ein Klassik-Set ab, bei dem die Crowd komplett ausrastete.

Wieder oben angekommen auf dem virtualnights pres. WePLAY & Loft Gallery Floor, spielte Stefan Dabruck der herabsinkenden Sonne entgegen. Der krönende Abschluss war eine Sauerstoff-Dusche für die Menge. Um Punkt 22 Uhr war überall zeitgleich „Schicht im Schacht“.

Für uns ging es weiter ins benachbarte Mülheim zu einer der 20 offiziellen After-Parties. Die Loft Gallery wurde in dieser Nacht zum WePLAY-Loft. Hier mischten sich Ladies auf High Heels mit den übrig gebliebenen Ruhr in Love Besuchern. Passend hierzu feierte man noch ausgelassen zu Mainstream.

Sonnenfrau

Bildergalerie: http://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157634429043402

Weitere Bilder von Karl`Technopixel`Boos: http://bawue.partysan.net/clublife/erste-fotos-ruhr-in-love-2013/

Interview: Techno-DJ Felix Kröcher legt in Lünen auf – Ruhr Nachrichten

24 Aug
Aus „Rock im Loch“ wird „We are the one“. Das traditionelle Festival ist nun ein zweitägiges Event. Den Startschuss feuert am Freitag, 3. September, um 15 Uhr, Techno-DJ Felix Kröcher ab.
Während am Freitag, 3. September, beim e*LAKE*-Festival zu elektronischer Musik gefeiert wird, stehen am Samstag, 4. September, ab 14 Uhr, wie gewohnt, regionale Punk- und Metalbands, wie Sodom und Misconduct, im Mittelpunkt. Die Kombination dieser beiden völligen unterschiedlichen Musikstile, sowie ihr Publikum ist einmalig und sorgt für reichlich Gesprächsstoff. RN-Mitarbeiterin Michelle Kaemmerer hat sich mit einem der Headliner des e*LAKE*tronic-Festivals, Felix Kröcher, unterhalten.
 Artikel weiterlesen auf ruhrnachrichten.de:

15 Jahre Rave on Snow

16 Dez

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Meisten stimmen sich auf Weihnachten ein, indem sie den Adventskranz aufstellen, Plätzchen backen und auf den Weihnachtsmarkt gehen. Es gibt aber auch Leute, die sich am zweiten Adventswochenende auf nach Saalbach-Hinterglemm in Österreich machen, um in den Alpen bei guter Musik im Schnee abzufeiern.

Am Freitag, 12.12.2008, kamen Tausende zum 15-jährigen Rave On Snow-Geburtstag. Los ging es abends auf dem Dorfplatz mit u.a. Patrick Lindsey, Pascal Feos und Chris Liebing auf der Partysan-Stage. Hier war der allgemeine Treffpunkt, sich auf die Parties einzustimmen.

Zwischendurch wärmte man sich in einem der Restaurants im Dorf auf. Leider wurde die Partylocation Arena in einen Mexikaner umgewandelt. Als Entschädigung gab es einige neue, wie den Rave On Snow-Club. Hier rockten Loco Dice und Marco Carola die Massen, während 20 Meter weiter das Karma ein Geheimtipp für Clubgänger war. Aber auf die altbewährten Locations wollte auch niemand verzichten. Unser Highlight war der Auftritt von Dapayk & Padberg im Castello. Das Topmodel und ihr Liebster gaben ein sensationelles Live-Set zum Besten. Danach ging es direkt zum nächsten Live-Gig von Codec & Flexor in der Garage.

Samstagmorgen rief der Schattberg, mit oder ohne Skier bzw. Snowboard. Auf dem Gipfel spielten schon ab elf Chris Wood & Tini. Während die einen abtanzten, nutzten andere den Warsteiner-Snow-Show-Park für eine geniale Abfahrt.

Eine kleine Auszeit im Wellnessbereich und in der Sauna des Hotels half, die zweite Marathonnacht unbeschadet durchzustehen.

Der Warsteiner-Dom auf dem Dorfplatz war eine gute Alternative, um draußen zu feiern, aber trotzdem ein Dach über dem Kopf zu haben. Die dritte neue Location, die Taverne, verwandelte Labelmacher Matthias Tanzmann in den Moonharbour-Floor. Diejenigen, denen der Weg die Dorfstraße etwas bergauf zu mühsam war, gingen in die Garage und blieben die ganze Nacht. Dort wurden in den drei verschiedenen Areas für jeden etwas geboten, von Oliver Koletzki im „Stil vor Talent“-Floor, über Markus Kavka im Vakant/Harry Klein-Bereich bis hin zur Main-Stage mit Felix Kröcher.

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

Bildergalerie: http://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157634190689867/

Nature One -Das 13. Land-

6 Aug

Für viele ging es schon Donnerstag los zum großen Mixery-Opening auf dem Campingplatz, bevor am Freitag, 03.08., das Dreizehnte Land, besser gesagt die Nature One 2007 auf der ehemaligen Raketenbasis Pydna im wunderschönen Hunsrück startete. Musikalische Höhepunkte waren in dieser Nacht Paul van Dyk auf dem Open Air Floor, Moonbootica im House of House und Felix Kröcher im Century Circus. Nach einer kleinen Mütze Schlaf ging es Samstag bei strahlendem Sonnenschein um 18 Uhr weiter.

Im Medienzelt trafen sich Karotte und Andi von sunshine live zu einer kampfreichen Kickerrunde. Tocadisco präsentierte ein beeindruckendes Set auf dem Open Air Floor. Highlight in dieser Nacht war das Feuerwerk um 1 Uhr nachts zu der Performance von Nature One Inc.

Danach folgte ein gut gelaunter Carl Cox. Die Stimmung war ausgelassen, auch bei den Artists. Insgesamt feierten 50.000 Menschen das ganze Wochenende bis zum Sonnenaufgang.

(Veröffentlicht im SMAG-Magazin)

TDK Time Warp 2007

1 Apr

Der Startschuss der Großevents 2007 fiel in der Maimarkthalle in Mannheim. Auf 5 Floors reihten sich internationale DJs und Live-Acts vom frühen Samstagabend bis in die Mittagsstunden am Sonntag zu einem grandiosen Line-up. Partypeole aus ganz Deutschland und den anliegenden Nachbarländern, wie Holland, Belgien und Frankreich gaben dem Event ein Multikulti-Flair.

Wie jedes Jahr fieberten Hunderte dem Set von Sven Väth entgegen, vorher wurde der frisch aus Miami zurückgekehrte Hell von den Massen und der Time Warp selbst gefeiert. Nebenan verstand ein gutgelaunter Chris Liebing mit den Massen umzugehen. sunshine live lud Geschäftspartner und Freunde in eine gemütliche Lounge.

Das Live-Set von Lexy & K-Paul riss mit und wo man auch hinging wurde ausgelassen gefeiert. Immer wieder traf man auf alte Bekannte, die man länger nicht mehr gesehen hat. Gegen morgen traf man dann auf Kandidaten wie Felix Kröcher, der wie seine Fans noch lange nicht genug hatte.

Draußen war es längst wieder hell, als Karotte und Ricardo Villalobos ihre Höchstform erreichten. Vernünftig war es auf jeden Fall nach diesem Party-Marathon mit dem Bus zurückzufahren oder sich in ein Hotelbett zu legen.

(Veröffentlicht im SMAG-Magazin)

Hardliner –Mixed By Felix Kröcher – Various Artists (Compressed Records)

25 Feb

KröcherAttacke! Techno und Schranz, das war einmal. Jetzt kommt Hardtechno und der ist noch energiegeladener und härter, nichts für schwache Nerven! Felix Kröcher, der bei sunshine-live seine Mixe on air in seiner wöchentlichen Radiosendung Hardliner vorstellt, hat auch diese gleichnamige Compilation geremixt. Auf dieser Mix-CD bringt Felix Kröcher, einer der ersten Hardtechno-Pioniere, seine Erfahrungen aus diversen Radiosendungen und DJ Mixen zusammen.

Mit dabei das Lauteste vom Lauten, neben jungen Wilden, der Deutschen Szene, wie z.B.: DJ Amok, Sven Wittekind und Frank Kvitta, sind auch Pioniere des harten Sounds aus Übersee vertreten, nämlich DJ Bam Bam, Martin Hare und Paul Langley.

Wer es „mitten auf die Zwölf mag“, liegt mit „Hardliner“ genau richtig. Es geht von funky Chicago-Slammern, über Danceclassics-Bootlegs bis hin zu Hardtechno-Brechern richtig knüppelhart zu.

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)