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Lausbuben Liebe am Alfsee / Junge Junge im Dr. Vogel

8 Mai

IMG_2235Mit viel Liebe zum Detail ist das Lausbuben Open Air am Samstag, 06. Mai 2017 über die Bühne gegangen. Wenn man es genau nimmt, nicht am großen Alfsee, sondern am Badestrand, den Dubbelausee in Rieste. Direkt neben der Wasserskianlage. Bei den Lausbuben ist alles ein wenig anders. Darauf legt Veranstalter Daniel Bruns wert. Hier zählen andere Werte. Und auf Chaoten verzichtet der Lausbuben-Chef gerne. Die Feierszene rund um Osnabrück weiß genau dieses Anderssein zu schätzen und fieberte dem Start in die Festivalsaison entgegen. Viele sind Wiederholungstäter und bereits das dritte Jahr in Folge mit dabei. Auch der Wettergott entpuppte sich als Lausbube und brauchte im Vorfeld nicht bestochen werden. 18 Grad und trocken, stabile Aussicht.

In erneuter Zusammenarbeit mit der Plus2event GmbH wurde auf dem Areal wieder alles hergerichtet, damit alle sich wohlfühlen: Riesige Bühne mit gewaltigem Soundsystem, breites Getränke- und Snackangebot, ausreichend Dixies und der Jägermeister-Aussichtsturm.

Traditionen soll man nicht brechen und somit war Frank Kruse wieder der Warm-Up-DJ der Stunde null. Raus aus dem Bus und rauf auf die Tanzfläche. Langsam aber sicher füllte sich der Bereich vor der Bühne.

Alec Troniq aus Dresden spielte eine Stunde live, bevor es später schon wieder ins Ritter Butzke nach Berlin ging.

Für ein DJ-Set waren die Zeiten allerdings knapp bemessen. Da konnte man nur direkt einen raushauen. Und wenn jemand das kann, dann die Jungs aus Berlin.IMG_2307

Zum einen Jakob von Format: B und zum anderen die Jungs von Aka Aka samt Thaelstroem.

Somit gab es kein langes Rumgeplänkel, sondern es wurde direkt geackert. Holger von AkaAka konnte dann auch nichts mehr hinter dem DJ-Pult halten. Er stürmte nach vorne und eskalierte mit dem Publikum.

Dann freuten wir uns, ein Urgestein der elektronischen Musikszene aus NRW nach langer Zeit mal wiederzusehen: Tapesh. Und einen Unterschied zu früher konnten wir auch nicht feststellen. Er rockte wie eh und je.

Spätnachmittags fand dann auch endlich die Sonne den Weg durch die Wolken. Wie kann es auch anders sein, wenn gleich zwei Franzosen nacheinander auftreten: Joachim Pastor und N´to von Hungry Music aus Paris.

IMG_2291Die Zeit verging wie im Flug. Es gab ausreichend Möglichkeiten, zwischendurch direkt am Wasser oder auf der großen Wiese zu chillen und das Spektakel zu beobachten.

Nachdem es etwas smoother geworden war, drehten Panik Pop ab 20 Uhr nochmal richtig auf. Wer regelmäßig bei den Lausbuben aufm Floor ist, dürften die Leipziger Jungs mehr als bekannt sein.

Langsam näherte sich das Open Air dem Ende, aber nicht ohne Daniel „Dansir“ Bruns. Schließlich hat man als Veranstalter doch eine Fürsorgepflicht und der ging er pflichtgemäß nach.

Standesgemäß versammelten sich alle, die noch auf den Beinen stehen konnten, vor, auf und neben der Bühne zum Abschlusstanz.

Dansir packte allen noch etwas gute Laune, Schokolade und Wein für die Rückfahrt ein, mit seinem Abschlusstrack „Wine and Chocolates“  von Theophilus London.

Um Punkt 22 Uhr wurde es auf einmal ganz ruhig am Alfsee.

Aber…

IMG_2202Junge, Junge, für uns ging ja noch weiter. Zwar gab es keine offizielle Afterparty, aber die Plakate der SoundBoutiqueler im Ausgangsbereich lockten in den Dr. Vogel.

Dort öffneten die Türen in dieser Nacht zwar etwas später, aber früh genug für alle, die nach Osnabrück heimkehrten.

Heute stand hoher Besuch aus dem Rheinland an. Junge Junge (Get Physical), die vor einiger Zeit mit „Beautiful Girl“ ihren Hit landeten und jetzt mit „Run Run Run“, auch auf Universal Music und wieder mit Kyle Pearce, nachlegen. Soviel Harmonie in den Tracks musste ja auch belohnt werden!

IMG_2340Nach dem Münsteraner Luna Tom legten die Beiden direkt los. Wenn man die Jungs so beobachtet, wird da in nächster Zeit sicher noch einiges kommen. Rochus und Michael fühlten sich sichtlich wohl im Vogel und feierten hinterher noch weiter mit der Crowd und Ryan hinter den Decks.

Veranstalter Ryan Stephens hatten wir hier lange schon nicht mehr spielen gehört. Das wurde mal wieder Zeit!

Sonnenfrau

Bildergalerie:

By Nacht | Hell: https://flic.kr/s/aHskVdz5R7

By Frank Schürmann: https://flic.kr/s/aHskW9V2Pv

Videos:

Dansir: https://youtu.be/Qb2IrnEc2cU

Dansir, Finale: https://youtu.be/Tgt6UXNIKQQ

 

 

 

Ich bin dann mal OFFLINE… Die neue Art des Feierns!

27 Dez

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Die Nacht des ersten Weihnachtstages habe ich OFFLINE verbracht, auf eine neue Art. Tom Stil & Ryan Stephens hatten am 25.12.2015 in der OsnabrückHalle ein neues Festival ins Leben gerufen (Nacht |Hell berichtete, siehe Interview). Ganz stilecht könnte ich jetzt behaupten, wer nicht da war und es selbst erlebt hat, hat Pech gehabt. Dann wäre der Review hier zu Ende. Ich lasse mir es aber nicht nehmen, ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern:

Die OsnabrückHalle hat sich gemacht, modern und zeitgemäß im Design. Bei mir war es ja auch schon ein paar Tage her, dass ich die Stadthalle von innen gesehen habe, 1998 beim Abschlussball der Tanzschule Hull.

Mit einer Bacardi-Cola als Begrüßungsdrink ging es die Treppen hoch in die große Halle. Hier spielte Luna Tom das Warm-Up, gefolgt von dem Musiker-Duo Stil & Bense, mit riesigen Projektionen im Hintergrund. Im Foyer wurden Merchandiseartikel angeboten, dort traf ich auf einen leicht angespannten Ryan, als Veranstalter eines Erstevents dieser Größenordnung verständlich.IMG_7181

Auf der zweiten Stage kam mit Louis Dinkgrefe hinter den Decks Dr. Vogel-Stimmung auf. Dansir stand auch endlich mal wieder an den Reglern. Eingezäunt von glitzernden Primeln vor dem DJ-Pult.

Insgesamt verlief sich die Masse aufgrund der doch recht großen Fläche. Nach und nach trudelten die Gäste nach dem Verzehr ihrer Weihnachtsgans ein.

Zur Primetime machten die Jungs von andhim ihre Faxen auf der großen Bühne und das ganze drei Stunden lang. Viele Leute hielten sich an das Motto und das Smartphone wurde auch mal in der Tasche gelassen, um die Musik im Hier & Jetzt zu erleben. Mission geglückt!

Das Geburtstagskind Sascha Braemer feierte vor seinem Set mit seiner Crew und freute sich über eine eigens designte Torte. Er nahm sich viel Zeit für den Meet & Greet-Gewinner, der das Treffen auf ebay zu Gunsten der Kinderkrebshilfe ersteigert  hatte.

Mittlerweile spielte Dirty Doering auf dem kleineren Floor. Es herrschte eine ausgelassene Clubstimmung und man vergaß, dass man sich in der sonst eher cleanen Stadthalle befand. Hier war auch der Treff der Berliner. IMG_7202Als Sascha Braemer den Katermukke-Mann in Aktion sah, entschied er sich spontan, sein Set hierhin zu verlegen.

Die letzten Stunden waren hier also in den Händen von What I Play, während nebenan auf der großen Bühne die Osnabrücker-Homies Tom Stil b2b Christopher Noble und Ryan Stephens mit den Leuten feierten.

Man munkelt, dass die Afterhour im Dr. Vogel stattgefunden hat, ganz OFFLINE versteht sich.

Sonnenfrau

Interview OFFLINE: https://nachthellde.wordpress.com/2015/12/18/lasst-uns-offline-feiern-tom-stil-und-ryan-stephens-ueber-ihr-neues-festivalformat/

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/albums/72157662868644015

 

Lasst uns OFFLINE feiern – Tom Stil und Ryan Stephens über ihr neues Festivalformat

18 Dez

12028754_912753285482331_1541424774605320494_oStändige Erreichbarkeit, die Reizüberflutung im Internet, gerade in der Vorweihnachtszeit laufen alle Kanäle auf Hochtouren. Da ist es doch das größte Geschenk sich zurückzuziehen, den Alltag hinter sich zu lassen und einfach zu genießen. Diese Sehnsucht haben Tom Stil und Ryan Stephens erkannt und ein neues Festivalformat ins Leben gerufen. Am 1. Weihnachtstag, 25.12.2015, startet erstmalig das OFFLINE-Festival in der hochmodernen OsnabrückHalle mit den Headlinern andhim, Dirty Doering, Sascha Braemer und Stil & Bense.

Nacht | Hell hat sich Tom & Ryan geschnappt, für ein paar Fragen unter Osnabrückern:

Hey Jungs, Ryan ist seit einigen Jahren der Kopf der SOUNDBOUTIQUE-Events in Osnabrück und als DJ bekannt. Tom kennt man eher als Musiker hinter den Decks und als Teil der Kollabo Stil & Bense. Wie ist eure Zusammenarbeit als Veranstalter des OFFLINE Festivals entstanden?

Stil_Bense_7Tom Stil: Die OsnabrückHalle ist derzeit auf mich zugekommen und hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte ein Festival in Kooperation mit der Halle durchzuführen. Da ich wusste, dass ein Festival dieser Größenordnung eine Menge „Know How“ bedarf und sehr viel Arbeit mit sich bringt, haben Ryan und ich uns entschlossen, das gemeinsam in die Hand zu nehmen, da wir sehr gut befreundet sind und uns schon lange kennen.

Ryan Stephens: Ja, das kann ich genauso bestätigen.

Uns ist noch der Impuls Club, als Institution für elektronische Musik, in bester Erinnerung. Nach der Schließung wurde es ruhig rund um die Stadthalle für alle Szene-Anhänger. Seit der Sanierung erstrahlt die OsnabrückHalle samt Hotel im neuen Glanz und es tut sich wieder einiges. War das ein Signal, euch hier zu engagieren?

Tom Stil: In erster Linie war ausschlaggebend, dass die OsnabrückHalle im Herzen der Stadt liegt und sie zudem die größte Kapazität an Besuchern aufnehmen kann, auch wenn wir diese bei unserem ersten Festival nicht komplett ausnutzen werden. Hinzu kam, dass die Halle sehr schön und modern umgebaut wurde. Alle Besucher, die schon damals in der Halle getanzt haben, werden diese am 1. Weihnachtstag nicht wiedererkennen.

Wir hatten uns im Sommer auf dem DOCKLANDS- Festival in Münster getroffen, wo u.a. andhim, Dirty Doering & Sascha Braemer gespielt haben. War das der Zeitpunkt Ausschau nach den Acts zu halten und zuzuschlagen?

Tom Stil: Veranstaltungen wie das DOCKLANDS nutzt man natürlich gerne, um befreundete Künstler zu treffen und Beziehungen aufzufrischen. Wir halten zu allen schon jahrelangen Kontakt, dass war beim Line-up für das erste OFFLINE mit ausschlaggebend. Ansonsten ist eine Ähnlichkeit Zufall. Sicherlich achtet man immer darauf, welche Acts momentan angesagt sind und welche eher weniger. Hinzu kommt, dass wir auf die Musik all unser Künstler abfahren und die Leute auch.

RyanRyan Stephens: Andhim & Co. sind jahrelange Freunde des Hauses SOUNDBOUTIQUE. Wir hatten die Jungs auf dem DOCKLANDS am Rande angesprochen, ob Sie Bock drauf haben, aber da hieß es leider noch: „Sorry Ryan – so gerne wir bei dir sind, wir verbringen Weihnachten bei der Familie…“ Diese „Ausrede“ habe ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen und hin & her probiert, wie wir zusammen kommen an Weihnachten. Mit ein paar Tricks aus der Erfahrung haben die Jungs dann final doch zugesagt. Herzlichen Dank auch nochmal an andhim dafür an dieser Stelle!! Die restlichen Künstler haben sich erst danach aus dem Konzept entwickelt und standen zum DOCKLANDS noch nicht zur Debatte.

Was erwartet die Besucher am 1. Weihnachtstag über die Musik hinaus?

Tom Stil: Es ist eine aufwendige Dekoration geplant, deren Aufbau sich über drei Tage erstreckt. Wir arbeiten auch hier wieder mit vielen befreundeten Künstlern zusammen, die der Halle ein komplett neues Gesicht verleihen. Darüber hinaus können sich die Besucher auf zwei Floors freuen, auf denen von 22 Uhr – 7 Uhr morgens geschwitzt werden darf. Und wer nach dem fetten Weihnachtsbraten noch immer Appetit hat, wird bei uns nicht verhungern. Hinzu kommen noch einige „Spezials“, die ich aber noch nicht verraten möchte …

OFFLINE zu sein, wird ja immer mehr als Luxus empfunden. War das auch eure Idee hinter dem Veranstaltungsnamen? Wie wird das vor Ort umgesetzt?

Tom Stil: Der Name war ein Geistesblitz und kam mir auf dem Sofa beim Rechnungen schreiben und E-Mails beantworten, so nach dem Motto: „Jetzt bitte OFFLINE!“. Die Besucher sollen bei uns eine tolle Zeit haben, in der sie entspannen und den Kopf frei bekommen. Wer will, darf auch gerne sein Handy zu Hause lassen… Wir versuchen das Konzept mit einer gemütlichen Location, nettem Personal und guter Musik umzusetzen und an den Besucher zu bringen, um gemeinsam ein schönes Fest zu feiern.

Für alle Nimmersatte startet die offizielle After-Hour um 6 Uhr im Dr. Vogel. Was ist da geplant?

Ryan Stephens: Lasst euch überraschen!

Gewinnspiel: Nacht | Hell verlost ein Ticket für das OFFLINE-Festival. Einsendeschluss ist Sonntag, der 20.12.2015 um 23.59h. Was bedeutet es für dich, OFFLINE zu sein? Wie wirst du das auf dem Festival ausleben? Bitte postet eure Antwort unter unserem Aufruf auf unserer facebook-Seite. Der Gewinner wird am Montag, 21.12. bekannt gegeben. Toi, toi, toi!

Sonnenfrau

Nacht | Hell Verlosung bei facebook: https://www.facebook.com/nachthellde/

Alle Infos zum OFFLINE-Festival: http://www.offline-festival.de/

Biografie Knalltüten

27 Dez

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Dansir & RICD – zwei musikalische Knallköppe, die sich gefunden haben, ohne sich zu suchen. Wer sich in Beziehungsdingen auskennt, weiß, dass es genau so läuft. Was steckt hinter dem DJ-Projekt Knalltüten? Eine Tüte gebastelt aus einem gefalteten Blatt Papier, die durch einen heftigen Ruck ordentlich knallt oder etwa eine verrückte Person? Beides, denn die Jungs haben einen musikalischen Knall, aber es ist weit mehr als ein einfaches Bum Bum. Sondern eine Mischung aus Deep- und Techhouse, gepaart mit viel Harmonie und Gefühl, aus dem ein absolut tanzbarer „Lausbuben-Sound“ entsteht.

Der 34-jährige Veranstalter, DJ und Produzent Daniel Bruns (Dansir) aus Osnabrück hat RICD 2013 für ein Open Air auf dem Flugplatz in Damme gebucht. Dort hat RICD, mit bürgerlichem Namen Eric Deutsch, das erste Mal „Lausbuben-Luft“ geschnuppert. Weiter ging´s bei der Aftershowparty im Lachenden Hans. Spontan haben Dansir & RICD B2B gespielt, das Set glich einer Reise durch Spielformen von House bis Techno mit steigender Spannungskurve, Gänsehaut inklusive. Dabei wurde klar, dass sie keinen „an der Klatsche“ haben, sondern einfach harmonieren, ohne sich jemals zuvor abgestimmt zu haben.

Seitdem ist es für den 29-jährigen Eric eine Freude, von Leipzig nach Osnabrück zu kommen, er spürt, dass die Leute verstehen, was die Knalltüten musikalisch transportieren. Durch die gemeinsamen Gigs im Green Mark, Dr. Vogel, beim Strandfieberfestival in Goldenstedt usw. hat sich die eine oder andere Freundschaft entwickelt.

Soviel Gemeinsamkeiten gibt es für die Beiden, die im April Geburtstag haben, auf den ersten Blick nicht, spielen sie doch unterschiedliche Musik. Daniel wurde u.a. von Künstlern wie Sascha Braemer, Niconé, Dapayk und David Keno beeinflusst. Bei Eric waren es KANT, Claptone, Adriatique, Solomun und Teenage Mutants. Die Knalltüten-Kunst besteht darin, den unterschiedlichen Stuff zu verbinden, um 200% zu schaffen: Dansir knallt die Basslines raus und hebt das Level, dort setzt RICD an und verknüpft melodische Passagen. Zusammen bilden sie eine Synergie mit viel Spaß am Pult.

2015 planen die Knalltüten einen Track zu veröffentlichen und so energetisch und ausgelassen wie zuvor weiterzumachen. Der Bookingkontakt läuft über Dusted Decks und Lausbuben Komplizen.

Sonnenfrau

Musikalische Fesselspiele zum 3-jährigen Lausbuben Geburtstag – Interview mit den Pornbugs

22 Okt

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Lausbuben lassen sich nicht lumpen: Zu ihrem 3-jährigen Geburtstag am Samstag, 18.10.2014 hatten die Jungs direkt 50 Kilo Konfetti geordert, um jede Ecke des Clubs Dr. Vogel in Osnabrück für eine Nacht in eine bunte Konfettiwelt zu verwandeln. Davon hatten die Patienten auch noch lange etwas. Während Chefarzt Dansir (Daniel Bruns) hinter den Reglern seiner Praxis stand, nahm sich sein Kompagnon und fast noch Geburtstagskind Cico (Christopher Noble) Zeit für einen Termin im Sprechzimmer. Das Patientengespräch führte Nacht | Hell mit den Pornbugs (Sven Goder & Sven Czerwienski) direkt nach dem Set.

Hallo Sven & Sven, heute muss ich mir nur einen Namen merken. Umso komplizierter wird es euch auseinanderzuhalten. Könnt ihr mir helfen?

Sven Czerwienski: Ich bin zwar der Größere, aber trotzdem der Jüngere mit meinen 37. Mein DJ-Partner Sven ist ein Jahr älter und manchmal mehr der kreative Kopf. Ich bin eher der Strukturiertere, Organisiertere von uns beiden.

Ist es gewollt, dass man bei euren Künstlernamen zuerst an Pornos denkt?

Sven Czerwienski: Wir haben im Zeitraun 2001 bis 2006 unter unserem Projektnamen I.D.O.G.& Crypton angefangen Musik zu machen, da haben wir für diese Zeit den typisch toolig, technoiden Sound gespielt. Zu der Zeit war ich auch öfters auf Ibiza und habe dort die eine oder andere Inspiration bekommen und Sven vorgeschlagen, dass wir etwas groovigeres machen, was nicht mehr so technolastig ist.

Sven Goder: Den Pokerflatsound von Steve Bug & Co. haben wir damals schon ab und an mal gespielt. Als Sven immer öfters von seinen Ibiza-Eindrücken erzählte, wurde uns klar, lass uns was neues machen, der technoide Sound wurde uns eh langsam etwas zu straight und genau diese Entwicklung hatte uns zur damaligen Zeit Antrieb für „Neues“ gegeben!

Sven Czerwienski: Die Entwicklung hat uns gezeigt, dass wir Lust auf einen Sound haben, der mehr „Seele“ hat. Dann brauchten wir für unser neues Projekt einen anderen Namen. Wir hatten schon immer eine Affinität etwas Provokantes zu wählen, das bleibt bei den Leuten im Gedächtnis. Unser neues DJ-Projekt ist im selben Zeitraum entstanden wie unser Label. Der Name lässt sich etwas einfacher erklären, hinter Bondage-Music steckt die Idee, die Leute mit unserer Musik an den Floor zu fesseln, Pornbugs hat sich dann parallel daraus ergeben.

Ihr seid heute nicht aus Berlin gekommen, sondern aus Münster. Davor wart ihr auf dem ADE in Amsterdam. Wie waren die letzten Tage für euch?

Sven Czerwienski: Das war super, aber auch anstrengend. In Amsterdam waren wir bis jetzt noch nie, außer am Flughafen.

Sven Goder: Das war für uns das erste Label-Showcase in Amsterdam zusammen mit El Mundo, der gerade seine erste EP bei uns releast hat. Den haben wir jetzt zum zweiten Mal getroffen, ein super easy Typ, die Chemie stimmt einfach. Dann waren wir noch bei DIYNAMIC und haben NTFO & Karmon persönlich kennengelernt, die einen Remix auf der EP beigesteuert haben. Bisher kannten wir uns nur via Skype. Deren Remix von „The Message“ haben wir heute auch am Anfang gespielt, der ist gut abgegangen. Gestern waren wir im Conny Cramer in Münster. Wir sind ohne Erwartungen hin und haben dann über drei Stunden gespielt. Das war ein sehr ausschweifender Abend.

Euch kennt man ja schon hier in der Ecke. Ich erinnere mich an euer Set auf dem Lausbubenfloor beim Strandrauschfestival in Goldenstedt im Sommer und letztes Jahr Silvester hier im Dr. Vogel, leider ohne Sven (Goder). Wie ist der Kontakt zu den Lausbuben entstanden?

Sven Czerwienski: Vor zwei Jahren hat Airtime aka Beatamines mit Dansir (Daniel Bruns) „Dope is Dope“ bei uns veröffentlicht. Danach hat Daniel uns zu einem Lausbubenevent nach Osnabrück eingeladen, da haben wir mit Alle Farben gespielt und auch Christopher Noble (Cico) kennengelernt. Daraus ist dann eine Freundschaft gewachsen. Es macht immer viel Spaß, wenn wir hier sind, wir fühlen uns sehr wohl.

Sven Goder: Hinzukommt, dass es auch ein guter Austausch mit den Künstlern ist. Wir sind ja auch Veranstalter und holen die Lausbuben ab und an zu unserem Label-Showcase ins Ritter Butzke nach Berlin, der alle drei Monate stattfindet.

Heute wird zweimal Geburtstag gefeiert (3 Jahre Lausbuben & Christopher Nobles Geburtstag). Ihr seid heute mit Danny M zusammen die Headliner. Wie ist es zu dem Booking gekommen?

Sven Czerwienski: Das war eher ein Zufall, Cico hat gesehen, dass wir in Münster spielen, dann hat es sich angeboten, das miteinander zu verbinden.

Christopher Noble: Ja, als ich das gesehen habe, habe ich schnell reagiert. Den Danny M kenne ich aus London, der hat dort einen Plattenladen gehabt, indem ich früher öfters war. Den haben wir jetzt bereits zum fünften Mal rüber geholt.

Sven Czerwienski: Wir haben Danny gestern kennengelernt, er war Fan von unserem Label, hat fleißig bei uns geordert und war ganz überrascht, dass wir dahinterstecken.

Christopher Noble: Danny M ist gleich nach Daniel dran, während wir TamTam (Cico & Luna Tom) den Schluss spielen. Louis Dinkgrefe hat den Anfang gemacht.

Sven Czerwienski: Zu Louis möchte ich noch etwas sagen: Wir finden es super, dass ihr die junge Generation so fördert. Uns alle verbindet die Musik und Louis hat´s technisch echt drauf. Von dem wird noch was kommen!

Zum Thema „Hitgeballer“, das habt ihr ja heute gar nicht gemacht. Ich habe das Publikum gefragt, euer Sound wurde eher insidermäßig empfunden.

Sven Czerwienski: Unser Sound ist geprägt durch Berlin, da spielen wir aber noch viel langsamer.

Sven Goder: Heute haben wir uns vom Tempo angepasst, ansonsten spielen wir noch viel deeper und flächiger.

Sven Czerwienski: Wir sind nicht unbedingt die DJs, die einen Hit nacheinander spielen. Wir sind der Meinung, dass die Musik anders transportiert werden muss.

Bitte noch ein paar Worte zu eurer Labelarbeit.

Sven Czerwienski: Uns ist es wichtig, dass wir eine familiäre Atmosphäre haben und mit Acts zusammen arbeiten, denen es auch nicht nur um das reine Business geht. Deswegen passt es ja auch mit den Lausbuben so gut!

Sven Goder: Mit El Mundo haben wir noch einiges vor. Unsere nächste EP steht auch schon in den Startlöchern mit Markus Homm, danach kommt Mario Aureo, eine von NTFO & Karmon und Mihai Popoviciu ist auch geplant. Mihai Popoviciu wäre auch was für eine Labelparty nächstes Jahr im Dr. Vogel, an dem ist auch Cico schon interessiert

Womit verdient ihr ansonsten eure “Schrippen”?

Sven Goder: Wir sind bodenständig geblieben und gehen zudem einem ganz „normalen“ Job nach.

Sven Czerwienski: Ich bin gelernter Industriekaufmann und habe daher auch das notwenige kaufmännische Know-How, was auch beim Label hilft.

Sven Goder: Gut, dass Sven sich auskennt, wenn ich das mit den Zahlen gemacht hätte, wären wir nach dem zweiten Release schon pleite gewesen (Gelächter).

Ihr habt eure sichere Basis, die euch erlaubt, euch musikalisch auszutoben und müsst euch nicht verstellen.

Sven Goder: Das ist viel Wert, wir beide kennen uns mittlerweile auch schon 20 Jahre.

Sven Czerwienski: Wir verstellen uns nicht, das sind wir, manchmal wie ein altes Ehepaar.

Sonnenfrau

Bildergalerie: https://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157648455479088/

Video

Pornbugs: http://youtu.be/BUeOl1exefo

Interview mit Robin Schulz im Taxi zum Lachenden Hans

8 Sep

OLYMPUS DIGITAL CAMERAHeute ist für Robin Schulz ein besonderer Tag. Es ist Samstag, der 06.09.2014, kurz vor Mitternacht und wir sitzen zusammen mit seiner langjährigen Freundin im Taxi auf dem Weg in den Lachenden Hans, Neulandstraße 28, in Osnabrück. Das hier ist seine Heimat und diese liegt dem Global-Player sehr am Herzen. Gleich feiert sein Roadmanager und Veranstalter der SoundBoutique Ryan, seinen „21 ;-)“ Geburtstag im Lachenden Hans. Der Club läuft unter den Fittichen von Daniel Bruns, zusammen mit Christopher Noble und Robin betreibt er „Lausbuben Records“. Alle kennen sich schon eine halbe Ewigkeit.

Auch der Taxifahrer Nazir berichtet, dass er den „kleinen Robin“ bereits vor gefühlten zehn Jahren durch Osna kutschiert hat. Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass Robin regelmäßig im Stellwerk aufgelegt hat. Jetzt sieht Robins Zeitplan etwas anders aus, diese Woche war er bereits auf dem iTunes Festival in London und ist eben erst vom Pleinvrees in Amsterdam zurückgekommen. Aber jetzt geht’s in den Lachenden Hans, dort warten bereits viele Freunde, Jungs von seiner Agentur MFM Bookings und sogar die Mama, samt Schwester. Im undergroundigen Open-Air Club in Osnabrück geht es nicht um Champagner & Prestige, eher lassen die Leute sich hier von der Musik treiben und feiern friedlich zusammen, um ganz unkompliziert für ein paar Stunden den Alltag hinter sich zu lassen. Der „Hans“ ist die sommerliche Dependance zum Dr. Vogel, inspiriert von Berlin und dem Fusion Festival haben beide Clubs mittlerweile eine Art „Kult-Status“ über Osnabrücks Grenzen hinaus erreicht.

Hey Robin, schön dass du Nacht | Hell auf die Schnelle ein paar Fragen beantwortest. Da die Fahrt nicht lange dauert, lege ich mal direkt los: Ein Event jagt das nächste, du bist ja nur noch unterwegs in ganz Europa, wo warst du allein in dieser Woche?

Heute waren wir auf dem Pleinvrees Event in Amsterdam, aber das Größte was ich in letzter Zeit gemacht habe, war das iTunes Festival in London am Mittwoch, das war unglaublich! Ich habe David Guetta persönlich kennengelernt, wir haben ein wenig gequatscht und auch ansonsten habe ich ein paar Kontakte aufgebaut, das war super! Ansonsten bin ich so viel unterwegs, dass ich das manchmal gar nicht auswendig weiß, wann ich wo war und das auch nachschaue. (Gelächter)

OK, Hand aufs Herz, so toll dein Erfolg auch ist, aber ist dir der Rummel um deine Person momentan nicht ein bisschen viel?

Wenn ich nach Osnabrück komme und mal ein, zwei Tage frei habe, habe ich ja meine Ruhe. Dann treffe ich mich mit meinen Freunden und habe dann Zeit für mich. Auf den Gigs mag ich den Rummel und ich fühle mich nicht bedrängt. Ich mache sehr gerne Fotos mit den Leuten und gebe Autogramme. Das macht mir nach wie vor noch total viel Spaß! Ich kenne das ja selber von früher von dem Dancefloor, da habe ich mich auch gefreut, wenn sich ein Artist Zeit für mich genommen hat.

Heute spielst du mal wieder in deiner Heimat. Im Lachenden Hans wird die SoundBoutique unter dem Motto „Forever 21“ gefeiert. Du kennst die Jungs ja sehr gut, ist das eine Art Freundschaftsdienst?

Das ist ein Muss für mich! Der Ryan ist ja mein Roadmanager und meine „rechte Hand“. Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit und ich freue mich so dermaßen, dass ich endlich mal wieder in Osnabrück und gerade in meinem Lieblingsclub auflegen kann, den Daniel und alle anderen mal wiedersehe, auch die Leute, die ich so selten sehe, das ist eine Ehre. Für mich ist es heute genau so, als ob ich Gast wäre. Ich spiele zwei Stunden, danach bleibe ich noch lange da und feiere mit den Leuten. Obwohl ich morgen wieder früh raus muss, denn ich spiele auf dem Hip Island in Heilbronn, aber das ist es mir wert.

Das ist ja auch heute die letzte Möglichkeit für dich im Lachenden Hans zu feiern. Aber nächsten Samstag macht dann ja wieder der Club Dr. Vogel auf. Wirst du da im Herbst / Winter auch mal wieder sein?

Deswegen will ich es ja heute auch noch mal den Hans ausnutzen. Ich weiß noch nicht genau, wie der Plan für die nächste Zeit im Detail ist. Lust habe ich auf jeden Fall, aber es sind ja so viele Termine, die habe ich nicht im Kopf.

Aufgrund deines Erfolges wird es ja wohl Zeit, dass der Osnabrücker Oberbürgermeister dich mal einlädt. Hast du da schon was gehört, das war ja auch letztens ein Thema?!

(Lach) Das hat mein Label Warner Music diese Woche auch auf seiner facebook-Seite gepostet, dass ich als „Sohn der Stadt“ ins goldene Buch kommen sollte, da mein Remix von „Prayer in C“ von Lilly Wood & The Prick bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr Platz 1 der UK Charts ist.

Es ist wohl gerade im Gespräch, der Daniel steht ganz aktuell in Kontakt mit der Stadt.

Kennst du denn Wolfgang Griesert persönlich?

Nein, bis jetzt noch nicht, aber ich würde mich sehr freuen, ihn recht bald persönlich kennenzulernen. Ich würde mich total geehrt fühlen, denn Osnabrück ist einfach meine Stadt.

So, schon da?! Jetzt feiern wir erst einmal ein bisschen. Vielen Dank für deine Worte!

Sonnenfrau

Kurzbiografie Louis Dinkgrefe

7 Mrz

11500115223_f2c240cc15_cLouis Dinkgrefe ist einer der DJs, der keinen Künstlernamen braucht. Der 20-jährige Osnabrücker liebt und lebt deepen Sound. Seine Sets bewegen sich zwischen Tech House, Deep House und Techno. Geprägt von Marek Hemmann und der Berliner Fraktion, wie Sascha Braemer und Oliver Koletzki.

Bereits mit 14 faszinierte ihn die Vielfalt elektronischer Musik. So sehr, dass er sich direkt mit dem ersten Equipment eindeckte. Musik zu hören allein reichte ihm nicht, er wollte sie spielen.

Im Alter von 17 legte er das erste Mal im Club auf. Mit der Volljährigkeit folgte eine Residency bei der Partyreihe „NEON Club“ in Oldenburg, mit dabei u.a. Boris Dlugosch, Tagteam Terror, Breakfastklub, TWR72 und Malente. Beim ersten Mal spielte er neben Juliet Sikora auf dem Oldenbora Festival.

2012 starte der Norddeutsche zusammen mit Johann Robben ein eigenes Projekt, „KlangraumTV“, einem monatlichen Video-Podcast mit Gast-DJs, wie z.B. Robin Schulz.

Dank Soundcloud wurden schnell weitere Veranstalter auf ihn aufmerksam. So auch Daniel Bruns, der seit vielen Jahren in der Osnabrücker Feierszene aktiv ist. Letzten Sommer lud er Louis in den Kuckuck Club ein und holte ihn dann in den Lachenden Hans sowie ins Green Mark. Heute ist er Teil des Lausbuben-Clans. Zur Zeit findet man Louis regelmäßig hinter den Decks im Dr. Vogel, Osnabrück.

http://www.facebook.com/LouisDinkgrefeArtistPage

Stilvolle Soundspritze von Oliver Koletzki im Dr. Vogel

2 Mrz

OLYMPUS DIGITAL CAMERA„Jack da House!“ Das Karnevalswochenende im Dr. Vogel, Osnabrück, war alles, nur nicht „jeck“. Während am Ossensamstag, 01.03.2014, ab 14 Uhr, 30.000 Menschen in der City bei Spielmannszügen und Musikkapellen mitschunkelten, erholte sich der „Vogelgänger“ vom feierreichen Freitag, um abends wieder durchzustarten.

Denn in der Nacht zuvor wollten sich wenige die „Ruhestörung“ entgehen lassen. Bei Tech-House von Murat Acar, D-Reith und Philipp Lammers und freiem Eintritt.

Der Samstag im Dr. Vogel gehörte dann dem Team der SoundBoutique. Für 8 Euro konnte der Clubgänger Oliver Koletzki live erleben. Hier schlägt das Herz am rechten Fleck!

Bereits ab 23 Uhr stand der Chefarzt Dansir hinter den Decks in der „Saundbutze“. Dem Aufruf „Bitte raven Sie hart“ wurde wieder gefolgt. Nur ein Kätzchen und ein Teufel waren vom karnevalistischen Treiben übrig geblieben. In der „Budebums“, die viele noch von den Lausbuben aus dem Kuckuck und Lachenden Hans kennen, wurde ordentlich gedampft.

Mit einem „Päng“ verwandelte sich um 2 Uhr die elektronische Praxis in eine dunkle, schwitzige Hölle. Die Ventilatoren am DJ-Pult liefen heiß, als SoundBoutiqueler Ryan Stephens gewohnt deep weitermachte. Ja genau, das ist der Typ, der immer häufiger mit Robin Schulz on Tour gesichtet wird!

Eine stilvolle Soundspritze wurde ab 4 Uhr von Oliver Koletzki verabreicht. Der Stil vor Talent-Labelmanager, Produzent und DJ hatte vorher in Hannover gespielt und wurde schon sehnsüchtig von den Patienten erwartet. „Bang, bang“: Herr Koletzkis treibendes Set war dann der Abschuss.

War die Therapie erfolgreich, verlässt man mit einem Vogel mehr die Praxis. „Der Doctor hat gesagt, ich sei gestört“ und wer sonst, wenn nicht er, muss es schließlich wissen!

Sonnenfrau

Bildergalerie: http://www.flickr.com/photos/97588792@N03/sets/72157641793468423/

Videos:

Dansir: http://youtu.be/xiMB9lYHp0k

Oliver Koletzki: http://youtu.be/DY6TOhigQts