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In der Time-Warp-Zeitschleife

4 Apr

IMG_7985„It´s all about guuude Laune, Leute“. Zehn Jahre ist es her, dass Techno-Vater Sven Väth mit dieser Performance für Furore gesorgt hatte. Genau in dieser Stimmung befinde ich mich, als ich Samstagfrüh, am 02. April 2016, nach vier Jahren Time-Warp-Abstinenz, im Zug nach Mannheim sitze. Nach einer Mütze Vorschlafen im Hotel, was bekanntlich nie funktioniert, mache ich einen Abstecher zum Wasserturm, dem Eiffelturm von Mannheim.

Im großzügig bepflanzten Park drumherum riecht es nach Frühling. Ausgerechnet hier und im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Städten heute, hat sich die Sonne hinter den Wolken versteckt. Schade und untypisch für die Rhein-Neckar-Region. Gegen Abend ist dann das euphorische Kribbeln vor so einem Großevent in der City zu spüren:

Junge Menschen aus ganz Europa sind angereist, mit viel „guuuder Laune“ im Gepäck. Zur Time Warp wurde ein Sonderfahrplan eingerichtet, direkt vom Hauptbahnhof bis zur Maimarkthalle. 20 Minuten Fahrzeit ziehen sich dann schon mal, aber für einen Minikurs Italienisch reicht es. Spätestens seitdem die Time Warp 2011 einen Abstecher nach Mailand gemacht hat, sind viele Italiener auf den Geschmack gekommen.

IMG_7959Der Einlass gleicht einer Kontrolle am Flughafen: In einer Endlosschleife auf Deutsch und Englisch werden die Leute aufgefordert, ihre Taschen zu öffnen. Ein riesiges Aufgebot an Polizei und Sicherheitspersonal erwartet die Gäste. Einerseits gut, denn es dient zu unserer aller Sicherheit, andererseits traurig, dass so etwas überhaupt nötig ist. Alle, die Party machen wollen, sollten herzlich willkommen sein und alle anderen bitte zu Hause bleiben!

Ansonsten ist eigentlich alles so geblieben, wie früher: Sechs Floors, das Chill-out-,  Restaurantzelt, die Lockerboxen für die Garderobe… Erfreulicherweise gibt es mehr Toiletten denn je.

Schon Wochen vorher meldete Cosmopop ein Ausverkauf ihrer Veranstaltung und das, obwohl das Line-Up verhältnismäßig spät veröffentlicht wurde. Tja, wer die Time Warp kennt, weiß halt, welche Posse sich dahinter verbirgt und mit welchen Acts man auf jeden Fall rechnen kann!

IMG_7979Noch vor Mitternacht überrascht die russische DJane mit dem bekannten Nachnamen (nein, nicht die Tochter von Lenny) Nina Kravitz  die Leute auf Floor 1. Für einige ist es das Set des Abends! Gefolgt von Drumcode-Aushängeschild Adam Beyer aus Schweden.

Zeit für einen Soundwechsel – Auf geht´s zum Falschen Hasen auf den sechsten Floor. Mit noch reichlich Platz zum Tanzen – hier ist es so richtig angenehm, sich auf eine lange Nacht einzustimmen.

Für alle zuhause Gebliebenen überträgt auch in diesem Jahr sunshine–live zwölf Stunden ausgewählte Sets. Der elektronische Radiosender mit den heimischen Wurzeln feiert wieder in einer eigenen Lounge mit Geschäftspartnern, Freunden und Mitarbeitern und tut gleichzeitig etwas Gutes, denn alle Einnahmen werden regional gespendet. Dort vergnügt sich auch Bachelor-Kandidatin Leonie Rosella. Eines muss man ihr lassen, einen guten Geschmack scheint die Heidelbergerin zu haben…, aber nur was die Musik angeht!

Leider gibt es einen unerfreulichen Zwischenfall: Zur Prime-Time hat irgendein Vollidiot ein Spray versprüht, das sich in Windeseile verteilt. Glücklicherweise reagiert die Crew vor Ort schnell und öffnet alle Türen auf Floor 1. Da sieht man mal wieder, dass es unter tausenden friedlichen Menschen nur einen geben muss, der anders tickt. Das Warum werden wir nie verstehen…

Nach Dubfire heißt es dann „Feuer frei“ für Sven Väth. Wer jetzt zu den ersten beiden Floors will, hat schlichtweg Pech. Das ist der Zeitpunkt, wo deutlich wird, dass die Time Warp ausverkauft ist. An der geregelten Ein- und Auslass-Schleuse kommt niemand mehr rein.

Kurzer Rückblick in der Zeitschleife: Die Time Warp gibt´s seit 1994 und startete damals in der Nachbarstadt Ludwigshafen und danach in wechselnden Städten. Ab 2000 dann jährlich in Mannheim, mit einem Herbstabstecher 2003 zur Expo in Hannover. Für viele Feierwütige bedeutet die Deutsche Time Warp der Start in die Festivalsaison. Auch für mich seit 2001.

„It´s about love, it´s about peace and it´s about crazyness”, vor zehn Jahren und heute: Lichtgestalt Sven Väth auf der Bühne, eingekreist von seinen Jüngern auf dem Floor und seinen Anhängern vor der Bühne. Dieses Bild übersteht schon Jahrzehnte und gehört zur Time Warp, wie der Wasserturm nach Mannheim.

Wer den Väth-Kult nicht huldigen kann oder will, feiert zeitgleich bei Pan-Pot, Ricardo Villalobos, Luciano, Loco Dice, Dixon, Tale of us, Jamie Jones, Karotte oder Alle Farben.

IMG_7990Wir entscheiden uns ab 4 Uhr für die Berliner Jungs Niconé & Sascha Braemer, gefolgt von Kölsch. Ausgelassen geht es bei Carl Cox b2b Joseph Capriati in den Morgen hinein.

Wer im Vorfeld ein Frühticket ergatterte, feierte wahrscheinlich frisch und ausgeschlafen bei Chris Liebing, Len Faki, Solomun, Marco Carola, Laurent Garnier oder bis in den Mittag bei Richie Hawtin.

Da bin ich doch lieber Nachtmensch.

Sonnenfrau

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Melt! 2015|Verschmelzung von Sonne und Mond

21 Jul

Was hat das mit dem X auf sich? Dieser Frage wollte Nacht | Hell auf den Grund gehen und folgte der Einladung von MiXery zum diesjährigen Melt! vom 17. – 20.07.2015 in Gräfenhainichen, eineinhalb Stunden von Berlin entfernt. Schon oft hatten wir von diesem besonderen Festival gehört, bei dem das Line-Up auf dem ersten Blick so gar nicht zusammenpasst und das selbst von Frauenmagazinen als „deutsches Coachella“ gehypt wird. Sollte das das Geheimnis sein, dass Kylie Minoque als diesjährige Headlinerin angekündigt wird, selbst ein Sven Väth 2015 das erste Mal in der „Stadt aus Stahl“ spielt, stylische Mädels aus ganz Europa mit echten Blumenkränzen rumschwirren und eine Leichtigkeit in der Luft liegt, die ich bis dato auf keinem Festival erlebt habe?!

Wir starteten unserem ersten Melt!-Trip am Freitag in Wittenberg, dort hatte MiXery Fun Travel in Zusammenarbeit mit Cool-Tours u.a. das Luther Hotel im Angebot. Von dort aus gab es einen regelmäßigen Busshuttle (45 Minuten) nach Ferropolis. Die zweite bequeme Variante war es, sich im MiXery Camp einzubuchen und sich über Dinge, wie den Aufbau des Zeltes keinen Kopf mehr machen zu müssen und den Alltag an der campeigenen Rezeption abzugeben. Fast wie im „All-inklusive-Urlaub“, hier konnte der MiXery-Camper die verschiedenen Geschmacksrichtungen testen, denn neben den bekannten Bier-Mixen gibt es seit ein paar Wochen auch Beer-Cocktails, wie Sex on the Beach, immer mit dem X.

Die Partyhungrigen reisten schon eher mit dem MiXery-Melt-Train an und hatten Party und ein eigenes Abteil zum Zurückziehen zugleich.

Bei noch 30 Grad im Schatten folgte für uns am frühen Abend ein etwas längerer Fußmarsch, der sich am Rande des Gremminer Sees hinzog. Vorbei an vegetarischen Ständen, sich selbst kompostierbaren Toiletten und dem Warsteiner-Backstage-Floor am Campingplatz, vor dem die Meute sich bereits seit der Pre-Party am Donnerstag fröhlich am Dancefloor und unter der Erfrischungsdusche einstimmte.

Nach Betreten der Pforten war es notwendig, sein Bändchen mit Geld aufzuladen, denn der Veranstalter hatte dieses Jahr das bargeldlose Bezahlen eingeführt. Nachdem man sich diese Basis geschaffen hatte, ging die Leichtigkeit des Seins los.

Wir hatten uns ganz klar die elektronischen Acts vorgenommen, ließen uns aber treiben und inspirieren, von Künstlern, die wir vorher noch nie gehört hatten. Nachdem wir uns einen groben Überblick über das Gelände und den sieben Floors verschafft haben, hatte sich die Sonne gerade verabschiedet und der Mond leuchtete voller Vorfreude.

Es ging los bei Claptone (live) auf der Gemini Stage, der direkt nach Tiefschwarz feat. Khan spielte. Der Mann mit der goldenen Maske ließ diese großzügig verteilen, so dass möglichst viele ein Teil seiner Anonymität annehmen konnten. Wir feierten mit vielen Claptones ausgelassen vor der Bühne.

Nach der geballten, deepen Ladung ging es unter freiem Himmel weiter und wir liefen 90er-Trash auf dem Disco-Floor in die Arme. Das war eine witzige Abwechslung, aber bitte nur ganz kurz!

Das altbekannte Grinsen von Chris Liebing strahlte über den Big Wheel Floor, der nachmittags noch von Markus Kavka eröffnet wurde. Endlich technoide Klänge, für drei Uhr nachts genau das Richtige für uns bis in die frühen Morgenstunden.

Im Hotel-Bus-Shuttle am Samstag auf dem Weg zum Melt! machten wir Bekanntschaft mit einer Truppe, die einen Stab gebastelt hatten, auf der oben drauf eine Feiereule thronte. Eine süße Idee und ein Teil der Ausgelassenheit dieses Wochenendes.

Der Abend stand ganz klar im Fokus von Kylie Minogue. Bis zu ihrem Auftritt, war sie Gesprächsmittelpunkt und jeder wollte wenigstens einen kurzen Blick auf die australische Sängerin erhaschen. Die Massen drängten sich schon früh vor der überdimensionalen Hauptbühne, dort wo Sonne und Mond verschmelzen.

In Front of Stage hatte die Karlsberg Brauerei Geschäftspartner in ihre MiXery Skylounge eingeladen, diese war leider nur für maximal 35 Personen zugelassen. Bei allen, die einen Platz ergattert hatten, war die Freude groß. Kylies Worte „Read my body language“ waren ansteckend und so ließen ein paar Jungs und Jungs, aber auch Mädels, ihre Hüfte hier oben mitkreisen. Kylie im roten Bühnenoutfit und die heißen Tänzerinnen ergänzten ihre sexy Show. Es folgte ein Hit auf den nächsten, bis Kylie Minogue für ihre deutschen Fans „99 Luftballons“ von Nena anstimmte, eine charmante Idee!

Als Kontrastprogramm dazu gaben wir uns den Big Wheel Floor, auf dem Urgestein Sven Väth ablieferte und selbst staunte, gab es doch auch mal etwas Neues für ihn. Im Anschluss lernten wir den Sound von Ryan Elliott kennen und machten einfach weiter.

Es war hell und die Sonne knallte, als wir auf dem Sleepless-Floor landeten. Frei nach dem Motto „I can´t get no sleep“ folgten wir den Klängen von Pete Tong, der uns auf eine musikalische Reise von Berlin nach Ibiza mitnahm. Unser Favorit-Set.

Sonnenfrau

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Videos:

Claptone: https://youtu.be/ueztgr8dPgc

Kylie Minogue: https://youtu.be/m2hrIdj2Vk8

 

 

 

Gold zum 20. Jubiläum – Nature One 2014

4 Aug

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWie passend zum diesjährigen 20. Jubiläum: Kurz vor dem Festival meldete I-Motion, dass die Nature One unter dem Motto „The Golden 20“ mit 72.000 Karten zum ersten Mal ausverkauft wäre. Das bedeutete bereits im Vorfeld Gold für den Veranstalter. Reine Besucher des Campingplatzes sollten aus Kapazitätsgründen bitte nicht anreisen. Ja, es gab sie wirklich in der Vergangenheit, die Leute, die gar keine Eintrittskarte hatten und mit einer eigenen Bühne und Musik nicht ein einziges Mal den Campingplatz verließen. Das hat mit dem eigentlichen Event nichts zu tun! Alle anderen konnten bereits ab Donnerstag, 31.07.2014 den Weg ins Hunsrück antreten, um schon beim Mixery Opening mit dabei zu sein und an vier Tagen und drei Nächten möglichst viel von den 300 DJs und Live-Acts mitzubekommen.

Dieses Jahr war es auch für mich ein Jubiläum: Nature One die 15. In den Jahren habe ich einige kommen und gehen sehen. Was hatte sich konkret geändert? Die Location wurde natürlich immer weiter ausgebaut bzw. vergrößert und die Musikstile unterliegen einem ständigen Wandel. Doch es gibt tatsächlich Leute, die es im wahrsten Sinne des Wortes „ganz nach oben“ geschafft haben und jetzt selbst als DJ oder Stagemanager auf den großen Bühnen aktiv sind. Früher haben sie als junge Raver auf den Floors gefeiert und werden nun zu Recht bejubelt. Eins ist für alle, die noch dabei sind, geblieben: Die Liebe zur elektronischen Musik in all ihren Facetten.

Zu Beginn entdeckten wir Freitagabend im Eingangsbereich einen Trend 2014: Turnbeutel mit Aufschriften wie Rave, Techno und mehr wurden von Stick That an ihrem eigenen Stand angeboten. T-Shirts, Tops und Aufkleber ergänzten den handmade Stuff. Nacht | Hell entschied sich für „Sexy Rave Gurke“.

Stefan Dabruck heizte gerade die Meute auf dem OpenAirFloor ein. Zu diesem Zeitpunkt, 21 Uhr, war schon viel los. Im Anschluss daran ging es für ihn zu seinem Label-Floor: WePLAY präsentierte sich zusammen mit BUCK ROGERS auf dem zweiten Berg links, der schon von weitem durch riesige weiße Ballons zu erkennen war. Dort spielte Stefan nicht selbst, sondern ließ anderen Künstlern den Vortritt. Es gab ein großes Wiedersehen mit den WePLAYern Falko Niestolik, Jean Elan, Brockman & Basti M und Tocadisco.

Am Samstag wurde uns die Weitläufigkeit der alten Raketenbasis Pydna in Kastellaun bewusst, das gesamt genutzte Gelände betrug 2014 stolze 350.000 qm. Über dem Golden20-Floor thronte eine überdimensionale Geburtstagstorte mit goldenen Kerzen, mit dabei Jungs der 1. Stunde, wie Charly Lownoise & Mental Theo und Hooligan.

Zur Nature One gehört genug Kondition dazu, um alle Floors auf den Bergen zu erklimmen. Belohnt wird man durch den fantastischen Ausblick. Leider gibt es bis heute nur kleine Tritt-Bretter, die nach oben führen. Hier müsste dringend mit festen Treppenstufen nachgebessert werden, zu oft gab es schon Stürze, die mit Nasenbluten geendet haben. Die alten Bunker sind dagegen als Partylocation wie gemacht. Hier kann wie bei Acid Wars richtig gebrettert werden.

Insgesamt gab es 23 Bühnen. Auf dem OpenAirFloor wurden die Besucher auf eine riesige LED-Wand hinter der Bühne projiziert, das sorgte für ein Wir-Gefühl bei jedem einzelnen. Der Century Circus hat eine Dimension angenommen, dessen komplette Größe man nicht mehr abschätzen kann. Brian Sanhaji spielte live, vor dem Nature One-Altmeister Felix Kröcher. Weitere harte Töne gab es von Klaudia Gawlas, die Frau mit dem Herz am rechten Fleck, Global-Player Chris Liebing und dem Lächler Marco Bailey.

Um kurz nach eins startete das riesige Geburtstags-Feuerwerk, die Berge waren überfüllt, um einen möglichst guten Platz zu erwischen und das Spektakel chillig zu beobachten. Robin Schulz, der vorher noch schweißgebadet im House of House aufgelegt hatte, gab dann noch eine Runde auf seinem Label-Floor. Die Osnabrück-Rufe folgten ihm bis auf dem Berg. Peer Kusiv tat es ihm gleich und spielte auch erst im House-Zelt live und dann bei WePLAY.

Besonders auffällig war dieses Jahr, dass viele Leute etwas mitgebracht hatten: Ob aufblasbare Gummitiere, oder auch Puppen (ja auch richtige für Kinder) bei den Jungs und Fächer und Blumenkränze bei den Mädels.

Wer selbst nichts dabei hatte, besorgte sich etwas. Bei Dominik Eulberg im House of House konnte ich meinen Augen nicht trauen und stand wortwörtlich im Wald: Sträuche, bzw. ganze Bäume wurden ausgerissen und in die Luft gehalten. Was sehr passend war, da der „Waldmensch“ Dominik, Student der Biologie ist und für seine Natur- und Tiergeräusche bekannt ist. Doch die Natur im schönen Hunsrück sollte erhalten bleiben. Mein Appell: Das nächste Mal bitte Plastikpflanzen mitbringen, die halten auch länger.

Den totalen Abriss auf dem OpenAirFloor veranstalteten DBN mit EDM-Klängen gepaart mit der fröhlichen Stimme von Cosmo Klein, was für eine Kombi! Die Masse stand drauf und folgten den Befehlen der Jungs, tausende Menschen setzten sich auf Kommando hin und sprangen dann wieder auf.

Mein favorite Set hörte ich dann im House of House beim Berliner Holgi Star. Das war eine Wohltat für meine Ohren, hier kam Underground-Feeling auf.

Dann kam der Moment, auf den ich gewartet hatte: Die Sonne ging auf und DJ Dag aus Frankfurt startete das letzte Set um 7 Uhr auf dem OpenAirFloor, der Klassiker schlechthin. Als Opener spielte er „Follow me“, das neue Release von ihm & Matthew Kramer auf WePLAY. Harmonische eineinhalb Stunden führten durch diesen besonderen Sonntagmorgen und dann zum gebührenden Abschluss.

Bei der Abreise gegen Mittag bildeten sich lange Schlangen bis zur Autobahn und es dauerte ewig, bis man die erst mögliche Auffahrt erreichen konnte. Als wir dann unterwegs von heftigen Regenschauer inklusive Aquaplaning überrascht wurden, wurde uns erst einmal bewusst, wie stimmig alles vor Ort war.

Sonnenfrau

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Videos:

Falko Niestolik: http://youtu.be/zKTa8jCIfH4

DJ Dag: http://youtu.be/nP5NHwl9feI

15 Jahre Rave on Snow

16 Dez

OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Meisten stimmen sich auf Weihnachten ein, indem sie den Adventskranz aufstellen, Plätzchen backen und auf den Weihnachtsmarkt gehen. Es gibt aber auch Leute, die sich am zweiten Adventswochenende auf nach Saalbach-Hinterglemm in Österreich machen, um in den Alpen bei guter Musik im Schnee abzufeiern.

Am Freitag, 12.12.2008, kamen Tausende zum 15-jährigen Rave On Snow-Geburtstag. Los ging es abends auf dem Dorfplatz mit u.a. Patrick Lindsey, Pascal Feos und Chris Liebing auf der Partysan-Stage. Hier war der allgemeine Treffpunkt, sich auf die Parties einzustimmen.

Zwischendurch wärmte man sich in einem der Restaurants im Dorf auf. Leider wurde die Partylocation Arena in einen Mexikaner umgewandelt. Als Entschädigung gab es einige neue, wie den Rave On Snow-Club. Hier rockten Loco Dice und Marco Carola die Massen, während 20 Meter weiter das Karma ein Geheimtipp für Clubgänger war. Aber auf die altbewährten Locations wollte auch niemand verzichten. Unser Highlight war der Auftritt von Dapayk & Padberg im Castello. Das Topmodel und ihr Liebster gaben ein sensationelles Live-Set zum Besten. Danach ging es direkt zum nächsten Live-Gig von Codec & Flexor in der Garage.

Samstagmorgen rief der Schattberg, mit oder ohne Skier bzw. Snowboard. Auf dem Gipfel spielten schon ab elf Chris Wood & Tini. Während die einen abtanzten, nutzten andere den Warsteiner-Snow-Show-Park für eine geniale Abfahrt.

Eine kleine Auszeit im Wellnessbereich und in der Sauna des Hotels half, die zweite Marathonnacht unbeschadet durchzustehen.

Der Warsteiner-Dom auf dem Dorfplatz war eine gute Alternative, um draußen zu feiern, aber trotzdem ein Dach über dem Kopf zu haben. Die dritte neue Location, die Taverne, verwandelte Labelmacher Matthias Tanzmann in den Moonharbour-Floor. Diejenigen, denen der Weg die Dorfstraße etwas bergauf zu mühsam war, gingen in die Garage und blieben die ganze Nacht. Dort wurden in den drei verschiedenen Areas für jeden etwas geboten, von Oliver Koletzki im „Stil vor Talent“-Floor, über Markus Kavka im Vakant/Harry Klein-Bereich bis hin zur Main-Stage mit Felix Kröcher.

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

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Rave on Snow 2007 – Deine Welt sind die Berge

17 Dez

Nach 16-stündiger Busfahrt, mit dem Stolle-Doppeldecker von NRW aus, erreichten wir Freitag Mittag, 14.12., endlich Saalbach-Hinterglemm in Österreich. Der Ausblick auf die wunderschöne Landschaft und die schneebedeckten Berge entschädigte die lange Anreise. Nach erholsamem Schlaf im kuscheligen Hotelbett ging es für den ersten Glühwein auf den verschneiten Dorfplatz, hier war die Party bereits im vollen Gang.

Von der Partysan Open Air Stage beglückten Sascha Appel & Der Breuer Zahlreiche mit einer Liveshow, Feuerwerk inklusive. Danach landeten wir in der Garage, wo Extrawelt mit einer riesigen Technik auffuhren, nebenan ließen es Raresh & Chris Tietjen krachen. Schließlich ließen wir die Nacht bei Baby Ford in der Arena ausklingen.

Bei Rave On Snow kommen die unterschiedlichen Interessen der Leute durch: Während die Letzten noch von der Party kamen, machten sich andere schon mit Snowboards auf den Weg zur Seilbahn. Samstag war allerdings für alle Pflicht, spätestens mittags oben auf dem Schattberg zu sein. Wann hatte man schon die Möglichkeit in 2.000 Metern Höhe im strahlenden Sonnenschein im Schnee abzufeiern?! Tobi Neumann und Domenic D´Agnelli genossen ihre Sets vor einer solchen Kulisse.

Als die letzte Partynacht anbrach, beschlossen wir möglichst frühzeitig in der Garage zu sein. Ein Ärgernis waren die Toiletten draußen in der Kälte mit riesigen Schlangen davor. Frank Sonic heizte drinnen für Chris Liebing vor, Chris schaffte es mal wieder, eine gigantische Stimmung zu erzeugen. Zeitgleich brachten Lexy & K-Paul die Lounge zum überkochen, der Schweiß tropfte nur so von der Decke. Als wir morgens um halb zehn abreisten, hatte das Kings immer noch auf. Nach dieser gigantischen Sause im Schnee machte sich die Weihnachtsvorfreude breit, die wir mit nach Deutschland nahmen.

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

TDK Time Warp 2007

1 Apr

Der Startschuss der Großevents 2007 fiel in der Maimarkthalle in Mannheim. Auf 5 Floors reihten sich internationale DJs und Live-Acts vom frühen Samstagabend bis in die Mittagsstunden am Sonntag zu einem grandiosen Line-up. Partypeole aus ganz Deutschland und den anliegenden Nachbarländern, wie Holland, Belgien und Frankreich gaben dem Event ein Multikulti-Flair.

Wie jedes Jahr fieberten Hunderte dem Set von Sven Väth entgegen, vorher wurde der frisch aus Miami zurückgekehrte Hell von den Massen und der Time Warp selbst gefeiert. Nebenan verstand ein gutgelaunter Chris Liebing mit den Massen umzugehen. sunshine live lud Geschäftspartner und Freunde in eine gemütliche Lounge.

Das Live-Set von Lexy & K-Paul riss mit und wo man auch hinging wurde ausgelassen gefeiert. Immer wieder traf man auf alte Bekannte, die man länger nicht mehr gesehen hat. Gegen morgen traf man dann auf Kandidaten wie Felix Kröcher, der wie seine Fans noch lange nicht genug hatte.

Draußen war es längst wieder hell, als Karotte und Ricardo Villalobos ihre Höchstform erreichten. Vernünftig war es auf jeden Fall nach diesem Party-Marathon mit dem Bus zurückzufahren oder sich in ein Hotelbett zu legen.

(Veröffentlicht im SMAG-Magazin)

Rave-On-Snow 2006

20 Dez

Nach 13-stündiger Fahrt mit dem Stolle-Bus erreichten wir Freitagmittag das zwar nicht eingeschneite, dafür aber in der Sonne erstrahlende Örtchen Saalbach in Österreich. Die besinnliche Vorweihnachtsidylle trügte, denn dieses Wochenende feierten Tausende das gigantischen Line-Up. Los ging es abends mit einem Glühwein in der Hand auf dem Dorfplatz.

Danach ließen die DK-Pimps, rund um Kay Schlossmacher, im Kuhstall der Arena die Kühe fliegen, was für eine geile Partysause! Samstagmittag auf dem Schattberg hinterließ die kurze Nacht bei den Leuten zwar Spuren, Karotte ließ es sich aber nicht nehmen, bei Magda´s gefeiertem Sound im Schnee mitzugrooven. Später bei Domenic d´Agnelli´s Set sorgte Veranstalter Bob für einwandfreien Klang. Raveline-Fotograf Karl freute sich bei der Talabfahrt über seine Schnappschüsse.

Nach einer kurzen Verschnaufpause traf man sich im King´s (präsentiert vom Tribehouse), dort tanzten die Puppen bei Marc Peakay´s Set. Nachts in der Garage gab Chris Liebing – angefeuert von der Feierfraktion – Gas, als ob es kein Morgen geben würde.

(Veröffentlicht im SMAG-Magazin)

Ruhr In Love – Schmetterlinge im Bauch

21 Jun

RLRIL1RLRIL2RLRILBilder(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

TDK Time Warp 2005

15 Apr

Wenn einmal etwas gut war, kommt man immer wieder darauf zurück. Das dachten sich auch die Cosmopopper (Veranstalter der Time Warp) und luden nach langem Hin und Her doch wieder traditionell in die Maimarkthalle in Mannheim ein.

Dieses Jahr dank des starken Partners TDK mit ein paar Extras obendrauf, schon samstagnachmittags konnte man die Medienkunstausstellung zur Time Warp im Mannheimer Schloss besichtigen.

Auf drei Ebenen wurden Installationen und Videoclips junger, internationaler Künstler ausgestellt. Zur Einstimmung gab es Konzerte und DJ-Performances, u.a. von Plaid und Hexstatic. Weiter ging es zur Time-Warp-Location, um halb zehn kamen wir problemlos schnell rein.

Bevor wir uns ins Getümmel stürzten, besuchten wir das Labelcamp, das zweite TDK Time Warp extra, direkt neben der Halle, wo Labels, wie Cocoon, Acid-Track, 1st Decade und viele andere sich präsentierten. Wie jedes Jahr glich der Außenbereich vor der Haupthalle mit den ganzen Fressbuden einer Kirmes, genau wie der Empfangsbereich im Inneren der Halle mit reichlich Plüschstuff und Ähnlichem.

Als wir die ersten elektronischen Klänge wahrnahmen, wussten wir, warum wir da waren… Monika Kruse brachte die Leute im zweiten Floor in gute Tanzlaune und lieferte ein energiegeladenes Set ab. Punkt Mitternacht betrat der Münchener DJ Hell das Podest und blickte einer gutgelaunten Feiermenge entgegen. Nach der Aufwärmphase ging es gleich über in Euphorie und die Hände ab in die Luft.

Als Sven Väth die Bühne betrat, stand ein halbes Jahrhundert Technogeschichte zusammen einer riesigen Feiergemeinde gegenüber, das war schon klasse. Ab zwei Uhr lieferten sich Sven Väth und DJ Rush ein Kopf-an-Kopf rennen, hier war Pendeln angesagt.

Im zwar trotzdem großen, aber eher intimen Floor 3 brachte zeitgleich Moguai die Leute zum Rocken, gefolgt von Koze. Doch was wäre Time Warp ohne König Sven Väth und so freuten wir uns über ein Set, was sich von einer neuen ungewohnten Ruhe in Energie überging. Wer noch mehr Energie wollte, brauchte nur zum Floor 1 rüber, Chris Liebing sorgte schon dafür. 

Abwechslung gab es zur weit fortgeschrittenen Stunde beim Live-Set von Alter Ego. Live war auch wirklich live und das war sympathisch, klar konnten die Zwei nicht „Rocker“ weglassen, obwohl es eigentlich keiner mehr hören kann, geht es doch immer wieder, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Jetzt war es an der Zeit locker rumzuschunkeln und die Hüfte kreisen zu lassen, bei Karotte ging das, aber weil viele das gleiche Bedürfnis hatten, war es hier sehr voll.

Insgesamt hatte man aber den Eindruck, auf der gesamten Time Warp mehr Platz zu haben. Morgens traf man sich bei Richie Hawtin und tanzte völlig unkompliziert in den Morgen, die Stimmung war sehr ausgelassen und ganz klar war jeder schon etwas kaputt. Da bewundern wir doch das Durchhaltevermögen Hawtin´s, der wohl nach Plan bis 13 Uhr mittags machen sollte.

Draußen schien schon die Sonne und langsam aber sicher nahmen wir Abschied von der Time Warp auf ein hoffentlich nächstes Jahr. TDK plant übrigens schon europaweit weiter und so hörten wir von einem Dance Marathon in Mailand und einer weiteren Time Warp dieses Jahr in Prag, wir sind gespannt.

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

Chris Liebing im U60311 Frankfurt

21 Dez

RLFFM1RLFFM2RLFFMBilder(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)