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Klaudia Gawlas – Vision (Credo)

6 Dez

visionWelche Vision Klaudia Gawlas mit ihrem gleichnamigen Album verfolgt, ist klar: Die Technoliebhaber mit ihrem ganz eigenen Sound zu beglücken. Seit vielen Jahren lebt die zarte Blonde genau das jedes Wochenende bei ihren weltweiten Gigs. Wenn die Hände in die Luft gehen und die Beine nicht mehr aufhören zu tanzen, hat man sich mit hunderten Gleichgesinnten in dieser ganz eigenen Welt verloren.

Das zweite Album der (Wahl-) Passauerin, nach Zeitgeist, ist eine Hommage an diesen Lifestyle: Energiegeladen mit einer gewissen Tiefe und konsequenten, mindestens 127 Beats per minute. Elf Tracks, die für anspruchsvollen Techno mit dem „Klaudia Gawlas“-Button stehen.

Unser Favorit ist „Monophobia“ – mit Klängen, die in uns – sekundenschnell – unsere eigene Vision auslösen. Vision wurde am 21.11.2016 auf Credo veröffentlicht.

Sonnenfrau

 

Maertini Broes – Music, Nightlife, Exciting EP (Save The Black Beauty)

3 Dez

c6b-wjNeue Musik aus Berlin von den „Märtini Brothers“. DJ Cle und Live-Künstler Mike Vamp flashen zwar nicht mehr jedes Weekend wie einst 2002, aber wenn, dann genau so exzessiv, charmant wie eh und je und „Just For You“. Das beweist ihre neue EP, Releasedatum ist der 02.12.2015 auf Save The Black Beauty. Stilecht mit einem schwarzen Hengst zeigt sich die EP mit dem Titel „Music, Nightlife, Exciting“, die sich im Track AA1 widerspiegelt.

„Exciting“ stimmt den Hörer voller Vorfreude auf die nächste Clubnacht ein, gespannt was, bzw. wer (Brothers, Sisters) da so kommen.

Unser Favorite-Track ist der „Lovetrain“ (A1) mit den unverkennbaren Stimmen der Maertini Broes, die in den letzten Jahren ihre „äs“ und „ös“ verloren haben. Ist der Liebeszug eine Hommage an die gute alte Loveparade?! Vielleicht, definitiv kommt er aus der elektronischen Musikhauptstadt Berlin.

Bei „Dancing Queen“ (AA2) hatte Tobi Neumann seine Finger mit im Spiel. Verzerrt, schräg, tanzbar, trifft den Nagel auf den Kopf. Davon gibt es auch noch einen Fadi Hachem Lavry Mix, als Bonus.

Als zweites Extra bereitet „Wont Let Go“ Chilliges für alle, die den Club nicht verlassen können. Prädikant wertvoll, für alle House/Electro-Lovers, die es auch lieber gerührt (Vinyl), als geschüttelt mögen.

Sonnenfrau

Soundprobe und mehr: http://www.decks.de/t/maertini_broes-music_nightlife_exciting_ep/c6b-wj

Fabian Reichelt & Raycoux Jr – Circle (Gertrud Tonträger)

30 Jun

doc06162320150630143114_001Circle – ein Album, das die Tage unaufgefordert in meinem Briefkasten lag, trotz Poststreik. Mein „Namensvetter“ Lars Kaemmerer von Satzbrand Kommunikation war so frei und siehe da, es hat gefruchtet. Der Indie-Techhouse auf dem Debütalbum von Fabian Reichelt & Raycoux Jr. trifft ins Schwarze und erinnert mich im ersten Moment an den damaligen Sound von Northern Lite.

Ansonsten geht´s ziemlich bunt zu: Die Tracks sind nach Farben benannt und stehen für die verschiedenen Instrumente, die dabei zur Hand genommen wurden. Bei „Red“ geht es um Gitarrensound und Indie-Einflüsse, während Piano- und Popsound einen auf „Blue“ machen.

FABIAN REICHELT & RAYCOX JR_webFazit: Durchaus für die experimentierfreudige Tanzfläche geeignet.

Circle wurde am 05.06.2015 auf Gertrud Tonträger veröffentlicht.

Sonnenfrau

Elevator DJ Tunes Various Artists (Zyx)

25 Feb

elevatorDer professionelle DJ-Equipment, Studio-und Produktionstechnik und mehr Anbieter aus Münster ist jetzt auch unter die Compilations gegangen. Mit der ersten Mix-CD „Elevator DJ Tunes“ wagt Elevator den Sprung aus dem Store in den CD-Player.

Elevator Resident DJ MGness hat Tracks von Booka Shade, Oliver Huntemann, Elektrochemie, Ricardo Villalobos, Loco Dice und mehr in einem netten Mix verwandelt. Der Unterschied der beiden CDs besteht darin, dass die erste Disc im Rechner und die zweite auf Vinyl gemixt wurde, welche Seite aber nun besser gefällt, sollte jeder für sich entscheiden.

Schon recht minimal kommt die Compilation daher, wer die Elevator-Crew und deren Parties im legendären Cosmic Club kennt, wird zwar anfangs erst etwas erstaunt über den durchaus zum Teil sehr minimalen Sound sein, wer doch genau hinhört und sich drauf einlässt weiß, dass Elevator sich genau am Puls der Zeit bewegt. 

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

Kontor Sunset Chill (Kontor) – Vol. 7

25 Feb

-kontor_-_sunset_chill_volumeImmer noch nicht in Urlaubstimmung? Auch wenn keine freien Tage anstehen, kann man es sich mit der neuen Sunset Chill Vol. 7 richtig gemütlich machen, verspricht die neue Veröffentlichung aus dem Hause Kontor mit dem Besten aus Chillout, Lounge.und Ambient Music.

Gleich 3 CDs liefern fast 4 Stunden lang Ruhe zum Abtauchen, chillige Klänge und ruhige Stimmen beruhigen. Bekannte Produzenten, Musiker, Remixer und Sänger finden sich auf der Tracklist wieder. Passend zur Musik ist auch der Mix sehr sanft, DJ Michelle – Resident aus dem Lago Beach Club in Hamburg – hat die Tracks abgemischt und compiled.

Aufgewertet wird diese Chill-Out-Kopplung durch einen Szene-Guide im Booklet mit vielen Tipps und Trends rund um die Hansestadt Hamburg. Mit der Sunset Chill im Ohr kann man in jeder Großstadt Abstand zum Alltag nehmen, probiert es aus!

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

Soundtropolis – Various Artists (Low Spirit Recordings)

25 Feb

soundtropolisLow Spirit Recordings haben es wirklich drauf erfolgreiche Events musikalisch einzufangen und nach Hause mitzubringen. So bleibt einen auch die Soundtropolis 2005, die vom 10. bis 12. Juni in Niedergörsdorf auf einen ehemaligen Militärflugplatz stattfand, mit dieser Compilation in Erinnerung.

Auch für alle, die nicht da waren, kann der Sound dank der Compi ins traute Heim geholt werden. Soundtropolis war 1999 das Maydaymotto und hat sich zum beliebten Open-Air-Event im Osten Deutschlands etabliert.

Viele schön gebliebene Eindrücke und beste Freilufttanzmusik gibt es mit insgesamt 14 Tracks auf dieser Sammlung, mit dabei sind Ellen Allien „Naked Rain“, zuHouse Rockers „Power (Donna Is Calling)“, Miami Black Plams „Pink Disco“, Lars Sommerfeldt „Van Too“ und viele weitere Spezialisten. Get Ready…Breathe In – Breathe Out, Switch On – Switch Off, Lights – Sound – Action, Friends – Bass-Rhythm, Keep The Frequency Clear! Let yourself Go! Soundtropolis.

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

Sunshine Live Volume 014 – Various Artists (Toptrax)

25 Feb

slWir gratulieren! Unser Lieblingsradiosender feierte gerade erst seinen 8. Geburtstag und ist jetzt schon wieder dabei, dance-trance-housemäßig noch weiter durchzustarten. Die bewährte Compilationreihe läuft wohl so gut, dass sich die aktuelle 14. sunshine-live von 0 auf 4 in die Charts katapultierte.

Auf dem Cover präsentiert sich das Maskottchen – das vielumstrittende Baby – im Gänseblümchenoutfit und gewährt im Inneren einen Blick auf die drei Cds. Der erste Silberling kommt in gewohnter Dancemanier mit Scooter, Sunset Strippers und Pulsedriver daher, während die Zweite mit aktuellen Houseburnern, wie Eric Prydz & Steve Angello, Shapeshifters und viele mehr, alle Hörer von ihren Stühlen zerrt und auf die Tanzfläche schickt.

Allerdings gibt es keine  wirkliche musikalische Trennung der Cds, bei diesem kunterbunten Mix ist für jeden was dabei und da die beiden CDs nicht gemixt sind, passen die verschiedenen Styles. Den Mix bringt dann DJ Falk auf der Bonus CD.

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

Erotic Moments In House 1-3 – Various Artists (Dessous Recordings)

25 Feb

Erotic MomentsAls limited Edition bringt Dessous Recordings dieses chillige Schmankerl in den Handel. Kerzenschein, ein Glas Rotwein, die Erotic Moments In House 1-3 in den Player gelegt und der gemütliche Kuschelabend ist perfekt. Die Box besteht aus satten 5 CDs mit Künstlern, wie Vincenzo, The Disco Boys, John Dahlbäck, Pete Moss, Steve Bug, Phonique Matthias Tanzmann, Martin Landsky und viele mehr.

Mit dabei auch Newcomer, wie bgb, Innocent Lovers, David Panda und The Jackals. Diese Compilation enthält niveauvolle, deepe Housemusik mit mehr als 60 Tracks und einer Gesamtspielzeit von über 6 Stunden, inklusive der beiden Mix-Cds von Pete Moss und Phonique.

Das Box-Set gibt es ab jetzt in limitierter Auflage zunächst nur in Deutschland und ist der ideale Begleiter zum Strand, im Auto, bei einem gepflegten Dinner und besonders im Schlafzimmer. Sollte also in keinem Reisegepäck fehlen, fettes Ding!

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

Northern Lite – Temper (1st Decade)

25 Feb

NorthernLiteDie Gewinner vom DMA in der Sparte Best Indie/Electro Artist trumpfen weiter auf. Mit ihrem zweiten Longplayer „Temper“ bringt das Trio elektronischen Rock noch mehr nach vorne. Das Spektrum vom neuen Northern Lite Album reicht von Dancefloor-orientierten Tracks bis zu New Wave-Einflüssen und macht so Spaß im Club, wie im Alltag.

Andreas Kubat´s Gesang prägt sich einfach ein und wird immer wieder erkannt, genauso wie Northern Lite´s typische Symbiose von Elektronik und Alternative bei „Temper“ mit noch vielfältigeren, feineren Sounds. Wir sind gespannt auf die neue Bühnenshow, dort werden, Sascha, Andreas und Sebastian weiterhin rocken was das Zeug hält und mit einer neuen Bühnenoptik, wie dynamische Malerei, überraschen.

Tatsache ist nun mal, wer schneller fährt, kommt eher an und wer bis jetzt die Northern-Lite-Schiene gefahren ist, dem sei dringend angeraten mit einzusteigen.

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)

Ellen Allien – Thrills (Bpitch Control)

25 Feb

EllenAlien„Ein Album ist ein Lebensabschnittswerk“. Nach Stadtkind und Berlinette folgt nun der dritte Album-Streich vom Bpitch-Control-Oberhaupt Ellen Allien. „Thrills“ reiht sich korrekt in diese Reihe ein, als Ganzes abstrakt und sehr elektronisch wie gewohnt mit einer neuen Art Techno, denn Techno ist immer im Wandel und wird immer neu wiedergeboren laut der Berliner DJ Frau und Produzentin. Sie hat sich Holger Zielske als zweiten Produzenten dazugeholt, wie vorher auch in bewährter Zusammenarbeit.

Die Beiden haben mit neu-alten Geräten, wie die Roland 808 und einem ARP 2600, einen warmen, nicht digitalen Sound erschaffen, der die Musik in neuer und gleichzeitig alter Weise verändert.

Hier treffen zwei Elemente – Mensch und Technik – aufeinander, immer begleitet von Ellen´s Soundfetzen. Der Bass zieht sich als roter Faden durch das Album, um den sich wiederum die Vocals und Melodien winden.

(Veröffentlicht im Raveline-Magazin)